Chachoengsao: 4 Leichen auf illegalem Friedhof

Vier Leichen auf illegalem Friedhof entdeckt! Behörden stoppen Verlegung und prüfen Identitäten, Todesursachen und rechtliche Unterlagen.

Chachoengsao: 4 Leichen auf illegalem Friedhof
ThaiRath

Chachoengsao, Thailand – Auf einem nicht genehmigten jüdischen Friedhof in Bang Khla sind vier Leichen entdeckt worden, deren Bestattung den Behörden nicht gemeldet wurde. Der stellvertretende Innenminister Phonphir Suwannachiw ordnete an, die Verlegung der Leichen vorerst zu stoppen und zuerst Identität, Todesursache und rechtliche Unterlagen zu prüfen. Bis zum 13. September soll ein Fortschrittsbericht vorliegen.

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Vier Leichen ohne Meldung an die Behörden

Bei einer Kontrolle des „Jewish Cemetery Thailand“ im Bezirk Bang Khla stellten die Behörden fest, dass der Ort keine Genehmigung für den Betrieb eines Friedhofs oder Krematoriums besitzt. Nach Angaben des stellvertretenden Innenministers ist der Ort auch kein Ort, an dem religiöse Zeremonien abgehalten werden.

Drei Gräber waren bereits mit Beton verschlossen und trugen Namen auf Marmorplatten. Die Angaben nennen als Todesjahre 2023, 2025 und 2026. Eine weitere Leiche lag in einem mit einem Netz abgedeckten Zelt, das Grab war noch nicht mit Beton verschlossen.

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Verlegung erst nach Identitätsprüfung

Die Behörden wollen zunächst klären, ob es sich bei allen vier Toten tatsächlich um Ausländer und um die Personen handelt, deren Namen auf den Gräbern stehen. Die örtlichen Verwaltungsstellen und die Kommunalbehörden hatten zuvor keine Meldungen über die Todesfälle erhalten.

Das Innenministerium beauftragte die zuständigen Behörden gemeinsam mit dem Gesundheitsdienst, die Todesursachen zu prüfen. Dabei soll geklärt werden, ob die Menschen eines natürlichen Todes, durch einen Unfall oder durch eine Straftat starben. Die Firma muss vor einer möglichen Verlegung Unterlagen zur Identität und zur Todesursache vorlegen.

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Behörden prüfen Einreise und Aufenthaltsstatus

Die Provinz soll außerdem die Einwanderungsbehörde einschalten. Geprüft werden sollen die Staatsangehörigkeit der vier Toten, ihre Einreise nach Thailand, die Art ihrer Visa und die Todesumstände.

Der stellvertretende Innenminister warnte vor dem Fall, dass sich unter den Bestatteten thailändische Staatsbürger befinden könnten, die unter falschem Namen beigesetzt wurden. Die Verlegung oder Bestattung von Leichen ohne Einschaltung eines Krankenhauses, Obduktion und Sterbeurkunde könne nicht außerhalb der gesetzlichen Regeln erfolgen.

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Geplante Verlegung nach Charoen Krung

Das Unternehmen möchte die Leichen auf einen Friedhof im Bangkoker Stadtteil Charoen Krung verlegen. Dort gibt es eine gepachtete Fläche des Unternehmens und nach Behördenangaben bereits rund 49 Gräber israelischer Staatsbürger.

Auch dieser Standort soll überprüft werden. Die Behörden wollen rückwirkend feststellen, wem die dort beigesetzten Personen zuzuordnen sind, wie sie nach Thailand kamen und woran sie starben. Eine Verlegung kommt erst infrage, wenn der Standort und die Dokumente geprüft wurden.

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Genehmigung aus dem Jahr 2021 wird untersucht

Die Provinzverwaltung soll klären, unter welchen Bedingungen der Standort im Jahr 2021 eine Genehmigung erhielt. Dabei geht es um die damaligen Unterlagen, die geografische Lage und die Frage, ob alle Voraussetzungen für eine Friedhofsgenehmigung erfüllt waren.

Die Genehmigung wurde 2023 nicht verlängert. Nach Angaben des Bezirksamts könnten einige Straßen damals noch nicht als öffentliche Straßen oder Fernstraßen eingestuft gewesen sein. Die heutige Nutzung ohne Genehmigung sei jedoch eindeutig rechtswidrig. Die Provinz will ihre Feststellungen an das Verwaltungsgericht übermitteln, wo bereits eine Klage anhängig ist.

