Steuer-Hammer in Thailand: Boni für saubere Autos

Die Steuerhilfe soll Verbrenner, Hybride und Elektroautos umfassen. Entscheidend für die Einstufung soll der CO2-Ausstoß sein, während Thailand heimische Produktion, Investitionen und Exporte stärken will.

Steuer-Hammer in Thailand: Boni für saubere Autos
Nation

BANGKOK – Thailand erwägt niedrigere Verbrauchsteuern für Hersteller, die im Land Produktionsstandorte aufbauen, heimische Rohstoffe und Bauteile nutzen oder mit der Fertigung für den Export begonnen haben. Die geplanten Anreize sollen etablierten und neuen Herstellern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektrofahrzeugen offenstehen. Als Maßstab für die Einstufung soll der CO2-Ausstoß dienen.

CO2-Ausstoß soll über die Steuerhilfe entscheiden

Das Finanzministerium will die Förderung nicht auf eine bestimmte Antriebsart beschränken. Nach den Plänen der Verbrauchsteuerbehörde soll vor allem zählen, wie viel CO2 ein Fahrzeug ausstößt.

Damit sollen bestehende Hersteller von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nicht übermäßig belastet werden. Gleichzeitig soll die Branche schrittweise auf sauberere Energien und Technologien umsteigen.

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Verbrenner-Hersteller bekommen Übergang zu Hybridtechnik

Die geplante Steuerstruktur soll nicht nur batterieelektrische Fahrzeuge erfassen. Auch Hersteller herkömmlicher Fahrzeuge könnten Unterstützung für den Wechsel zu Hybridmodellen erhalten.

Genannt werden Hybridfahrzeuge, Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit verlängerter Reichweite. So könnten Montagewerke und Zulieferer ihre bisherigen Fähigkeiten und Kompetenzen weiter nutzen und zugleich die Beschäftigung sichern.

Steuerprüfung soll Batterien und weitere Bauteile erfassen

Die Verbrauchsteuerbehörde prüft auch die Verbrauchsteuer auf Produkte für Umweltschutz und saubere Energie. Im Mittelpunkt stehen Bauteile für die Fahrzeugproduktion, darunter Batterien.

Die Prüfung könnte auf weitere Produkte ausgeweitet werden, die bereits ab Beginn der Herstellung zur Lösung von Umweltproblemen beitragen. Unterstützt werden soll, was möglichst geringe CO2-Emissionen verursacht.

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EV-Programme brachten Hersteller und Investitionen nach Thailand

Mit den Programmen EV 3.0 und EV 3.5 wollte Thailand Verbraucher mit der Elektrofahrzeugtechnik vertraut machen. Hersteller mussten dafür Produktionsanlagen im Land errichten und durften sich nicht allein auf den Import komplett gebauter Fahrzeuge stützen.

Nach Angaben der Verbrauchsteuerbehörde haben inzwischen rund acht bis zehn große Elektrofahrzeug-Hersteller Produktionsstandorte in Thailand aufgebaut, darunter BYD und MG. Im Land sind etwa 170.000 Elektrofahrzeuge unterwegs.

140 Milliarden Baht und 25.000 neue Arbeitsplätze

Die Investitionen in die Elektrofahrzeug- und Autoteile-Industrie summieren sich auf 140 Milliarden Baht. Die mögliche Produktionskapazität liegt bei bis zu 380.000 Fahrzeugen pro Jahr.

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Nach Angaben der Verbrauchsteuerbehörde entstanden dabei mehr als 25.000 Arbeitsplätze. Die bisher erreichten Ziele sollen nach dem Willen des Finanzministeriums nicht das Ende der Entwicklung sein. Die drei Prioritäten wurden der Verbrauchsteuerbehörde von Vizepremierminister und Finanzminister Ekniti Nitithanprapas vorgegeben.

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Importe sollen langfristige Investitionen anlocken

Thailand will sich in der nächsten Phase nicht auf den Import komplett gebauter Elektrofahrzeuge für den heimischen Verkauf beschränken. Einfuhrmodelle sollen auch genutzt werden, um langfristige Investitionen anzuziehen.

In einer ersten Phase könnten Hersteller neue Modelle mit fortschrittlicher Technik für Studien und Testeinsätze nach Thailand bringen. Danach soll die technologische Entwicklung vorangetrieben werden, bevor die Produktion im Land beginnt.

Thailand will Exportzentrum für Elektrofahrzeuge werden

Thailand war früher ein bedeutender Produktions- und Exportstandort für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und trug den Beinamen „Detroit Asiens“. Nun soll die Produktionskapazität ausgebaut werden.

Als nächstes Ziel nennt die Verbrauchsteuerbehörde ein regionales Exportzentrum für Elektrofahrzeuge und umweltfreundliche Fahrzeuge. Damit soll die Autoindustrie für die nächste Entwicklungsphase gestärkt werden.

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Heimische Zulieferer sollen mehr Technik entwickeln

Die Verbrauchsteuerbehörde will thailändische Lieferketten und Hersteller dazu bringen, ihre Fähigkeiten auszubauen und mehr hochwertige heimische Materialien und Bauteile zu verwenden. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Investoren soll dabei eine größere Rolle spielen.

Die Industrie soll sich nicht auf einfache Arbeiten wie das Nähen von Ledersitzen oder die Herstellung von Gummiteilen beschränken. Ziel ist die Entwicklung wichtiger Technologien für Systeme von Elektrofahrzeugen sowie mehr ausländische und heimische Investitionen.

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Quelle: Nation (Business) Thailand

Ein Kommentar zu „Steuer-Hammer in Thailand: Boni für saubere Autos

  1. Zieht ma entlich l die stinkenden alte Pickups und die 60 jährigen uralten staatlichen Busse mit starker russentwicklung in Bangkok aus dem Verkehr…die sind sowie illegal zugelassen, in meinen Augen einfach Schrott…

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