BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Armee hat ihre Panzerabwehr massiv modernisiert. Mit der FGM-148 Javelin aus US-Produktion steht jetzt ein Waffensystem bereit, das jeden gegnerischen Panzer zum rollenden Sarg machen kann. Die Anschaffung ist eine direkte Reaktion auf Kambodschas neuen chinesischen T59D-Panzer, die Hun Manet unverzüglich an der Grenze stationieren ließ.
Kambodschas neue Panzer direkt an der Grenze
Die frisch gelieferten chinesischen T59D-Panzer mit ihren 105-mm-Kanonen rollen bereits in Grenznähe. Ein Teil steht nahe dem Preah Vihear-Tempel in der Provinz Oddar Meanchey, weitere Einheiten werden in Banteay Meanchey vermutet.
Hun Manet ordnete die sofortige Verlegung an die Front an. Eine klare Machtdemonstration, die in Bangkok niemand kalt lässt.
Fire and Forget: Abschuss, Deckung, überleben
Die Javelin arbeitet nach einem einfachen, tödlichen Prinzip. Der Schütze erfasst das Ziel, drückt ab – und kann sofort in Deckung springen. Die Rakete sucht sich ihren Weg selbst.
Kein nervenaufreibendes Nachführen wie bei der alten TOW. Wer eine Javelin abfeuert, bietet dem Feind kein statisches Ziel mehr und steigert seine Überlebenschance auf dem Gefechtsfeld massiv.
Von oben kommt der Tod
Ihr Markenzeichen ist der Top-Attack-Modus. Die Rakete steigt bis zu 150 Meter steil auf und stürzt dann von oben auf den Panzerturm – genau dort, wo die Panzerung am dünnsten ist.
Ein zweiter Gefechtskopf durchschlägt zusätzlich Reaktivpanzerung. Was in russischen Panzerwracks in der Ukraine endete, zeigt die brutale Effizienz dieses Systems.
Direktangriff auf Bunker und Gebäude
Im Direct-Attack-Modus rast die Javelin mit 140 Metern pro Sekunde direkt ins Ziel. In nur 50 Metern Flughöhe zerstört sie Bunker, Gebäude oder tief fliegende Hubschrauber.
Der Tandem-Gefechtskopf mit 8,4 Kilogramm Sprengstoff schlägt über 762 Millimeter Panzerstahl. Das durchdringt alle derzeit existierenden Panzerungen.
Schuss aus dem Fenster – dank Soft-Launch
Ein kleiner Motor stößt die Rakete zuerst sachte aus dem Rohr. Erst dann zündet der Hauptantrieb und beschleunigt auf das Ziel.
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Diese Soft-Launch-Technik unterdrückt Rückschlag, Rauch und Abgase. Der Schütze kann die Waffe sogar aus Gebäuden oder beengten Räumen abfeuern, ohne sich selbst zu gefährden.
Ausbildung in Rekordzeit
Die Einweisung an der Javelin dauert nur 72 Stunden. Das alte System M47 Dragon erforderte noch bis zu zehn Tage formeller Ausbildung.
Für das thailändische Militär bedeutet das: schnelle Einsatzbereitschaft und weniger Ausfallzeiten für die Truppe. Der Nachladeprozess dauert etwa eine Minute.
Made in USA – von Florida bis Arizona
Entwickelt und gebaut wird die Javelin vom Joint Venture aus Lockheed Martin in Orlando und Raytheon in Tucson. Nutzer sind neben der US Army und dem US Marine Corps rund 20 weitere Nationen.
Von Großbritannien und Australien über Litauen und Norwegen bis zur Ukraine – die Schulterrakete hat sich als globaler Standard etabliert. Thailand reiht sich nun offiziell in diese Riege ein.
Thailands doppelte Panzerabwehr
Mit der Javelin ersetzt das thailändische Heer die betagten 106-mm-Rückstoßfreien Geschütze. Gemeinsam mit der israelischen Spike MR steht nun ein modernes Duo in voller Einsatzbereitschaft.
Die zertifizierte Reichweite liegt bei 2.500 Metern, effektiv soll die Javelin aber bis zu 4.000 Meter weit treffen. Ein gewaltiger Sprung in der Verteidigungsfähigkeit.
Präzision bei Tag und Nacht
Die Kommando-Starteinheit CLU wiegt nur 6,4 Kilogramm und bietet ein passives Infrarot-Lenksystem. Das Tagesvisier vergrößert vierfach, das Nachtvisier neunfach. Die CLU kann sogar eigenständig zur Zielsuche genutzt oder mit stationären Überwachungssystemen gekoppelt werden. Ein Auge, das nie schläft.
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Darauf verlassen, das es immer genug Munition aus den USA gibt, sollte sich Thailand nicht.
Thailand sollte mal in der Ukraine nachfragen, wie man sich kostengünstig und einigermaßen unabhängig verteidigt.