300 kg Drogen in Lampang beschlagnahmt

Bei einer Verfolgungsjagd in Lampang beschlagnahmte die Polizei 300 kg Drogen aus einem Pickup. Die Täter flohen zu Fuß.

300 kg Drogen in Lampang beschlagnahmt
KhaoSod

LAMPANG – 300 Kilogramm Methamphetamin, versteckt in einem schwarzen Pick-up, eine wilde Verfolgungsjagd und dann die Flucht in den Wald: Der Provinzpolizei von Lampang ist ein massiver Schlag gegen ein internationales Drogennetzwerk gelungen.

Die wilde Jagd auf einen schwarzen Pick-up

Am späten Abend des 24. Juli sollte ein verdächtiger MG Extender mit dem Kennzeichen Kor Khor 9281 Samut Sakhon am Kontrollpunkt Saliem Wan gestoppt werden. Der Fahrer dachte jedoch nicht daran, das Signal zu befolgen, gab stattdessen Gas und raste davon.

Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung auf und setzten taktische Maßnahmen ein, um den Wagen zu stoppen. Etwa einen Kilometer vom Kontrollpunkt entfernt fanden sie das Auto verlassen am Straßenrand vor – die Insassen waren vermutlich in ein angrenzendes Waldgebiet geflüchtet.

Kiloweise „JIN YU“-Stoff im Wageninneren

Die Durchsuchung des Fahrzeugs offenbarte den gewaltigen Fund: Zehn prall gefüllte Plastiksäcke waren im hinteren Fahrgastraum verstaut. Sie waren mit schwarzen Müllsäcken umwickelt, mit Klebeband fixiert und mit traditionellen Tüchern als Tragehilfen versehen.

In jedem Sack befanden sich etwa 30 Beutel mit kristallinem Methamphetamin, das den Ermittlern als „Eis“ bekannt ist. Die Päckchen trugen ein goldenes Koi-Karpfen-Siegel und die Aufschrift „JIN YU“ in chinesischen und englischen Schriftzeichen. Das Gesamtgewicht der beschlagnahmten Drogen lag bei rund 300 Kilogramm.

Polizeispitze von Lampang tritt gemeinsam auf

Fast zwei Wochen nach dem Zugriff präsentierten die Verantwortlichen den Erfolg nun der Öffentlichkeit. Der stellvertretende Gouverneur Phatchara Simasathian führte bei der Pressekonferenz am 4. August den Vorsitz.

An seiner Seite standen der Kommandeur der Provinzpolizei, Generalmajor Phumipanya Nawatrakulphisut, der Leiter der Polizeistation Wiang Mok, Oberst Pirachat Pakpriew, sowie weitere Beamte und Vertreter der Bezirksverwaltung Thoen. Gemeinsam legten sie die Details des Falls offen.

Organisiertes Netzwerk aus dem Ausland gesteuert

Die erweiterten Ermittlungen brachten ein professionelles Schleusernetzwerk ans Licht. Beteiligt sind demnach Personen ohne thailändische Staatsbürgerschaft, die lediglich eine sogenannte „rosa Karte“ für Menschen ohne Registrierungsstatus besitzen, sowie Staatsangehörige aus Myanmar.

Die Gruppierung arbeitete arbeitsteilig: Ein extra Begleitfahrzeug erkundete die Route für den mit Drogen beladenen Pick-up und warnte vor Kontrollpunkten. So versuchte die Bande, ihr Risiko zu minimieren – vergeblich, wie der Zugriff zeigt.

Haftbefehle gegen die Hintermänner in Vorbereitung

Das gesamte Beweismaterial und das Fahrzeug wurden sichergestellt und der Polizeistation Wiang Mok übergeben. Die Ermittler haben nach eigenen Angaben die Identität der Beteiligten bereits herausgefunden.

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Derzeit läuft die Sammlung der letzten Beweise, um beim zuständigen Gericht Haftbefehle gegen alle Mitglieder der Organisation zu beantragen und sie strafrechtlich zu belangen.

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Quelle: Khaosod Thai
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