Pattaya: Streit um Müll endet mit rassistischer Beleidigung

Eine thailändische Reinigungskraft hat nach einer Müll-Auseinandersetzung in Pattaya Anzeige erstattet. Auslöser war fremdenfeindliche Hetze.

Pattaya: Streit um Müll endet mit rassistischer Beleidigung
Naewna

PATTAYA – Ein simpler Müllsack vor dem Tor eskalierte in Pattaya zu einem handfesten Nachbarschaftsstreit. Eine thailändische Haushälterin erstattete Anzeige, nachdem sie von ausländischen Nachbarn bedroht und rassistisch beleidigt worden sein soll. Sie fürchtet nun um ihre Sicherheit.

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Müllsack blockierte die Einfahrt

Am 20. Juli, ihrem eigenen Geburtstag, wollte die 39-jährige Uu mit ihrer Tochter wie gewohnt das Haus ihres italienischen Arbeitgebers an der Khao Thap Phraya Road reinigen. Vor dem Tor lag ein großer schwarzer Müllsack.

Der Arbeitgeber überprüfte die Überwachungskameras aus der Ferne. Die Aufnahmen zeigen laut Uu, wie ein älterer ausländischer Nachbar den Sack um 13:15 Uhr dort abstellte.

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„Sein Müll, er kann ihn lassen, wo er will"

Uu entsorgte den Sack nach getaner Arbeit selbst. Als der ältere Nachbar herauskam, fragte sie höflich, ob der Müll ihm gehöre. Er bestätigte es.

Ihre Bitte, den Unrat nicht vor fremden Grundstücken zu lagern, ließ den Mann ausrasten. „Es war sein Müll und er könne ihn lassen, wo er wolle“, soll er auf Englisch gebrüllt haben, bevor er im Haus verschwand.

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Sohn drohte und spuckte auf den Boden

Damit nicht genug: Der Sohn des Mannes kam hinzu. Er spricht laut Uu fließend Thai und ging sofort aggressiv auf sie los.

Er prahlte, sein Vater habe in einer Spezialeinheit gedient, und beschimpfte Uu als illegale Migrantin, die Thailändern die Arbeit wegnehme. Dann spuckte er in ihre Nähe, trat gegen den Müllsack und versuchte, auf sie loszugehen.

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Polizei sah keine Handhabe

Uu sicherte die Videoaufnahmen und ging zur Polizeistation Pattaya City. Die Beamten rieten ihr, bei einer erneuten Konfrontation Streifenpolizisten zu rufen.

Als sie das später tat, erklärten die Polizisten laut Uu, zu diesem Zeitpunkt keine rechtlichen Schritte einleiten zu können. Für die Frau ein Schock: Sie hat Angst, weiterhin zweimal wöchentlich zu dem Haus zu fahren.

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Appell an ranghohe Beamte

Uu hofft jetzt auf Hilfe von oben. Sie wandte sich an leitende Polizeibeamte mit der Bitte, den Fall zu prüfen und doch noch rechtliche Schritte einzuleiten.

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ZUM ANGEBOT

Die beschuldigten Nachbarn waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Anwohner berichten, Vater und Sohn gälten in der Gemeinschaft als unfreundlich und würden häufig Ärger machen.

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Die Frau hinter der Nachricht

Uu hat nicht nur Zivilcourage, sondern auch einen beeindruckenden Hintergrund. Sie verfügt über einen Hochschulabschluss der Chulalongkorn-Universität in Sprache und Kultur mit Schwerpunkt Medienwissenschaften.

Während ihres Studiums verbrachte sie ein Jahr in Japan und absolvierte ein Praktikum an der Königlich Thailändischen Botschaft in Ankara. Ihr Wissen über Medien und Gesellschaft half ihr, den Vorfall umsichtig zu dokumentieren.

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Uu sprach am 24. Juli mit Reportern

Am 24. Juli traf sich Uu mit Reportern, um über den Vorfall zu berichten. Sie appellierte an ranghohe Polizeibeamte, den Fall zu prüfen.

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Reporter von Naewna konnten die beschuldigten Nachbarn vor Ort nicht erreichen.

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Quelle: Thaiger