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Grundstück und Geschäftsverbindungen im Visier

Das Grundstück umfasst etwa 15 Rai und soll rund 20 Millionen Baht wert sein. Als Käufer wird die Firma การชาบัต genannt. Drei israelische Anteilseigner, die inzwischen die thailändische Staatsangehörigkeit besitzen, dürfen nach den geltenden Regeln Land erwerben.

Die Anteilseigner sollen zugleich Verbindungen zu einem Betrieb in Patong auf Phuket und zu Geschäftsnetzwerken in Chonburi haben. Dort haben der Justizminister, der stellvertretende Innenminister Worasis Liangprasit und die Sonderermittlungsbehörde DSI bereits Durchsuchungen durchgeführt. Die DSI hat nach Behördenangaben Vorladungen ausgestellt.Bei nachgewiesenen Verstößen könnten Vermögenswerte beschlagnahmt, die thailändische Staatsangehörigkeit entzogen und die Betroffenen aus dem Land ausgewiesen werden.

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Ermittlungen zu möglichen Strohmännern

Am Friedhof in Chachoengsao wurde bislang kein Grundtatbestand für Geldwäsche festgestellt. Für das Netzwerk in Chonburi sehen die Behörden jedoch Hinweise auf den Einsatz von Strohmännern beim Besitz von Grundstücken, Hotels, Immobilien und weiteren Geschäften.

Das Innenministerium, die Verwaltungsbehörden, die DSI, die Geldwäschebekämpfungsbehörde, die Antikorruptionsstelle und das Handelsministerium ermitteln seit etwa einem Monat gemeinsam. Bei einer Sitzung im Regierungssitz sollen die Ergebnisse zusammengetragen und dem Ministerpräsidenten vorgelegt werden.

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Provinz muss binnen sieben Tagen Pläne vorlegen

Nach Ablauf einer siebentägigen Anordnung des Provinzgouverneurs muss die Provinz vorbereitet sein, falls die Besitzer die Leichen nicht verlegen. Dazu gehören Pläne für eine mögliche Entfernung der Gräber, die Kosten, ein beauftragtes Unternehmen und einen geeigneten Ort für die erneute Bestattung.

Bis Sonntag um 16 Uhr sollen die Behörden außerdem klären, ob Angehörige über den Tod informiert wurden. Einen Fortschrittsbericht zur gesamten Prüfung des Friedhofs verlangte der stellvertretende Innenminister bis zum 13. September.

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Thailand soll Friedhöfe landesweit erfassen

Das Innenministerium will die Kontrollen auf Friedhöfe im ganzen Land ausweiten. Jede Provinz soll ihre Friedhöfe und Krematorien erfassen und angeben, ob eine Genehmigung vorliegt. Die Daten sollen nach Religionsgruppen geordnet werden.

Die Verwaltungsbehörden sollen dafür eine digitale Datenbank mit verlässlichen Gesamtzahlen aufbauen. Werden weitere Verstöße gegen das Friedhofs- und Krematoriumsgesetz von 1982 oder andere Vorschriften festgestellt, sollen die zuständigen Stellen Verfahren einleiten.Der Minister hielt die im Gesetz vorgesehene Geldbuße von 2.000 Baht für nicht ausreichend und ordnete die Prüfung weiterer Vorwürfe an.

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Weitere Prüfung gegen beteiligte Amtsträger

Der stellvertretende Innenminister wies außerdem auf einen anderen Fall vom 8. August 2026 hin. Bei einer Kontrolle eines illegalen Unterhaltungslokals waren Drogen und Minderjährige unter dem vorgeschriebenen Alter entdeckt worden. Lokale Amtsträger sollen in den Fall verwickelt gewesen sein.

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Die Provinz soll die mögliche Verantwortung der Amtsträger beschleunigt prüfen und Disziplinarmaßnahmen sowie rechtliche Schritte einleiten. Ziel ist, zu verhindern, dass Personen, die gegen Vorschriften verstoßen haben, weiter im Amt bleiben und regulär Gehalt beziehen.

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Quelle: Thairath

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