PATTAYA, THAILAND – Die thailändische Sonderermittlungsbehörde DSI weitet ihre Ermittlungen gegen ein mutmaßliches Nominee-Netzwerk israelischer Geschäftsleute aus. Immobilien und andere Vermögenswerte des Netzwerks sollen landesweit einen Wert von mehr als zehn Milliarden Baht haben. Als Nächstes sollen ein israelischer Geschäftsmann und thailändische Nominee-Halter vorgeladen werden.
Vermögen im Wert von mehr als zehn Milliarden Baht
Nach ersten Prüfungen soll das Netzwerk in ganz Thailand Immobilien und weitere Vermögenswerte im Wert von mehr als zehn Milliarden Baht halten. Das Geld sei unter anderem in Grundstücke und verschiedene Geschäftsbereiche geflossen.
Die Vermögenswerte sollen auch dazu genutzt worden sein, Israelis und israelische Veteranen während ihres Aufenthalts in Thailand zu betreuen. Einige seien zur Erholung gekommen, andere hätten nach Angaben der Ermittler das Ziel verfolgt, die thailändische Staatsangehörigkeit zu erhalten.
Ermittlungen nach Durchsuchungen in Pattaya
Die DSI ging am 21. August in Bang Lamung und Pattaya in der Provinz Chonburi gegen ein mutmaßliches Netzwerk israelischer Staatsangehöriger vor und führte Durchsuchungen durch. Im Mittelpunkt standen Vorwürfe, wonach thailändische Nominees Grundstücke und Geschäfte stellvertretend für Ausländer hielten.
Die Ermittler prüften unter anderem Unterlagen, die bei der Firma Cozy Beach View Co. Ltd. und weiteren Beteiligten beschlagnahmt worden waren. Nach ihrer vorläufigen Einschätzung besteht der Verdacht auf Verstöße gegen das Gesetz über die Geschäftstätigkeit von Ausländern aus dem Jahr 1999.
Vorwurf: Verdeckte Geschäfte mit thailändischen Nominees
Laut DSI sollen israelische Geschäftsleute ihre Tätigkeiten in Thailand über verdeckte Rechtsgeschäfte abgewickelt haben. In einigen Firmen seien sie zwar als Geschäftsführer oder Anteilseigner eingetragen gewesen.
Nach den bisherigen Ermittlungen sollen jedoch Thailänder als Nominees aufgetreten sein, ohne selbst tatsächlich investiert zu haben. Sie sollen dadurch Immobilien und andere Vermögenswerte für die israelischen Geschäftsleute gehalten haben.
Keine direkte Transaktion zwischen zwei bekannten Personen
Zwischen dem israelischen Geschäftsmann Maimon David Marciano aus dem Osten Thailands und Rabbi Yosef Chaim Cantor fand die DSI bislang keine direkte Verbindung bei Transaktionen. Nach vorläufiger Einschätzung könnten sich beide über das Netzwerk der Jüdischen Vereinigung Thailands kennen.
Gegen Yosef Chaim Cantor stellte die DSI bisher keinen Verstoß gegen das Ausländergesetz fest. Die Behörde sammelt jedoch Beweise dazu, ob er nach dem Erhalt der thailändischen Staatsangehörigkeit gegen Gesetze verstoßen haben könnte.
Falls Beweise vorliegen, will die DSI dem Generaldirektor vorschlagen, den Fall als separates Sonderermittlungsverfahren zu übernehmen.
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Vorladungen für Israelis und Thailänder geplant
Das Ermittlungsteam will in einer Sitzung über Vorladungen für die erste Gruppe von Beschuldigten beraten. Dazu gehören ein israelischer Geschäftsmann und thailändische Nominees, die zu den Vorwürfen angehört werden sollen.
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Geprüft werden mögliche Verstöße gegen die Paragraphen 36, 37 und 41 des Gesetzes über die Geschäftstätigkeit von Ausländern. Die Beamten wollen außerdem weitere Zeugen befragen, weil im Zusammenhang mit Maimon in der Provinz Chonburi zahlreiche Vermögenswerte und Firmen stehen.

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