PATTAYA – Einwanderungsbeamte in Chonburi haben einen pakistanischen Schlepper geschnappt, der ahnungslose Touristen in ein Kräuter-Abzock-Geschäft lockte. Der 37-jährige Muhammad Ibrahim soll gezielt übergewichtige und kahlköpfige Urlauber angesprochen und in einen Laden am Runway Market gelotst haben. Die Polizei sieht das Tourismusimage der Stadt massiv angekratzt.
Lockvogel mit 1.600 Baht Provision
Muhammad Ibrahim kassierte laut Polizei satte 20 Prozent Provision – 1.600 Baht – für jeden Kunden, den er in das Kräutergeschäft brachte. Er sprach Touristen offen auf ihr Äußeres an und lockte sie mit übertriebenen Wunder-Versprechen wie „Haare rauf, Bauch runter“.
Zwei thailändische Frauen sollen den Laden betrieben und die Produkte verkauft haben. Zuerst stritten sie die Vorwürfe ab, knickten dann aber ein, als die Beamten Beweise vorlegten.
Gezieltes Ansprechen von Übergewicht und Glatze
Die Gruppe sprach ihre Opfer auf offener Straße an – immer mit direktem Blick auf Problemzonen. Wer ein paar Kilo zu viel auf den Rippen oder eine kahle Stelle am Kopf hatte, wurde ungefragt auf die angeblichen Kräuterwunder angesprochen.
Der Lockruf war immer derselbe: die Aussicht auf mehr Haar und weniger Bauch. Viele Urlauber folgten dem Angebot arglos in den Laden am Runway Market an der belebten Pattaya Second Road.
Sechs Komplizen bereits hinter Gittern
Schon am 19. Juni 2569 hatte die Einwanderungsbehörde Chonburi sechs pakistanische Verdächtige aus demselben Netzwerk hochgenommen. Trotz dieser Razzia setzte die Gruppe ihre Masche fort und eröffnete kurze Zeit später einen neuen Laden.
Die Polizei setzte daraufhin verdeckte Ermittler und Dauerobservierung ein. Die Beamten beobachteten, wie weiterhin ausländische Touristen aufgrund ihres Aussehens angesprochen wurden.
Immigrationsbehörden fürchten Image-Schaden
Für die Behörden ist die dreiste Abzocke mehr als nur ein simpler Betrugsfall. Die Polizei erklärte, das Vorgehen schädige das Tourismusimage der ganzen Urlauberstadt.
Deshalb läuft die Durchsetzung der Einwanderungs- und Arbeitsbestimmungen in Pattaya und Umgebung derzeit auf Hochtouren. Man wolle verhindern, dass sich solche Netzwerke weiter ausbreiten.
Verdächtiger an Polizeistation übergeben
Muhammad Ibrahim wurde nach seiner Festnahme zunächst zur Einwanderungsbehörde Pattaya gebracht und später an die Polizeistation Pattaya City überstellt. Der Pakistani besaß ein 90-Tage-Visum und war bei einer Firma in Bangkok angestellt.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die Ermittlungen zur Einhaltung der Einwanderungs- und Arbeitsvorschriften dauern an. Die Polizei führt Überwachungs- und Ermittlungsmaßnahmen fort, um mögliche Verbindungen zu weiteren Netzwerken zu prüfen.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: