BANGKOK, Thailand – Bangkok geht gegen ausländische Personen vor, die Tätigkeiten ausüben, die thailändischen Staatsangehörigen vorbehalten sein können. In zwei Monaten wurden in zehn Pilotbezirken gegen 36 Personen vorgegangen. Einige konnten keine Identitäts- oder Arbeitsunterlagen vorlegen.
Vorgehen gegen 36 Personen in zehn Pilotbezirken
Die Kontrollen liefen in den vergangenen zwei Monaten in den Bezirken Phra Nakhon, Samphanthawong, Bangkok Noi, Din Daeng, Ratchathewi, Watthana, Khlong Toei, Pathum Wan, Bang Rak und Pom Prap Sattru Phai. Gegen 36 Personen wurde bereits vorgegangen.
Einige Betroffene konnten nach Angaben der Stadt keine Ausweispapiere oder Unterlagen zu ihrer Arbeit vorzeigen. Bei anderen gab es Hinweise, dass sie ursprünglich als Arbeiter registriert waren, sich aber später selbstständig betätigten.
Beschwerden über Verkaufswagen auf Straßen
Bei der Stadt gingen Beschwerden über ausländische Verkäufer ein, die Obst, Fruchtsäfte und Lebensmittel mit mobilen Verkaufswagen im öffentlichen Raum anbieten. Die Hinweise kamen unter anderem über verschiedene Beschwerdekanäle und soziale Netzwerke.
Bürger berichteten auch von Personen, die nach einer früheren Festnahme an denselben Ort zurückgekehrt sein sollen. Genannt wurde der Bereich an der Einmündung der Sukhumvit Soi 22. Die Bezirksämter wurden angewiesen, dort dauerhaft zu kontrollieren.

Treffen im Rathaus von Bangkok
Am 8. September berieten Vertreter der Stadtverwaltung und der Polizei im Rathaus von Bangkok über ein gemeinsames Vorgehen. Die Sitzung im Suthat-Saal im Bezirk Phra Nakhon leitete Polizeigeneral พล.ต.อ.อดิศร์ งามจิตสุขศรี, Berater des Gouverneurs von Bangkok.
Beteiligt waren die Abteilung für Stadtordnung sowie die Polizeiwachen Thong Lor, Lumpini, Pathum Wan und Bang Rak. Auch Vertreter der zehn Pilotbezirke und weitere Mitarbeiter nahmen an dem Treffen teil.
Stadtwache braucht die Polizei
Die Stadtwache darf Maßnahmen gegen den Verkauf von Waren im öffentlichen Raum einleiten. Für die Kontrolle, Festsetzung und strafrechtliche Bearbeitung ausländischer Personen braucht sie jedoch die Polizei.
Worachon Thawornphong, stellvertretender Leiter der Stadtordnungsabteilung, erklärte, Stadt und Polizei wollten deshalb gemeinsame Abläufe für die Zielgebiete festlegen. So sollen die Behörden in dieselbe Richtung arbeiten und Gesetze wirksam durchsetzen können.
Von der Kontrolle bis zur Rückführung
Wenn die Stadtwache einen mutmaßlichen Verstoß feststellt, verständigt sie die zuständige Polizei. In einigen Fällen flüchteten die Betroffenen, in anderen übernahm die Polizei sie und leitete Verfahren bis zur gerichtlichen Prüfung ein.
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Es gab auch Fälle, in denen Personen festgehalten und nach dem vorgesehenen Verfahren in ihr Herkunftsland zurückgeschickt wurden. Die Stadtverwaltung will außerdem genauer erfassen, wo ausländische Personen registriert sind, wer ihre Arbeitgeber sind und welchen Beruf sie ausüben.
Kontrollen in Zivil geplant
Bangkok will die Kontrollen gemeinsam mit der Polizei fortsetzen. Stadtwachen könnten in Zivil in den betroffenen Gebieten beobachten und erste Prüfungen durchführen. Bei einem Verdacht auf einen Verstoß soll anschließend die Polizei eingeschaltet werden.
Damit soll verhindert werden, dass Stadtwachen ihre Befugnisse überschreiten. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Kontrollen fortzuführen und Wiederholungen an bereits bekannten Verkaufsstellen zu verhindern.
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