KOH PHANGAN, THAILAND – Bei einer groß angelegten Polizeiaktion am Morgen des 13. Mai führten Ermittler Razzien gegen mutmaßliche Strohmann-Firmen durch, die Ausländern angeblich illegalen Land- und Geschäftserwerb ermöglichten. Fast 300 Beamte durchsuchten 32 Ziele, beschlagnahmten umfangreiche Beweismittel und stellten Haftbefehle gegen vier Verdächtige.
Große Razzia vor Ort
Die Operation begann um 9:00 Uhr und wurde von Polizeigeneral Samran Nualma gemeinsam mit Polizeigeneral Noppasil Poolsawas geleitet. Fast 300 Beamte führten gleichzeitig Razzien an 32 Zielorten auf Koh Phangan durch.
Im Einsatz waren Spezialeinheiten wie das Zentrum zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität, das Metropolitan Police Bureau, die Crime Suppression Division, die Einwanderungspolizei sowie die Provinzpolizeiregion 8 und lokale Einheiten aus Surat Thani und Krabi. Die Aktion lief koordiniert und parallel an mehreren Orten.
Ziel: Strohmann-Firmen für Ausländer
Die Aktion trug den Namen „Operation Nominee Takedown“ und richtete sich gegen Unternehmen, die laut Behörden gegründet wurden, um ausländischen Staatsangehörigen Besitz von Land und Geschäftsführung über thailändische Strohmänner zu verschleiern. Die Ermittler sprechen von illegalem Ausländerbesitz und Verstößen gegen entsprechende Gesetze.
Durchsucht wurden fünf Anwaltskanzleien und Beratungsbüros sowie 27 Unternehmen, die zusammen 37 Grundstücke halten sollen, deren Wert die Ermittler auf rund 150 Millionen Baht schätzen.
Beschlagnahmtes Material für die Ermittler
Die Polizei beschlagnahmte laut Angaben Unternehmensdokumente, Protokolle von Aktionärsversammlungen, Grundbuchauszüge sowie Kauf‑, Pacht‑ und Managementverträge. Auch Finanzunterlagen wie Bankkonten und Nachweise internationaler Überweisungen wurden gesichert.
Digitale Beweismittel wie Computer und elektronische Speichergeräte wurden ebenfalls sichergestellt, um die Unterlagen und Transaktionen weiter auszuwerten.
Haftbefehle gegen vier Beschuldigte
Gegen vier Personen wurden Haftbefehle erlassen: drei thailändische Staatsangehörige und ein Ausländer. Ihnen werden Verstöße gegen Gesetze zum ausländischen Geschäfts- und Landbesitz zur Last gelegt.
Die Polizei versucht nach Angaben der Behörden, die Beschuldigten festzunehmen, und führt die weiteren Ermittlungen mit den gesicherten Beweisen fort.
DSI prüft 34 weitere Firmen
Die Abteilung für Sonderermittlungen (DSI) hat eine umfassende Untersuchung gegen 34 Unternehmen eingeleitet, die auf Koh Samui und Koh Phangan registriert sind und verdächtigt werden, thailändische Staatsangehörige als „Strohmann-Aktionäre“ zu nutzen. Die Prüfung zielt darauf ab, mögliche Muster und Verantwortlichkeiten aufzudecken.
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Die DSI-Ermittlungen erweitern damit den Umfang der polizeilichen Maßnahmen über die initialen Razzien hinaus und betreffen Firmen im Zuständigkeitsbereich von Surat Thani.
Premierminister reist an
Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul reiste nach Koh Phangan, um gegen ausländische Geschäftsaktivitäten vorzugehen, die nach Angaben der Behörden illegal sind. Er wurde von Surat Thanis Gouverneur Jumphot Wannachatsiri sowie Vertretern des Privatsektors und Anwohnern empfangen.
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