Bangkok – Thailand steht wegen eines massiven Einbruchs kambodschanischer Arbeitskräfte unter Druck: Die Zahl sank von rund 550.000 auf 194.000, die Handelskammer fordert beschleunigte Arbeitserlaubnis-Erneuerungen, weil vor allem die Obstindustrie im Osten und andere Schlüsselbranchen bedroht sind.
Starker Rückgang kambodschanischer Arbeiter belastet die Wirtschaft
Thailand beschäftigt insgesamt etwa 3,9 Millionen Wanderarbeiter, doch die Zahl der kambodschanischen Beschäftigten fiel von rund 550.000 auf etwa 194.000.
Wiboon Suphakarnpongkul, stellvertretender Vorsitzender der Thai Chamber of Commerce, erklärte, viele seien nach einem Grenzzusammenstoß mit Kambodscha im letzten Jahr zurückgekehrt.
Herstellungs- und Agrarsektor drohen Störungen
Die Handelskammer warnt, dass der Arbeitskräftemangel Fertigung und Landwirtschaft stören könnte und so die ohnehin durch hohe Energiepreise belastete Wirtschaft weiter trifft.
Ein Engpass könnte auch die Logistik beim Reisexport beeinträchtigen und kambodschanische Arbeiter ihren legalen Status verlieren, wenn Arbeitserlaubnisse nicht rechtzeitig erneuert werden.
Östliche Obsternte im Wert von 200 Milliarden Baht gefährdet
Die Obstindustrie im Osten Thailands hat einen jährlichen Wert von etwa 200 Milliarden Baht und ist stark von kambodschanischen Arbeitskräften abhängig.
Die Erntezeit beginnt Ende April und dauert rund fünf Monate; fehlende Arbeitskräfte drohen Qualitätseinbußen und verpasste Erntefenster.
Erneuerungen stocken wegen Sicherheitsbedenken
Viele Arbeitserlaubnisse sind abgelaufen oder laufen bald aus, doch ihre Erneuerung verzögert sich nach Angaben der Handelskammer wegen angeblicher Sicherheitsbedenken.
Die thailändische Regierung steht unter wachsendem Druck, die Verzögerungen zu beheben, damit es nicht zu weiteren Produktions- und Erntestörungen kommt.
Kurzfristiger Vorschlag: Verlängerung um drei bis sechs Monate
Die Privatwirtschaft schlägt vor, Arbeitserlaubnisse für kambodschanische Beschäftigte kurzfristig um drei bis sechs Monate zu verlängern, um Unterbrechungen abzufedern.
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Dieser Vorschlag soll verhindern, dass Arbeiter ihren legalen Status verlieren und wichtige Sektoren während kritischer Phasen lahmgelegt werden.
Langfristige Lösung: neue Abkommen mit weiteren Herkunftsländern
Als längerfristige Strategie strebt die Privatwirtschaft neue Abkommen an, um Arbeitskräfte aus Ländern wie Sri Lanka, Bangladesch und Indonesien zu gewinnen, berichtete die Bangkok Post.
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Das gehört eben zur Politik der Patrioten mit dazu. 🤐
Geht schon,
wenn Thai’s mal selbst arbeiten würden,schwer arbeiten ist für manche nichts
Da muss ich dir recht geben, schwer arbeiten können nur die DACHler. Lebe schon eine Weile hier und habe noch nie einen Thai gesehen, der schwer arbeitet. Einbildung ist auch eine Bildung, gell, Markus, oder wie du heißt.
ThaiTom!!! In welcher Berufsschwarte arbeiten die Thai´s schwer? Straßenbau-Fremdarbeiter. Landwirtschaft im großen Stil-Fremdarbeiter. Baugewerbe-Fremdarbeiter. Habe ich noch was vergessen?
Für meine hiesige Thai-Familie, 3 Erwachsene, 2 Schulkinder beginnt der Arbeitstag, zumeist 7 Tage die Woche vor 6 Uhr in deren Fleischerei. Nach einer ausgedehnten Mittagspause geht es Nachmittags an deren 3 Suppen- und Imbissstände und vor 22 Uhr kommt keiner von denen heim. Um die Kinder und Schule kümmere ich mich. Es ist eine selten überhebliche Arroganz und Ignoranz pauschal zu behaupten Thailänder würden nicht schwer arbeiten. Was mir sonst noch zu so einem Kommentar einfällt lasse ich lieber sein. Würde sowieso wegmoderiert.
Dem Kommentar kann ich mich nur anschließen. Bei uns sieht es ähnlich aus, sogar die über 75-jährigen Eltern meiner Frau sind noch täglich am Mitarbeiten.
Suppen und Imbissstand mit den Straßenbau zu vergleichen ist schon eine Frechheit.Lasse sie mal bei 35 Grad im Schatten,Straße bestimmt 60 Grad – 12 Stunden arbeiten. Du hast anscheinend null Ahnung von diesem Gewerbe.