400 Krankenhäuser droht das Geld auszugehen

Über 400 öffentliche Krankenhäuser haben aufgebraucht – in drei Monaten könnte das Geld ganz weg sein, warnt ein Senator.

400 Krankenhäuser droht das Geld auszugehen
Bangkok Post

BANGKOK – Öffentliche Krankenhäuser stehen vor einer akuten Finanzierungskrise. Senator Veerapun Suvannamai, Vizevorsitzender des Senatsausschusses für öffentliche Gesundheit, warnte, dass bereits mehr als 400 der 900 öffentlichen Kliniken landesweit negative Reserveguthaben aufweisen und die verbleibenden Rücklagen vielerorts nur noch für etwa drei Monate reichen.

Über 400 Kliniken rutschen ins Minus

Die finanzielle Lage der öffentlichen Krankenhäuser hat einen kritischen Punkt erreicht. Laut dem Vizevorsitzenden des Senatsausschusses für öffentliche Gesundheit weisen mehr als 400 von 900 öffentlichen Kliniken landesweit negative Reserveguthaben auf.

Sollte es keine zusätzlichen Geldspritzen geben, könnten die kombinierten Reservefonds des Landes bereits in drei Monaten aufgebraucht sein. Der Senator schlug gestern in einem Facebook-Beitrag Alarm und zeigte sich tief besorgt über die drohenden Versorgungslücken.

NHSO erstattet oft weniger als Behandlung kostet

Das National Health Security Office (NHSO) stellt mit 70 bis 80 Prozent den Löwenanteil der Krankenhauseinkünfte. Veerapun kritisierte jedoch, die Erstattungen deckten die tatsächlichen Behandlungskosten nicht.

Er rechnete vor, dass für eine unkomplizierte Blinddarmoperation offiziell 8.350 Baht vorgesehen sind. In der Praxis fließen aber häufig nur 5.000 Baht, weil ein Teil der Summe die Gehälter von Ärzten und Pflegepersonal mitfinanzieren soll.

Andere Kassen zahlen spürbar mehr

Zum Vergleich: Für Patienten, die über den Sozialversicherungsfonds (SSF) abgesichert sind, erhalten Krankenhäuser rund 12.000 Baht für diesen Eingriff. Beim Zivilbediensteten-Krankenversicherungssystem (CSMBS) sind es sogar 14.000 Baht.

Diese Beträge liegen nach Ansicht des Senators deutlich näher an den tatsächlichen Kosten. Viele öffentliche Kliniken sind deshalb auf Spenden, eigene Einnahmen und ihre Reserven angewiesen, um die Lücke aus der NHSO-Unterfinanzierung zu stopfen.

Juni-Zahlungen des NHSO gestoppt

Verschärft wird die Lage durch einen Zahlungsstopp. Das NHSO hat die Erstattungszahlungen für Juni auf unbestimmte Zeit verschoben.

Veerapun warnte, diese Verzögerung schwäche die ohnehin angeschlagenen Krankenhäuser zusätzlich und gefährde die Fähigkeit, hochwertige medizinische Leistungen zu erbringen.

Frühere Warnungen brachten Anfeindungen

Der Senator erinnerte daran, dass seine bisherigen Hinweise auf die Finanznot oft missverstanden wurden. Frühere Erklärungen hätten ihm den Vorwurf eingebracht, er sei gegen das Gold-Card-System für alle oder gegen das NHSO.

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Er stellte klar, dass es ihm nicht um die Abschaffung der allgemeinen Krankenversicherung gehe, sondern um realistische Kostendeckung für die Einrichtungen, die die Versorgung stemmen.

Senator fordert mehr Mitsprache für Kliniken

Veerapun appellierte an die Öffentlichkeit, den finanziellen Druck auf die Krankenhäuser ernst zu nehmen. Nötig sei ein breiteres Verständnis dafür, dass Unterfinanzierung direkt die Behandlungsqualität bedroht.

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Quelle: Bangkok Post

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