Rettungskräfte bergen Touristen-Leiche nach Suche im Dschungel

Sechs Stunden Kampf gegen tosende Wassermassen und lebensgefährliche Sturzfluten: Einsatzkräfte bergen die 53-jährige Touristin aus der Steilwand. Doch warum endete ihr verzweifelter Überlebenskampf in der tödlichen Schlucht?

Rettungskräfte bergen Touristen-Leiche nach Suche im Dschungel
ThaiRath

TRANG, THAILAND – Nach einer viertägigen Suche haben Einsatzkräfte die Leiche der 53 Jahre alten Wanderin N.S. Wantanee Lekwannawiset im Khao Banthat Wildschutzgebiet in der Provinz Trang geborgen. Die Frau war in einem Wasserfallbecken unterhalb einer steilen Klippe gefunden worden; die Polizei ermittelt weiter zur genauen Todesursache.

Leiche in Wasserfallbecken geborgen

Die Bergungsmannschaft fand die Verstorbene im Bereich des Wasserfalls „Nhan Yan Sai“ mit dem Gesicht nach unten an einem Felsen hängend. Oberhalb der Fundstelle liegt eine etwa 20 Meter hohe senkrechte Felsklippe, die als Absturzstelle vermutet wird.

Die Identität der Toten wurde als N.S. Wantanee Lekwannawiset (auch Ae), 53 Jahre, bestätigt; sie stammt aus der Provinz Nonthaburi und hatte einen Rucksack getragen.

Suchtrupp kämpfte stundenlang gegen Regen

Rund 30 Personen von Forstbehörde, Verwaltungsstellen und lokalen Rettungsteams starteten am 4. Juni um 16:45 Uhr die Bergungsaktion und stiegen vom Wasserfall Ton Te aus auf. Der Aufstieg zur Fundstelle dauerte etwa drei Stunden; die gesamte Bergung nahm sechs Stunden in Anspruch.

Die Helfer mussten bei starkem Regen und Sturzfluten Bäche durchwaten und schweres Gelände überwinden, bevor sie den Leichnam in einen versiegelten Beutel packten und auf einer Trage mit Holzstangen ins Tal brachten.

Spuren führten zum Wasserlauf

Sucheure fanden zuvor Feuchttücher, Päckchen mit Elektrolytpulver, Exkremente und später eine Gaskartusche, außerdem markierte Bambussprossen und angeknabberte Galgantstücke, die als Wegmarkierungen dienten. Diese Hinweise verengten den Suchradius und halfen, dem Wasserlauf zu folgen.

Die Route ist kein offizieller Wanderweg und gilt als sehr steil und gefährlich; Ermittler vermuten, dass die Frau sich an einer Weggabelung verlief und in Richtung Ton Te ging, statt zum Wasserfall Nan Sato.

Führer wurde während Einsatz krank und ausgeflogen

Ein ortskundiger Begleiter, der bei der Bergung half, wurde laut Einsatzkräften während des Einsatzes krank und extrem erschöpft. Rettungskräfte schoben den Plan um, brachten den Kranken zuerst ins flachere Gebiet bei Moo 2 und luden ihn um 22:52 Uhr in einen Krankenwagen des Krankenhauses Palian um.

Weil das Gelände so unwegsam war, wurde zugleich entschieden, den Leichnam an einer anderen Stelle talwärts zu bringen; das Stück bis zum Pickup war dadurch etwa 1–2 Kilometer länger als geplant.

Obduktion ergab Stirnwunde – Polizei ermittelt

Bei der ersten Leichenschau im Krankenhaus Palian wurde eine Wunde an der Stirn festgestellt; der Leichnam wurde zur detaillierten Obduktion ins Krankenhaus Songklanagarind nach Hat Yai überführt. Danach soll die Leiche den Angehörigen in der Provinz Khon Kaen übergeben werden.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau an der Klippe ausgerutscht sein könnte und durch den rund 15 Kilogramm schweren Rucksack beim Sturz zusätzlich gehindert wurde; die Polizei prüft die genaue Todesursache weiterhin.

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Quelle: Thairath

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