BANGKOK, Thailand – Lisas Auftritt mit einem thailändischen Bier in einer ausländischen Talkshow hat in Thailand eine Debatte über die geltenden Werberegeln ausgelöst. Pheu-Thai-Politiker Chanin Rongthanakiet fordert die zuständigen Behörden auf, die noch ausstehenden Ausführungsregeln zum Alkoholgesetz schneller zu erlassen. Davon könnten auch kleinere thailändische Hersteller profitieren.
Lisas Bierauftritt sorgt für Streit über die Rechtslage
Lisa hatte in einer ausländischen Talkshow ein thailändisches Bier getrunken. Nachdem ein Clip daraus weiterverbreitet wurde, diskutierten Nutzer in sozialen Medien, ob dies nach thailändischem Recht als Verstoß gelten könnte.
Chanin Rongthanakiet, stellvertretender Generalsekretär der Pheu-Thai-Partei, sieht das Hauptproblem in der fehlenden Klarheit der gesetzlichen Vorgaben.
Neue Regel erlaubt mehr Informationen über Alkohol
Als stellvertretender Vorsitzender des Sonderausschusses zur Überarbeitung des Gesetzes erklärte Chanin, das Parlament habe den entsprechenden Paragrafen 32/1 geändert. Werbung für Alkohol bleibt demnach verboten, erlaubt sind aber Informationen, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit nach den vom zuständigen Minister auf Empfehlung des Ausschusses festgelegten Vorgaben.
Die genauen Regeln müssen noch festgelegt werden. Das überarbeitete Gesetz wurde nach den Angaben Chanins am 8. November des Vorjahres verabschiedet und verkündet, die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen sind bislang jedoch nicht fertig.
Parlament sieht Chancen für kleine Hersteller
Hinter der Gesetzesänderung steht nach Chanins Darstellung die Einschätzung des Parlaments, dass Alkoholprodukte zur Tourismuswirtschaft beitragen und landwirtschaftliche Erzeugnisse weiterverarbeitet werden können.
Wenn Hersteller ihre Produkte klarer vorstellen dürfen, sollen davon thailändische Marken profitieren, vor allem kleinere Betriebe. Sie könnten dadurch die Wirtschaft an der Basis stärken und in einem größeren Markt wachsen.
Frist läuft bis zum 8. November
Das Gesetz sieht vor, dass die nachgeordneten Vorschriften innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden. Als Frist nennt Chanin den 8. November.
Er fordert die zuständigen Behörden auf, die Arbeit zu beschleunigen. Damit sollen Unsicherheiten in der Bevölkerung verringert und Unternehmen schneller neue Geschäftsmöglichkeiten erhalten.
Lesen Sie auch: Strafen wegen Alkohol-Social-Media-Posts? (Video)
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

die sollten mal die Kirche im Dorf lassen. Das war eine ausländische Talkshow. Eine Sendung im Ausland, da gilt kein thailändisches Recht.