Bangkok: Ausländischer Millionen-Betrüger nach zwei Jahren Flucht gefasst

Millionenbetrug im Ausland: Fahnder schnappten den flüchtigen Jackie nach zwei Jahren Versteckspiel in Bangkok. Der Chinese änderte ständig sein Aussehen, doch ein simpler Friseurbesuch wurde ihm nun zum Verhängnis. Was folgt jetzt?

Bangkok: Ausländischer Millionen-Betrüger nach zwei Jahren Flucht gefasst
Thaitabloid

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Einwanderungspolizei hat in Thonglor einen 33-jährigen chinesischen Staatsangehörigen festgenommen, der in China wegen Betrugs gesucht wird. Der Mann, nur als „Jackie“ identifiziert, soll an einem gescheiterten Technologie-Investmentprojekt beteiligt gewesen sein und sich mehr als zwei Jahre in Thailand versteckt haben; die Behörden widerriefen seine Aufenthaltserlaubnis.

Festnahme nach Hinweisen aus China

Beamte der Einwanderungsabteilung 1 lokaliserten den Verdächtigen in einer Eigentumswohnung im Bezirk Khlong Toei in Thonglor und nahmen ihn fest, als er das Gebäude verließ. Die Festnahme erfolgte, nachdem chinesische Behörden den Aufenthaltsort über die chinesische Botschaft und die Abteilung für auswärtige Angelegenheiten der Königlich Thailändischen Polizei gemeldet hatten.

Die Einwanderungspolizei bestätigte, dass der Mann wegen Betrugs in China gesucht wurde und dass seine Aufenthaltserlaubnis in Thailand widerrufen wurde. Nach der Festnahme wurde er in Gewahrsam genommen.

Jahrelanges Versteckspiel in Thailand

Nach Angaben der Ermittler hielt sich der Verdächtige mehr als zwei Jahre in Thailand auf und wechselte mehrfach Unterkunft und Erscheinungsbild, um einer Verhaftung zu entgehen. Er reiste offenbar zwischen Hotels und gemieteten Eigentumswohnungen in Bangkok und Chiang Mai hin und her.

Die Polizei berichtete, der Mann habe das Apartment in Thonglor selten verlassen und sich überwiegend von seiner Freundin versorgen lassen. Die Behörden überwachten ihn wochenlang, bevor sie zuschlugen.

Vorwurf: Millionenverlust bei Investmentfirma

Der Festgenommene gestand laut Ermittlern, mit Freunden ein Technologie-Investmentunternehmen in China mitbegründet zu haben, das später Verluste erlitt. Den Angaben zufolge sollen die Verluste mehr als 10 Millionen Baht betragen haben.

Er räumte ein, einen Teil der Gelder für persönliche Ausgaben verwendet zu haben und danach durch mehrere ASEAN-Staaten geflohen zu sein, bevor er sich in Thailand niederließ. Weitere strafrechtliche Schritte in China sind Grundlage der Fahndung.

Landesweite Razzia und härtere Kontrollen

Nationaler Polizeichef Pol Gen Kitrat Phanphet hatte eine landesweite Razzia gegen grenzüberschreitende Kriminalität angeordnet, zu der auch die Festnahme in Thonglor gehörte. Ziel der Aktion ist es laut Behörden, Thailand nicht als Rückzugsort für gesuchte Ausländer zuzulassen.

Einwanderungschef Lt Gen Phanumart Boonyalak wies die Beamten an, die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze zu verschärfen, und Maj Gen Prasart Khemmaprasit kündigte an, die strenge Überprüfung ausländischer Staatsangehöriger fortzusetzen. Die Behörden fordern die Öffentlichkeit auf, Hinweise auf mutmaßliche illegale Aktivitäten zu melden.

Aktueller Status des Verdächtigen

Der Verdächtige bleibt in Haft, seine Aufenthaltserlaubnis wurde widerrufen und er steht nun unter weiterer Prüfung durch die Behörden. Die Ermittlungen und mögliche weitere Maßnahmen gegen ihn laufen laut Einwanderungsabteilung weiter.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: https://thaitabloid.com/archives/295202

Ein Kommentar zu „Bangkok: Ausländischer Millionen-Betrüger nach zwei Jahren Flucht gefasst

  1. Schaut fast wieder mal so aus als wüssten die Chinesen mehr über ihre schrägen Vögel in Thailand als die thailändischen Behörden selbst:
    „Die Festnahme erfolgte, nachdem chinesische Behörden … den Aufenthaltsort gemeldet hatten.“

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.