NONTHABURI, THAILAND – Die thailändische Einwanderungspolizei hat einen südkoreanischen Verdächtigen festgenommen, der als hochrangiger Drahtzieher der Anlagebetrugsorganisation „Lucky Nine“ gesucht wurde. Mehr als 100 Menschen sollen geschädigt worden sein, der Schaden liegt laut Ermittlern bei über 250 Millionen Baht.
Gesuchter Verdächtiger in Luxuswohnung gefunden
Ermittler der Einwanderungspolizei Region 6 und der thailändischen Einwanderungspolizei spürten den Mann in einer Luxuswohnung in der Provinz Nonthaburi auf. Zuvor hatte er sich in verschiedenen Unterkünften auf Phuket verborgen.
Er räumte außerdem ein, dass sein Aufenthaltsrecht in Thailand seit 260 Tagen abgelaufen war und gegen ihn in Südkorea sowie über Interpol ein Haftbefehl vorlag.
„Lucky Nine“ betrieb zwölf Zentren in Südkorea
Die Organisation „Lucky Nine“ soll in Südkorea zwölf Zentren betrieben haben. Dazu gehörten unter anderem die Zentren Seolleung, Gold und Somang.
Nach Angaben der Ermittler hatte der festgenommene Mr. Lim eine hohe Position in der Organisation. Unter ihm sollen Koordinatoren, IT-Verantwortliche, Programmentwickler und Finanzmanager gearbeitet haben.
Anleger wurden mit Casino-Geschäft gelockt
Die Gruppe sammelte Geld unter dem Vorwand eines „Casino-Geschäfts“. Anleger wurden in sieben Stufen von einem bis sieben Sternen eingeteilt und sollten je nach Investitionssumme Provisionen zwischen 3 und 21 Prozent erhalten.
Dadurch entstand ein mehrstufiges Marketingsystem. Tatsächlich soll das Geld entweder in Online-Casinos im Ausland geflossen sein oder zur Auszahlung früherer Anleger verwendet worden sein.
Mehr als 100 Geschädigte
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es mehr als 100 Geschädigte. Der Schaden soll über 10 Milliarden Won betragen, umgerechnet rund 250 Millionen Baht.
Die thailändischen Behörden stuften den Mann als wichtigen Verdächtigen ein und leiteten die Fahndung ein, nachdem südkoreanische Stellen um seine Festnahme gebeten hatten.
Einreise über Suvarnabhumi im September 2568
Eine Überprüfung biometrischer Daten ergab, dass Mr. Lim am 19. September 2568 über den Flughafen Suvarnabhumi nach Thailand eingereist war. Sein Aufenthalt war zunächst bis zum 17. Dezember 2568 genehmigt.
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Nachdem die Aufenthaltserlaubnis abgelaufen war, suchten Ermittler der Einwanderungspolizei auf Phuket nach ihm. Die Spur führte schließlich nach Nonthaburi, woraufhin die Ermittler dort gemeinsam mit der zuständigen Einheit der Einwanderungspolizei zugriffen.
Handys und Tablet für weitere Ermittlungen sichergestellt
Bei der Durchsuchung der Wohnung stellten die Beamten drei Mobiltelefone, zwei Kreditkarten und ein Tablet sicher. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt, weil sie nach Einschätzung der Ermittler für die Straftaten genutzt worden sein könnten oder daraus stammen könnten.
Die Beweismittel sollen an die südkoreanischen Behörden übergeben werden. Sie sollen bei der Suche nach weiteren Mitgliedern der Organisation helfen, die möglicherweise nach Thailand geflohen sind.
Verfahren in Thailand läuft
Die Polizei nahm den Verdächtigen fest, informierte ihn über die Vorwürfe und seine Rechte und übergab ihn der zuständigen Ermittlungsbehörde. Zunächst soll das Verfahren in Thailand abgeschlossen werden.
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Anschließend ist nach Angaben der Behörden die Rückführung der beiden Verdächtigen nach Südkorea vorgesehen. Die Einwanderungspolizei kündigte an, weiter mit Sicherheitsbehörden in Thailand und im Ausland gegen international gesuchte Personen vorzugehen.

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