KANCHANABURI, THAILAND – Eine 32-jährige Thailänderin bittet nach einem mutmaßlichen Säureangriff für sich und ihre elfjährige Tochter um Schutz. Die Frau erlitt am 27. August chemische Verbrennungen an rund zehn Prozent ihres Körpers und wird in ernstem Zustand im Krankenhaus in Kanchanaburi behandelt.
Säure im fahrenden Auto
Nach Angaben der Frau lud ihr Partner sie gegen 3.30 Uhr zu einer Fahrt ein. Während der Fahrt stritten sie sich, woraufhin der Mann einen Freund angerufen haben soll.
Der Freund soll der Frau ein Tuch auf Mund und Nase gedrückt haben.Der Freund soll ein ehrenamtlicher Rettungshelfer gewesen sein. Sie gab an, sie habe eine Betäubung durch das Tuch vermutet und deshalb so getan, als verliere sie das Bewusstsein.
Flucht nach einem Unfall
Auf einer Umgehungsstraße soll der Partner bemerkt haben, dass die Frau nur vorgab, bewusstlos zu sein. Nach einem weiteren Streit soll sein Freund angeblich Säure über sie gegossen haben.
Der Partner fuhr nach ihrer Darstellung weiter, bis das Auto gegen eine Leitplanke prallte. Die Frau konnte nach dem Unfall fliehen; ein vorbeifahrendes Krankenhausfahrzeug hielt an und half ihr.
Behandlung im Krankenhaus
Die Frau wird im Phahon-Phon-Phayuhasena-Krankenhaus behandelt. Die chemischen Verbrennungen betreffen nach den vorliegenden Angaben rund zehn Prozent ihres Körpers.
Eine Gruppe von Behördenvertretern besuchte sie im Krankenhaus, um sich nach ihrem Zustand zu erkundigen und Informationen zu dem Vorfall zu sammeln. Ihr Partner soll bei dem Unfall ebenfalls verletzt und nach einer Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden sein.
Sie wollte die Beziehung beenden
Die Frau sagte, sie habe mehr als zehn Jahre mit ihrem Partner zusammengelebt. Gemeinsam haben sie eine elfjährige Tochter; die Frau bezeichnete sich als seine Geliebte und erklärte, seine Ehefrau und seine Familie hätten immer von der Beziehung gewusst.
Probleme hätten begonnen, als sie die Beziehung beenden und ein neues Leben starten wollte.Sie sagte außerdem, er sei bei Wut oft gewalttätig geworden. Ihr Partner soll dies abgelehnt, sie nicht gehen lassen und sie bedroht haben; zudem soll er ihr schon früher mit dem Tod gedroht haben.
Polizei sammelt Beweise
Die Frau wandte sich an die örtlichen Behörden, weil sie um ihre Sicherheit fürchtet und eine faire Untersuchung verlangt. Sie äußerte auch die Sorge, ihr Partner könne wegen seiner angeblichen Verbindungen einer Strafverfolgung entgehen.
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Der Bezirkschef von Mueang Kanchanaburi, Somboon Phaensomboon, erklärte, die Polizei befrage Zeugen und sammle Beweise. Behörden sollen die Frau und ihre Tochter nach der Entlassung regelmäßig an ihrer Unterkunft überprüfen und für ihren Schutz sorgen.

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