BANGKOK – Das Department of Special Investigation (DSI) hat einen weitreichenden Fall von Devisen-Anlagebetrug offiziell zur Sonderermittlung hochgestuft. Ermittler durchsuchten bereits 24 Objekte und stellten Luxusgüter sowie digitale Vermögenswerte im Wert von über 65 Millionen Baht sicher. Im Zentrum der Vorwürfe stehen ein Abgeordneter der People’s Party und ein bekannter Schauspieler.
Ermittlungen erreichen neue Stufe
Polizeimajor Yutthana Praedam, Generaldirektor des DSI, unterzeichnete die Anordnung zur Sonderermittlung. Grundlage ist das Computer-Kriminalitätsgesetz von 2007.
Auslöser waren Beweise, dass illegaler Forex-Handel massiv online beworben wurde. Eine große Zahl von Anlegern erlitt dadurch massive finanzielle Verluste.
Razzien in vier Provinzen
Bereits am 16. Juni schlugen die Beamten an 24 Standorten zu. Die Razzien erstreckten sich über Bangkok, Pathum Thani, Samut Prakan und Samut Sakhon.
Sichergestellt wurden mehr als 65 Millionen Baht in bar und hochwertige Vermögenswerte. Dazu zählen Luxusfahrzeuge, Gold- und Diamantschmuck, Markenwaren, Edelmetallbarren und Fremdwährungen.
Bitcoin und tonnenweise Unterlagen
Die Ermittler beschlagnahmten zudem digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und USDT. Auch Bankunterlagen, Mobiltelefone und Computer wurden als Beweismittel gesichert.
Eine erste Analyse der Finanzströme zeigt Verbindungen zwischen Maklerfirmen und über 500 Betroffenen. Die geschätzten Verluste gehen in die Milliarden Baht.
DSI ruft Opfer zum Handeln auf
Das DSI fordert Geschädigte auf, sich mit Beweisen zu melden. Im Fokus stehen Plattformen wie QRS Global, HFM, GOFX und Eterwealth.
Auch zugehörige Anlageberater und Zahlungsdienstleister sind Teil der Untersuchungen. Die Behörden wollen das gesamte Netzwerk offenlegen.
Prominente Namen im Visier
Bislang wurden weder der PP-Listenkandidat Pawoot Pongvitayapanu noch Schauspieler Rattapoom „Film“ Tokongsup offiziell vorgeladen. Ihre Namen tauchten jedoch im Zusammenhang mit Finanztransaktionen auf.
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Pawoot bestritt auf Facebook jede Verwicklung in Betrugsfälle. Er sei lediglich ein Kunde für Goldhandel bei QRS Global gewesen und habe die Plattform weder beworben noch als Ausbilder fungiert.
"Nur persönliche Erfahrungen geteilt"
Zu einem kursierenden Videoclip, der ihn beim Sprechen über den Handel zeigt, bezog Pawoot klar Stellung. „Der Clip zeigte mich nur dabei, wie ich persönliche Handelserfahrungen teilte“, stellte er klar.
Es sei keine Werbung oder Überredung gewesen, sich einem Broker anzuschließen. Fotos mit Führungskräften des Unternehmens entstanden seiner Darstellung nach bei routinemäßigen Händlertreffen.
Parteiinterner Druck wächst
Die stellvertretende PP-Vorsitzende Sirikanya Tansakun forderte Pawoot auf, die Vorwürfe zu erklären. Sie kündigte eine parteiinterne Untersuchung an.
Pawoot sammelt nun Dokumente für eine Stellungnahme gegenüber dem DSI. Einige Unterlagen stehen bei Finanzinstituten noch aus, doch er versprach eine vollständige und direkte Erklärung, sobald alles bereitliegt.



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