Buriram sucht Schutz vor KĂ€lte

đŸ§„ Die Temperaturen fallen – und plötzlich drĂ€ngen Tausende in Buriram zu den MarktstĂ€nden mit gebrauchten Jacken. Ist das nur der Beginn des Winters
 oder ein deutliches Zeichen wirtschaftlicher Not?

Buriram sucht Schutz vor KĂ€lte
Surachai Piragsa, Bangkok Post

BURIRAM – WĂ€hrend Deutschland in klirrender KĂ€lte versinkt, erlebt Thailand einen ungewöhnlichen KĂ€lteeinbruch. In der Provinz Buriram stĂŒrzen sich die Menschen auf gebrauchte Winterjacken. Die Preise: unglaubliche 20 bis 250 Baht (0,50 bis 6 Euro)!

22 Grad lassen ThailÀnder frieren

Was fĂŒr EuropĂ€er wie Sommer klingt, ist fĂŒr die Bewohner Nordost-Thailands bereits eisige KĂ€lte. Bei Temperaturen um 22 Grad Celsius stĂŒrmen Studenten, Geringverdiener und Angestellte die NachtmĂ€rkte.

Sie alle suchen dasselbe: Erschwingliche Winterkleidung. In den örtlichen MÀrkten der Buriram Municipality herrscht derzeit GoldgrÀberstimmung.

Der Grund ist simpel: Neue Winterkleidung in Einkaufszentren und konventionellen MĂ€rkten ist fĂŒr viele einfach unbezahlbar geworden.

VerkÀufer Yodthong jubelt

Yodthong, ein 51-jĂ€hriger Secondhand-HĂ€ndler, kann sein GlĂŒck kaum fassen. „Meine TagesumsĂ€tze sind auf 2.000 oder 3.000 Baht gesprungen“, verrĂ€t der strahlende GeschĂ€ftsmann.

WÀhrend der Regenzeit hÀtte er an ruhigen Tagen kaum 1.000 Baht umgesetzt. Jetzt rechnet er mit einer weiteren Verdopplung der VerkÀufe.

„In besonders kalten Wintern haben die UmsĂ€tze sogar 7.000 oder 10.000 Baht pro Tag erreicht“, erinnert sich der erfahrene HĂ€ndler.

So gĂŒnstig ist Secondhand

Die Preise sind unglaublich: Eine gebrauchte Jacke gibt es schon fĂŒr 20 Baht (etwa 0,50 Euro). Selbst Top-QualitĂ€t kostet maximal 250 Baht (etwa 6 Euro).

Das ist nur ein Bruchteil der Preise fĂŒr neue Winterkleidung. Die Nachfrage ist entsprechend hoch.

Auf einem Foto ist deutlich zu sehen: Jacken werden fĂŒr 35 Baht das StĂŒck angeboten – ein SchnĂ€ppchen fĂŒr jeden, der sich gegen die KĂ€lte wappnen muss.

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Buriram sucht Schutz vor KĂ€lte
Surachai Piragsa, Bangkok Post

Hygiene wird großgeschrieben

Alle Secondhand-KleidungsstĂŒcke werden grĂŒndlich gewaschen und desinfiziert, bevor sie in den Verkauf kommen. Das betonen die HĂ€ndler immer wieder.

Die Kunden können sich also sicher sein, dass sie keine unhygienische Ware erwerben. Die Sauberkeit ist den HÀndlern extrem wichtig.

Schließlich wollen sie ihre Kunden langfristig binden – nicht nur wĂ€hrend der aktuellen KĂ€ltewelle.

Was die Wetterprognose verspricht

Der anhaltende KĂ€lteeinbruch soll nach Prognosen noch eine Weile andauern. FĂŒr die Secondhand-HĂ€ndler bedeutet das: Weitere steigende UmsĂ€tze.

Yodthong und seine Kollegen bereiten sich bereits auf den nĂ€chsten Ansturm vor. Die Lager werden aufgefĂŒllt, die StĂ€nde erweitert.

FĂŒr die Bevölkerung in Buriram sind die gĂŒnstigen Secondhand-Jacken derzeit die Rettung – ein PhĂ€nomen, das zeigt, wie unterschiedlich KĂ€lte rund um den Globus wahrgenommen wird.

Frieren oder sparen? KĂ€lte trifft hart

đŸŒŹïž Die Temperaturen sinken – und mit ihnen auch die Geldbeutel. Viele greifen in Buriram nicht zu Markenware, sondern zu gebrauchten Jacken fĂŒr 20 bis 250 Baht.

đŸ§„ FĂŒr manche ist das keine Wahl, sondern die einzige Chance, warm durch den Winter zu kommen. HĂ€ndler sprechen von RekordumsĂ€tzen – weil die Not groß ist.

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Quelle: Bangkok Post