Erde bebt: Müssen sich Urlauber in Thailand sorgen?

Das stärkste Beben erreichte am 8. Juni auf den Philippinen 7,8, das jüngste am 15. August nahe Flores 7,7. Thailand hat 16 aktive Störungsgruppen; Anwohner in ihrer Nähe sollen vorsorgen.

Erde bebt: Müssen sich Urlauber in Thailand sorgen?
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BANGKOK – Bis zum 15. August 2026 wurden weltweit elf Erdbeben mit einer Stärke von mindestens 7,0 registriert. Das stärkste Beben erreichte am 8. Juni auf den Philippinen die Magnitude 7,8, das jüngste ereignete sich am 15. August nahe Flores in Indonesien und wurde mit 7,7 angegeben. Die Zahlen sind kein Hinweis darauf, dass Thailand bald von einem schweren Erdbeben getroffen wird.

Stärkstes Beben auf den Philippinen

Das Beben auf den Philippinen war mit einer Stärke von 7,8 das stärkste der elf Ereignisse. Die elf Ereignisse wurden in neun Ländern und Gebieten registriert; die meisten ereigneten sich rund um den Pazifischen Feuerring.

Das jüngste Beben ereignete sich am 15. August um 4.58 Uhr Ortszeit nahe Flores. Indonesiens Meteorologiebehörde BMKG setzte die Stärke nachträglich auf 7,7 bei 15 Kilometern Tiefe. Der US Geological Survey meldete ebenfalls 7,7, gab die Tiefe aber mit zehn Kilometern an.

Sumatra-Beben spürbar in Südthailand

KRABI – Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Freitag um 17.54 Uhr im Norden der indonesischen Insel Sumatra die Erde erschüttert. Die Erschütterungen wurden nach Angaben der thailändischen Meteorologiebehörde auch in Songkhla, Trang, Krabi, Phuket und Satun wahrgenommen. Berichte über Risse an Betonhäusern an Hängen in Krabi werden untersucht.

Das Epizentrum lag nach Angaben der thailändischen Meteorologiebehörde rund 417 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Satun. Die Behörde gab die Tiefe mit 175 Kilometern an. Die US-Erdbebenwarte USGS führte das Ereignis mit einer Magnitude von 6,9 nahe Pematangsiantar in Nordsumatra.

In Südthailand meldeten Menschen schwankende Gegenstände, vibrierende Fenster und Schwindelgefühl. Die thailändische Meteorologiebehörde teilte mit, das Ereignis habe die Voraussetzungen für eine Warnmeldung über das Cell-Broadcast-System nicht erfüllt.

Behörden prüfen Ursache der Risse

Mehrere Betonhäuser in Hanglage in Krabi sollen Risse aufweisen. Nach lokalen Berichten prüfen die zuständigen Stellen, ob diese Schäden mit den Erschütterungen in Verbindung stehen. Eine offizielle Bestätigung für einen Zusammenhang lag zunächst nicht vor.

Die Zeitung Khaosod berichtete unter Berufung auf das Department of Mineral Resources, das Beben sei durch die Subduktion der Indo-Australischen Platte unter die Eurasische Platte ausgelöst worden. Offiziell bestätigte Schäden in Thailand wurden zunächst nicht gemeldet. Wochenblitz berichtet weiter, sobald neue Informationen vorliegen.

Keine Vorhersage für Thailand

Der Nationale Forschungsrat Thailands und das thailändische Erdbebenforschungszentrum EARTH veröffentlichten die Übersicht, um das Verständnis für Erdbeben zu verbessern und die Bevölkerung auf richtiges Verhalten vorzubereiten, ohne unnötige Beunruhigung zu verursachen.

Weltweite Erdbebeninformationen dienen der Beobachtung und Bewertung von Risiken. Den genauen Zeitpunkt, Ort und die Stärke eines Erdbebens können Fachstellen derzeit nicht zuverlässig im Voraus bestimmen.

