CHIANG MAI, THAILAND – Ein Löwenjunges hat in einem Café in Chiang Mai einem chinesischen Touristen ins Gesicht gebissen und zwei Verletzungen hinterlassen. Nach Angaben des Personals hatte der Mann zuvor die Regeln missachtet, den Löwen angefasst und sein Gesicht nahe an das Tier gebracht. Die Behörden stellten bei einer Kontrolle eine Genehmigung fest, rügten das Café aber wegen einer verspäteten Meldung des Vorfalls.
Löwenjunges beißt Besucher ins Gesicht
Der Vorfall ereignete sich am 28. August gegen 13.20 Uhr. Vier chinesische Touristen besuchten das Café, als einer von ihnen nach dem Händewaschen, der Lektüre der Verhaltensregeln und einer Einweisung durch das Personal zu dem Löwenjunges in den Ausstellungsraum ging.
Laut den Mitarbeitern berührte und hob der Tourist das Tier entgegen den Vorgaben hoch. Anschließend brachte er sein Gesicht nahe an den Körper des Löwen, der sich plötzlich umdrehte und ihn ins Gesicht biss.
Café durfte vier Tiere vorübergehend halten
Beamte der Wildtierschutz-Abteilung des Büros für die Verwaltung von Schutzgebieten Nr. 16 (Chiang Mai) kontrollierten das Café im Stadtteil Chang Khlan im Bezirk Mueang Chiang Mai nach Berichten in sozialen Medien. Sie stellten fest, dass das Löwenjunges mit einem Schreiben des Büros für die Verwaltung von Schutzgebieten Nr. 2 (Si Racha) an den Ort gebracht worden war.Die Kontrolle fand am 2. September 2569 statt.
Der Halter hatte die vorübergehende Änderung des Standorts für vier kontrollierte Wildtiere beantragt. Die Genehmigung galt für 30 Tage vom 17. August bis zum 16. September 2569 und erlaubte Vorführungen sowie das Fotografieren mit den Tieren.
Tourist im Krankenhaus behandelt
Das Personal brachte den verletzten Mann aus dem Ausstellungsraum, reinigte die Wunde und leistete Erste Hilfe. Anschließend wurde er in das Central Chiang Mai Memorial Hospital gebracht, wo er behandelt wurde und Impfungen gegen Tetanus und Tollwut erhielt.
Das Café erstattete den gesamten Preis des gebuchten Pakets und zahlte dem Touristen zusätzlich 4.000 Baht als Entschädigung.
Behörden rügen fehlende Meldung
Die Kontrolleure stellten fest, dass das Café den Notfall nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist gemeldet hatte. Dafür erhielt der Betreiber eine schriftliche Verwarnung.
Lesen Sie auch: Der Drogensumpf auf der Sukhumvit
Die Behörde verlangte eine strengere Kontrolle beim Betreten und Verlassen des Ausstellungsbereichs. Besucher und andere Außenstehende dürfen Löwen und Löwenjunge keinesfalls hochheben, anfassen oder direkt berühren. Bei einem weiteren vergleichbaren Vorfall drohen Maßnahmen nach den geltenden Gesetzen und Vorschriften.

Man geht in einen „Ausstellungsraum“, um erlaubte Vorführungen und das Fotografieren mit kontrollierten Wildtieren zu erleben. Super!