BANGKOK – Ein chinesischer Staatsbürger, der mit einem dreisten Anlagebetrug Dutzende Menschen um ihr Geld gebracht haben soll, ist in Bangkok ins Netz der Einwanderungspolizei gegangen. Der 28-jährige Chen Zh soll Anlegern mit einem Haustiergeschäft Traumrenditen von bis zu 30 Prozent versprochen haben. Nachdem mehr als 30 Personen auf die Masche hereinfielen und den Laden dichtmachte, setzte er sich nach Thailand ab. Jetzt sitzt er in Abschiebehaft und soll nach China zurückgebracht werden.
Das versprochene Tierparadies entpuppte sich als Luftnummer
Laut den Ermittlern betrieb Chen in Wuhan den „Miao Dun Pet Life Store“. Im schicken Xinli Amber Garden im Bezirk Hanyang gaukelte er Kunden vor, in den Verkauf lebender Haustiere investieren zu können.
Saftige Renditen zwischen 15 und 30 Prozent soll er den Anlegern versprochen haben. Doch die Behörden stellten klar: Dieses Geld haben die Investoren nie gesehen. Stattdessen soll Chen das Geschäft einfach geschlossen haben.
Nach der Flucht bat China thailändische Polizei um Hilfe
Bereits am 13. November 2024 erließ das Büro für öffentliche Sicherheit des Bezirks Hanyang einen Haftbefehl gegen den 28-Jährigen. Der Vorwurf: illegale Annahme öffentlicher Einlagen. Chen aber war zu diesem Zeitpunkt längst über alle Berge.
Das Büro des Polizeiattachés Chinas in Thailand schaltete sich ein und bat die thailändischen Beamten offiziell um Unterstützung. Ziel war es, den untergetauchten Mann in Bangkok aufzuspüren und dingfest zu machen.
Zugriff im Hotel nach Visum-Widerruf
Thailändische Einwanderungsbeamte bestätigten zunächst, dass Chen legal ins Land eingereist und seine Aufenthaltserlaubnis gültig war. Nach der Prüfung des internationalen Haftbefehls zogen sie jedoch die Reißleine und widerriefen sein Visum.
Ermittler der Einwanderungsbehörde spürten Chen schließlich in einem Hotel im Sutthiporn-Gebiet an der Prachasongkhro Road im Bezirk Din Daeng auf. Ohne Gegenwehr klickten die Handschellen. Polizeigeneralleutnant Phanumas Boonyalak und Generalmajor Phanop Worathanatchakul gaben die Festnahme am 12. Juni offiziell bekannt.
Jetzt sitzt er in Abschiebehaft
Nach seiner Festnahme wurde Chen unverzüglich an die dritte Ermittlungsabteilung des Einwanderungsbüros überstellt. Dort bleibt er, bis alle Formalitäten für seine Rückführung abgeschlossen sind.
Die thailändischen Behörden betonten, dass der mutmaßliche Betrüger so schnell wie möglich nach China ausgeflogen wird. Dort muss er sich dann vor Gericht für die geplatzten Haustier-Träume verantworten.



Und wieder einmal wird dokumentiert, dass die thailändische Immigration ihre eigentliche Arbeit nicht macht. Da braucht es schon einen chinesischen Polizeiattaché damit diese in die Hufe kommen. Dabei hätte es nur einen Abgleich der Internationalen Haftbefehle und der Datenbank der Immigration gebraucht um festzustellen, dass sich der Gesuchte mit Visum im Land befindet. Das können sie nicht, aber alte Rentner mit Bürokratie überschütten.