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EARTH

Thailand hat 16 aktive Störungsgruppen

Nach Angaben des Departments für Bodenschätze gibt es in Thailand 16 Gruppen aktiver geologischer Störungen. Dazu zählen unter anderem Mae Chan, Mae Lao, Mae Ing, Mae Hong Son, Ranong, Khlong Marui und Si Sawat.

Gemeinden in der Nähe dieser Störungen sollten dauerhaft vorbereitet sein. Wie stark ein Beben wahrgenommen wird, hängt auch vom Untergrund und von der Bauweise der Gebäude ab.

Hochhäuser können lange schwingen

Menschen in Hochhäusern können das lang anhaltende Schwanken eines Gebäudes nach einem weit entfernten Beben manchmal deutlicher spüren. Hohe Gebäude reagieren stärker auf langperiodische Erdbebenwellen.

Starkes Schwanken allein zeigt deshalb nicht, wie groß die Gefahr ist. Bewohner sollten Abstand zu Fenstern und herabhängenden Gegenständen halten und während der Erschütterungen weder Treppenhäuser noch Aufzüge stürmen.

Was während des Bebens zu tun ist

Bei Beginn der Erschütterungen sollten Menschen zu Boden gehen, Kopf und Nacken schützen und unter einem stabilen Tisch oder einer anderen festen Deckung Schutz suchen. Dabei gilt es, sich festzuhalten.

Fenster, Glas, Schränke, Regale und andere Gegenstände mit Sturzgefahr müssen gemieden werden. Wer sich in einem Gebäude befindet, sollte ruhig bleiben, bis die Bewegung endet.

Gebäude erst nach dem Beben verlassen

Nach dem Ende der Erschütterungen sollen Bewohner das Gebäude ruhig verlassen und den Anweisungen der Behörden folgen. Schäden am Gebäude und an seinen Anlagen sollten erst danach geprüft werden.

Bei schweren Schäden darf niemand zurückkehren, bevor qualifizierte Fachleute die Struktur untersucht haben. Auch in Hochhäusern sollten Bewohner nicht allein anhand des Schwankens über die Gefahr urteilen.

Tsunami-Zeichen an der Andamanenküste

Bewohner und Touristen an Thailands Andamanenküste sollten die natürlichen Warnzeichen eines Tsunamis kennen. Dazu gehören starke oder lang anhaltende Erschütterungen, ein ungewöhnlicher Anstieg oder Rückzug des Meeres sowie abnorme Geräusche aus Richtung Ozean.

Wer solche Zeichen bemerkt, sollte sich so schnell wie sicher möglich auf höheres Gelände oder weiter ins Landesinnere begeben. Auf eine offizielle Warnung sollte nicht gewartet werden, weil ein küstennah erzeugter Tsunami schnell eintreffen kann und die erste Welle nicht die größte sein muss.

Notfalltasche für jeden Haushalt

Jeder Haushalt sollte eine Notfalltasche mit Trinkwasser, verzehrfertigen Lebensmitteln, regelmäßig benötigten Medikamenten und einem Erste-Hilfe-Set bereithalten. Auch eine Taschenlampe, eine Pfeife, ein Radio oder Mobiltelefon mit Powerbank sowie Kopien wichtiger Dokumente gehören hinein.

Für Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Haustiere sollten Familien eigene Vorräte einplanen. Ein Treffpunkt und Absprachen zur Kontaktaufnahme sollten vorab festgelegt werden.

Fluchtwege und Möbel sichern

Schränke, Regale, Elektrogeräte und andere schwere Gegenstände sollten an der Wand befestigt werden. Schwere Dinge gehören nicht über Betten oder in die Nähe von Ausgängen.

Lesen Sie auch: Tote nach Erdbeben – Auch in Thailand spürbar

Haushalte, Schulen, Arbeitsplätze, Krankenhäuser und Gemeinden sollten Fluchtwege prüfen und regelmäßig an Erdbebenübungen teilnehmen. Für die aktuelle Lage sollen die Hinweise des Meteorologischen Dienstes, des Departments für Katastrophenschutz und -hilfe, des Nationalen Katastrophenwarnzentrums und der örtlichen Behörden beachtet werden.

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Quelle: Nation Thailand
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