PATTAYA – Drei Streifenpolizisten der Polizeistation Pattaya wurden nach schweren Vorwürfen kuwaitischer Touristen vorläufig in das Einsatzzentrum versetzt. Die Urlauber werfen den Beamten vor, sie unter fadenscheinigen Gründen angehalten und zu Barzahlungen gezwungen zu haben. Die Polizeiführung hat einen Untersuchungsausschuss eingesetzt und betont, den Fall mit Hochdruck und völliger Transparenz aufzuklären.
Touristen erstatten unter Vorlage von Videos Anzeige
Eine Gruppe kuwaitischer Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren suchte nach ihrem Aufenthalt den Kontakt zu Reportern. Sie schilderten, während ihres Aufenthalts in Pattaya im vergangenen Monat mehrfach von uniformierten Polizisten gestoppt worden zu sein.
Die Beamten sollen angebliche Verkehrsverstöße als Grund genannt haben. Laut den Touristen forderten sie umgehend Bargeld und händigten dafür Quittungen aus.
Heimliche Videoaufnahmen als Beweismittel
Die Urlauber wurden misstrauisch und filmten die Vorgänge heimlich mit ihren Mobiltelefonen. Die Clips und die erhaltenen Belege legten sie nun als Beweismittel vor.
Die Polizei nahm die Beschwerde ernst und leitete umgehend Schritte ein.
Polizeichef ordnet sofortige Untersuchung an
Der Leiter der Provinzpolizei Chonburi und der Chef der Pattayaer Polizeistation reagierten prompt. Sie setzten einen Untersuchungsausschuss unter dem Vorsitz von Oberstleutnant Siriwat Katchamat ein.
Oberstleutnant Siriwat gab am 15. Juli bekannt, dass die Klärung des Sachverhalts oberste Priorität habe. Die Ermittler sollen schnellstmöglich ein Ergebnis vorlegen.
Drei Beamte aus dem Streifendienst abgezogen
Mit Befehl Nummer 133/2569 wurden drei Unteroffiziere vorläufig versetzt. Polizei-Oberwachtmeister Kittikhun Fonrueang, Polizei-Hauptwachtmeister Nutdon Malee und Polizeimeister Kiattisak Saenpathom müssen nun im Einsatzzentrum Dienst tun.
Der Befehl trat am 15. Juli in Kraft und gilt bis auf Widerruf. Unterzeichnet wurde das Dokument von Oberstleutnant Kosala Ngamphong in Vertretung des Stationsleiters.
Noch kein Urteil über Fehlverhalten
Die Polizei warnt vor voreiligen Schlüssen. Es stehe derzeit nicht fest, ob tatsächlich ein Dienstvergehen begangen wurde, betonte Oberstleutnant Siriwat.
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Die Ermittler müssen zunächst die kuwaitischen Touristen als Zeugen vernehmen. Dabei sollen der genaue Tatort, die Zahlungsweise und weitere Details geklärt werden.
Rätsel um vorgelegte Quittungen
Eine erste Prüfung der von den Touristen eingereichten Belege brachte eine überraschende Wendung. Die Quittungen stammen laut erster Prüfung nicht von der Polizeistation Pattaya.
Die Beamten müssen nun herausfinden, wer diese Papiere tatsächlich ausgestellt hat. Die Befragung der Geschädigten soll Licht in diese entscheidende Frage bringen.
Konsequenzen bei Schuld angekündigt
Die Provinzpolizei Chonburi kündigte an, dass bei Bestätigung eines Fehlverhaltens disziplinarische und strafrechtliche Konsequenzen folgen werden.
Man werde ohne Ausnahme konsequent durchgreifen, hieß es. Die Versetzung der drei Beamten diene der Transparenz und solle die Ermittlungen nicht behindern.
Pattayas Polizei wirbt um Vertrauen
Oberstleutnant Siriwat richtete einen Appell an alle Touristen. Wer das Gefühl hat, ungerecht behandelt oder ausgenutzt zu werden, solle sich umgehend melden.
Betroffene können sich direkt an die Polizeistation Pattaya oder rund um die Uhr an die Hotline 112 der Provinzpolizei Chonburi wenden. Die Beamten versicherten, jeder Hinweis werde nach den Grundsätzen der Korrektheit und Transparenz bearbeitet.



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