NONTHABURI, Thailand – Die Polizei hat den früheren Abgeordneten Chalong Riewraeng wegen vorsätzlichen Mordes und drei weiterer schwerer Delikte angeklagt. Ein Gericht in Nonthaburi verweigerte ihm am Dienstag die Freilassung gegen Kaution und verlängerte seine Untersuchungshaft. Chalong soll den Chef der Provinzverwaltung Nonthaburi erschossen haben.
Vier Anklagepunkte gegen den Ex-Abgeordneten
Beamte der Polizeiwache Rattanathibet erhoben offiziell vier Anklagen: vorsätzlichen Mord, versuchten Mord, das Abfeuern einer Schusswaffe an einem öffentlichen Ort sowie das illegale Tragen einer Schusswaffe an einem öffentlichen Ort.
Die Polizei hatte sich nach eigenen Angaben entschieden gegen eine Freilassung auf Kaution ausgesprochen. Sie verwies dabei auf die Schwere der Vorwürfe.
Haft in der Provinz Nonthaburi verlängert
Nach der Entscheidung des Gerichts wurde Chalong in einem Konvoi aus Polizeifahrzeugen und mit Polizeikommandos von der Wache Rattanathibet abtransportiert. Gegenüber Reportern wollte er sich nicht äußern.
Der Beschuldigte sitzt im Gefängnis der Provinz Nonthaburi ein. Die Tat ereignete sich in Nonthaburi.
Provinzchef auf Parkplatz erschossen
Chalong wird beschuldigt, am Montagmorgen auf einem Parkplatz hinter den Büros der Provinzverwaltung im Bezirk Muang auf den pensionierten Polizeioffizier Thongchai Yenprasert geschossen zu haben. Thongchai leitete die Verwaltungsorganisation der Provinz Nonthaburi.
Thongchai starb im Krankenhaus Phranangklao. Auch sein Fahrer, der nur unter dem Namen Yod bekannt ist, wurde verletzt.
Streit um eine Schuld von 11 Millionen Baht
Thongchai war nach Angaben aus dem Bericht ein langjähriger Freund Chalong Riewraengs. Er soll sich jedoch geweigert haben, eine Schuld von 11 Millionen Baht an den früheren Abgeordneten zurückzuzahlen.
Chalong war bei früheren Wahlen für mehrere Parteien als Abgeordneter der Provinz Nonthaburi ins Parlament gewählt worden.
Zusätzliche Strafe wegen Rauchens auf der Polizeiwache
Am Dienstag wurde Chalong außerdem mit einer Geldstrafe von 5.000 Baht belegt, weil er während seiner Vernehmung auf der Polizeiwache gegen Gesundheitsvorschriften geraucht hatte. Fotos davon waren nach seiner Befragung am Montag veröffentlicht worden.
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Gegen die Polizei wurden Vorwürfe laut, sie habe den Beschuldigten zu milde behandelt und ihm Sonderrechte eingeräumt. Kritiker verwiesen auch darauf, dass er entgegen der üblichen Praxis nicht mit Handschellen gefesselt gewesen sei.
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