Geflohener Brite wegen Drogenhandels verurteilt

Der 38-Jährige war aus einem offenen Gefängnis bis nach Thailand geflohen und nutzte falsche Identitäten. Ein gefundenes Handy führte Ermittler zum Yorker Drogennetzwerk.

Geflohener Brite wegen Drogenhandels verurteilt
The Sun

BANGKOK/YORK – Kyle Nelson ist nach seiner Flucht aus einem offenen Gefängnis und dem Aufbau eines Drogenhandelsnetzes zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Der 38-Jährige war über Schottland, Irland und Thailand gereist und soll nach seiner Rückkehr nach York Crack und Heroin verkauft haben.

Flucht bis nach Thailand

Nelson verbüßte eine neunjährige Haftstrafe wegen einer Verschwörung zum Kokainhandel, als er 2024 während eines Freigangs aus einem offenen Gefängnis floh. Nach Angaben der Polizei halfen ihm kriminelle Kontakte zunächst bei der Reise nach Schottland und Irland, später gelangte er nach Thailand.

Für die Flucht soll Nelson einen gefälschten britischen Pass auf den Namen „Carl Green“ benutzt haben. Außerdem trat er laut Polizei als „James Tetley“ auf, um nicht entdeckt zu werden.

Luxusleben mit gefälschter Identität

Im Ausland führte Nelson nach Angaben der Polizei einen luxuriösen Lebensstil. Er kaufte unter anderem eine Rolex Submariner im Wert von mehreren tausend Pfund.

Von der Polizei veröffentlichte Fotos zeigen den 38-Jährigen lächelnd auf einem Jetski. Nelson stammt ursprünglich aus Manchester und lebte früher in Acomb in York.

Nach der Rückkehr entstand die „Banksy Line“

Nelson kehrte 2025 nach Großbritannien zurück. Laut Polizei begann er bald darauf in York ein organisiertes Netzwerk für den Verkauf von Crack und Heroin zu führen, das er „Banksy Line“ nannte.

Solche County-Lines-Netzwerke nutzen Mobiltelefone, um Kunden zu erreichen, Drogen anzubieten und Verkäufe zu organisieren. Die Geschäfte laufen oft über mehrere Verwaltungsgrenzen hinweg und reichen auch in ländliche Gebiete.

Handy führte Ermittler zum Hauptverdächtigen

Das Team der Operation Sentry bei der Polizei von North Yorkshire, das gegen schwere organisierte Kriminalität vorgeht, untersuchte gemeinsam mit Analysten das Netzwerk. Nelson soll versucht haben, den Ermittlern durch wechselnde Unterkünfte und die Unterstützung krimineller Kontakte zu entgehen.

Im April 2025 stoppten Beamte ein Fahrzeug auf der Strecke von Wetherby nach York und durchsuchten es. Sie fanden ein Mobiltelefon mit Informationen zur „Banksy Line“; später beschaffte die Polizei Telefonbeweise, die Nelson nach ihren Angaben als deren Hauptorganisator auswiesen.

Verurteilung in York

Nelson wurde festgenommen, angeklagt und vor seiner Verurteilung in Untersuchungshaft genommen. Das York Crown Court befand ihn am Mittwoch, dem 12. August, einstimmig der Beteiligung an der Lieferung von Drogen der Klasse A und der unerlaubten Flucht aus dem Gefängnis für schuldig.

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ZUM ANGEBOT

Das Gericht verhängte unmittelbar eine elfjährige Haftstrafe. Polizeibeamter Wayne Sharrocks erklärte, Nelson habe nach seiner Rückkehr den Verkauf von Crack und Heroin in York fortgesetzt.

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Quelle: AseanNow
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Ein Kommentar zu „Geflohener Brite wegen Drogenhandels verurteilt

  1. Und der einzige Bezug zu Thailand ist, dass dieser verurteilte und geflohene Sträfling hier unter falschem Namen Urlaub gemacht hat und der Immigration der gefälschte Reisepass offensichtlich gar nicht aufgefallen ist? Muss eine gute Fälschung incl. der biometrischen Daten gewesen sein.

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