Eine Bar steht nach einem viralen Video unter Druck: Ein Manager soll einer jungen Kundin wegen einer offenen Rechnung den Kopf rasiert haben. Die Rechnung belief sich laut Berichten auf 60.000 Baht. Nun werden eine polizeiliche Untersuchung und eine Prüfung des Wohlergehens der Frau gefordert.
Manager rasiert Frau wegen 60.000-Baht-Rechnung
Das Video zeigt, wie der Bar-Manager der Kundin mit einer Haarschneidemaschine den Kopf rasiert. Anschließend brachte er sie zu einer Polizeistation und beschuldigte sie, eine Rechnung nicht bezahlt zu haben.
Chalida Phalamat von der Pen Nueng Foundation machte den Fall am 27. August öffentlich. Sie teilte am 27. August Aufnahmen des Vorfalls.
Bar spricht von gefälschter Identität
Nach Darstellung der Bar soll die Frau am 25. August mit einem gefälschten Ausweis in das Lokal gelangt sein. Sie habe kein Geld gehabt, um die Rechnung zu begleichen.
Die Bar erklärte außerdem, die Frau habe bereits in mehreren Lokalen versucht, Rechnungen nicht zu bezahlen. Einige Personen behaupten, dies sei wiederholt geschehen.
Vertrag über abgeschnittenes Haar
Der Manager soll die Frau einen Vertrag unterschreiben lassen haben. Darin habe sie zugestimmt, ihr vom Ansatz bis zu den Spitzen geschnittenes Haar für 3.000 Baht zu verkaufen.
Chalida zeigte Verständnis für die finanziellen Verluste der Bar und die Verantwortung des Managers für seine Beschäftigten. Das Abrasieren der Haare nannte sie jedoch überzogen und rechtswidrig.
Streit über Einwilligung und Haarspende
Chalida stellte infrage, ob die Zustimmung der Frau unter diesen Umständen freiwillig gewesen sei. Sie bezweifelte auch die Erklärung der Bar, die Rasur habe einer Haarspende gedient, weil das Haar zuvor bereits mit einer Schere gekürzt worden sei.
Nach Angaben von Chalida sagte der Manager, er wolle die Familie der Frau kontaktieren, sich entschuldigen und Entschädigung leisten. Chalida fragte zugleich, warum die Bar nicht einfach Anzeige erstattet habe.
Mutter kündigt Polizeibericht an
Chalida bat das Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit, das Wohlergehen der Frau zu prüfen. Nach ihren Angaben könnte sie unter 20 Jahre alt sein; unklar sei auch, ob sie minderjährig ist oder psychische Probleme hat.
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Die Mutter widersprach inzwischen der Darstellung der Bar. Sie sagte, sie habe angeboten, die Rechnung in Raten zu bezahlen, sei aber abgewiesen worden, und kündigte an, ihre Tochter am Freitag zur Polizeiwache Bang Yai Khan zu bringen um Anzeige zu erstatten. Außerdem berichtete sie von Anzeichen körperlicher Gewalt, darunter Blutergüsse.

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