Notfall in Udon Thani: Ring bringt Obdachlosen in Klinik

Ein festsitzender Messingring wurde einem Obdachlosen in Udon Thani zum Notfall. Retter mussten ihn ins Krankenhaus bringen, weil vor Ort weder Werkzeug noch Fachpersonal verfügbar waren.

Notfall in Udon Thani: Ring bringt Obdachlosen in Klinik
Amarin

UDON THANI – Ein obdachloser Mann musste mit einem feststeckenden Messingring am Körper ins Krankenhaus. Rettungskräfte konnten den 41-Jährigen nicht befreien, weil die zuständige Stiftung weder Personal noch passendes Werkzeug hatte.

Warum die erste Hilfestation keinen Erfolg hatte

Der 41-jährige Supachai suchte zunächst die Udon Thani Thammasat Stiftung auf und bat dort um Hilfe. Die Mitarbeiter konnten den Ring aber nicht entfernen, weil sie weder das nötige Gerät noch ausgebildetes Personal für einen solchen Eingriff bereithielten.

Die Stiftung alarmierte daraufhin gegen 17 Uhr das Rom Pho Thong Funkzentrum der Stadtpolizei Udon Thani. Von dort wurden Freiwillige der Udon Sawang Metta Tham Stiftung zum Einsatz geschickt.

Was die Helfer am Busbahnhof erwartete

Die Rettungskräfte fanden Supachai mit einem eng anliegenden Messingring vor. Das umliegende Gewebe war bereits deutlich geschwollen und entzündet.

Die Helfer waren alarmiert. Eine gestörte Durchblutung drohte das Gewebe zu schädigen und eine ernste Infektion auszulösen. Sie brachten den Mann umgehend in die Notaufnahme des Udon Thani Krankenhauses.

Die widersprüchlichen Erklärungen des Opfers

Supachai erzählte den Helfern, er sei obdachlos und schlafe am Bus Terminal 1 der Stadt. Ein Freund habe ihm den Ring im Schlaf als Scherz übergestreift. Als Schmerzen und Schwellung einsetzten, konnte er ihn nicht mehr abziehen.

Panya Khuna, ein 28-jähriger Mitarbeiter der Thammasat Stiftung, schilderte später eine andere Version. Ihm gegenüber habe Supachai eingeräumt, sich den Ring selbst angelegt zu haben. Später sei der Ring dann zu einem unlösbaren Problem geworden.

Wie gefährlich die Einschnürung tatsächlich war

Medizinisch gilt ein solcher Fall als Notfall. Eine unterbrochene Durchblutung kann das Gewebe belasten und das Risiko einer Infektion erhöhen.

Im Udon Thani Krankenhaus wurde der Messingring schließlich entfernt und eine Behandlung eingeleitet. Der Vorfall zeigt, wie schnell ein scheinbar harmloser Gegenstand zur akuten Bedrohung wird.

Was aus dem peinlichen Einsatz zu lernen ist

Ringe oder andere Gegenstände, die im Intimbereich festsitzen, können im Ernstfall nur von medizinischem Fachpersonal entfernt werden. Wer versucht, einen eingeklemmten Ring zu Hause zu lösen, riskiert zusätzliche Verletzungen.

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Quelle: AseanNow

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