Phuket geht hart gegen illegale Jetski-Vermieter vor

Acht illegale Vermieter auf Phuket erwischt. Bei Kontrollen flog ein verbotenes Strohmann-System ausländischer Investoren auf.

Phuket geht hart gegen illegale Jetski-Vermieter vor
Bangkok Post

PHUKET – Die Behörden auf Phuket haben gegen acht Jet-Ski-Betreiber rechtliche Schritte eingeleitet. Bei einer inselweiten Großkontrolle am Samstag deckten die Ermittler unlizenzierte Verleiher und illegale Strohmann-Geschäfte auf.

Acht Betreiber sofort im Visier

Die acht Firmen müssen sich nun wegen Verstößen gegen das thailändische Schifffahrtsgesetz verantworten. Die zuständigen Beamten leiteten noch am Samstagmorgen die Verfahren ein.

Im Kern geht es um fehlende Betriebslizenzen und um Firmenkonstruktionen, bei denen thailändische Staatsbürger als vorgeschobene Strohmänner für ausländische Eigentümer auftraten.

Inselweite Razzia am frühen Morgen

Die Aktion startete unter der Leitung von Vize-Gouverneur Romdon Hayiawae und Fachleuten des regionalen Hafenamts Phuket. Die Teams kontrollierten zeitgleich mehrere Strände und Verleihstationen.

Dabei prüften sie Lizenzen, Eigentumsverhältnisse und die tatsächliche Unternehmensführung vor Ort. Ziel war es, verdeckte ausländische Firmenlenker hinter thailändischen Scheininhabern zu enttarnen.

Klage auf Basis eines 113 Jahre alten Gesetzes

Den acht Betreibern wird ein Verstoß gegen den „Navigation in Thai Waters Act 1913“ vorgeworfen. Das Gesetz regelt seit über einem Jahrhundert den Schiffsverkehr und gewerbliche Nutzungen auf thailändischen Gewässern.

Die Behörde sieht in den illegalen Strohmann-Deals einen klaren Rechtsbruch und eine Gefahr für den fairen Wettbewerb unter den örtlichen Anbietern.

Hayiawae: „Wir machen weiter“

Romdon Hayiawae kündigte an, dass die rechtlichen Schritte jetzt konsequent verfolgt werden. Gleichzeitig sollen die flächendeckenden Inspektionen auf der Insel ausgeweitet werden.

Die Behörden wollen verhindern, dass sich ähnliche Modelle in andere Strände oder Geschäftsfelder verlagern. Neue Kontrollen sind bereits in Vorbereitung.

Transparenz und nationale Interessen im Fokus

Hinter der Aktion steht das Ziel, den Tourismussektor in Phuket sauberer zu machen. Die Verantwortlichen sprechen von einem längst überfälligen Schritt, um nationale Interessen zu wahren.

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Gerade in Hochsaisonregionen wie Phuket soll künftig jedes Jet-Ski-Geschäft nachvollziehbar und rechtmäßig betrieben werden – ohne versteckte ausländische Strippenzieher.

Kein Ende der Kontrollen in Sicht

Die Behörden stellen sich auf langwierige Ermittlungen ein, weil viele Betreiber ihre Firmengeflechte gezielt verschleiern. Das Hafenamt kündigte an, künftig auch Vermittler und Treuhandbüros zu durchleuchten.

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Parallel dazu will die Provinzverwaltung die Lizenzvergabe strenger überwachen und schneller durchgreifen, sobald Unregelmäßigkeiten auffallen.

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Quelle: Bangkok Post

Ein Kommentar zu „Phuket geht hart gegen illegale Jetski-Vermieter vor

  1. Meine Erfahrungen mit Jetski-Verleihern und Strandmafia sind schon in die Jahre gekommen. Vor rund 30 Jahren hatten wir einen kleinen Bungalow in Patong gemietet der einem der Jetski-Verleiher gehörte. Im Hof wurden jeden Abend die Jetski gewaschen, instandgehalten und für den nächsten Tag hergerichtet. Von dem Chef des Clans erfuhren wir auch, dass es klare Regeln am Strand gäbe. Unter anderem auch die Anzahl der Jetskis für jeden einzelnen Anbieter begrenzt wären. Als der mal 3 brandneue Jetskis geliefert bekam, hat er sie zu Testzwecken auch gleich zum Strand gebracht und ausprobiert. Das verstieß gegen die Regeln und am gleichen Abend brannten noch 3 seiner Jetskis im Innenhof aus.
    Was ich damit sagen will, damals zumindest funktionierte die Eigenkontrolle der Strandmafia noch einwandfrei. Das wäre unmöglich gewesen, dass da neue, zusätzliche Mitspieler sich hätten etablieren können. Und schon zweimal keine Ausländer. Wann hat sich das geändert und warum nur?

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