BANGKOK, THAILAND – In Bangkok wurden vom 1. Januar bis zum 31. August 2026 41.709 Covid-19-Fälle registriert. Todesfälle gab es nicht, die höchste Krankheitsrate meldete der Bezirk Huai Khwang. Die Stadt verschärft die Überwachung und ruft die Bevölkerung zu Schutzmaßnahmen auf.
Huai Khwang meldet höchste Krankheitsrate
Nach Daten des EPI-NET wurden 38.427 Patienten ambulant behandelt, 3.282 mussten stationär aufgenommen werden. Covid-19-Fälle traten in allen Altersgruppen auf, vor allem bei Menschen im erwerbsfähigen Alter.
Auf Huai Khwang folgten bei der Krankheitsrate die Bezirke Watthana, Khlong San, Phra Nakhon und Phaya Thai. Die Stadt Bangkok beobachtet die Entwicklung weiter als saisonalen Verlauf von Atemwegserkrankungen.
Risikogruppen stehen im Mittelpunkt
Die Gesundheitsbehörden überwachen Schulen, Einrichtungen für die Betreuung kleiner Kinder, Altersheime und Krankenhäuser unter der Aufsicht Bangkoks. Verstärkt wird die Kontrolle bei Menschen ab 60 Jahren, weil Infektionen bei ihnen häufiger zu schweren Verläufen führen können.
Auch Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Kleinkinder gelten als gefährdet. Für die Versorgung stehen medizinisches Personal, Schnelltests, Betten, Medikamente und weitere notwendige Materialien bereit. Auch ein System zur Weiterleitung von Patienten steht bereit.
Elf Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Patienten vor
Die Zahl der Covid-19-Betten wurde bislang nicht erhöht. Nach Angaben der medizinischen Behörde kann Bangkok die Kapazität bei steigenden Patientenzahlen ausbauen.
Die elf Krankenhäuser der Stadt sollen die Bevölkerung aktiv über Covid-19 informieren. Dabei richtet sich die Aufklärung vor allem an Risikogruppen, ältere Menschen und bettlägerige Patienten in den Krankenhäusern und deren Umfeld.
Überwachung möglicher Virusvarianten läuft weiter
Die medizinische Behörde verfolgt die Meldungen des Notfall-Einsatzzentrums des Gesundheitsministeriums, um die Risikolage in Bangkok laufend einzuschätzen. Die Lage wird dabei in Echtzeit bewertet. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt wird ein System zur Untersuchung von Patienten mit Covid-19-typischen Beschwerden aufgebaut.
Das gilt auch für die Variante NB.1.8.1 und andere Varianten. Medikamente und medizinische Materialien werden vorgehalten. Impfstoffe gegen saisonal auftretende Krankheiten wie Covid-19, Masern, Grippe und akuten viralen Durchfall sollen für gefährdete Kinder, ältere Menschen, bettlägerige Patienten und Menschen mit Vorerkrankungen bereitstehen.
Maske und Abstand sollen Ansteckungen bremsen
Bangkok empfiehlt häufiges Händewaschen und korrektes Tragen einer Maske, vor allem bei Atemwegssymptomen, in der Nähe von Menschen aus der Risikogruppe 608 und von Kleinkindern. Menschen sollen Abstand halten und Orte mit vielen Personen oder schlechter Belüftung meiden. Auch riskante Orte und Aktivitäten sollen gemieden werden.
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Die Stadt ruft Familien dazu auf, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Das sogenannte DMH-Prinzip steht für Abstand, korrektes Tragen einer medizinischen oder Stoffmaske und regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder Alkoholgel. Die Stadt betont außerdem, dass eine Covid-19-Impfung die Schwere der Erkrankung tatsächlich reduzieren kann.
Bei Symptomen zuerst einen Schnelltest machen
Bei Fieber, Husten, laufender Nase oder Halsschmerzen empfiehlt Bangkok einen ersten Test mit einem Antigen-Schnelltest. Zeigt der Test zwei Linien und damit ein positives Ergebnis, sollen Betroffene eine Maske tragen, den Kontakt zu anderen meiden und schnell einen Arzt aufsuchen.
Das gilt vor allem für Menschen aus der Risikogruppe 608, bei denen eine Infektion schwer verlaufen und zum Tod führen kann. Bei Beschwerden ist auch eine Untersuchung per Telemedizin über die App „Doctor BMA“ möglich. Die Gesundheits-Hotline der medizinischen Behörde ist unter 1646 rund um die Uhr erreichbar.
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