Ranger vermutlich von Tiger in Thailand getötet

Ein Ranger starb im Schutzgebiet Huai Kha Khaeng nach einem mutmaßlichen Tigerangriff. Frische Spuren befeuern die Sorge vor weiteren Attacken.

Ranger vermutlich von Tiger in Thailand getötet
Matichon

KANCHANABURI, Thailand – Ein Mitarbeiter des Wildschutzgebietes Huai Khaeng ist am 5. August gegen 06:45 Uhr in den frühen Morgenstunden von einem Wildtier angegriffen und getötet worden. Seine Leiche wurde rund 200 Meter vom Schlafplatz entfernt im Huai Thap Salao Bach gefunden, daneben entdeckten Einsatzkräfte frische Tigerpfotenabdrücke. Die Behörden gehen deshalb vermutlich von einem Tigerangriff aus und haben die Wachsamkeit im gesamten Gebiet erhöht.

Leiche im Bach gefunden

Sakrin Wichajarn, ein etwa 48 Jahre alter Regierungsangestellter, war nicht zu einem vereinbarten Treffpunkt an der Baan Nam Phu Schule erschienen. Ein Kollege suchte ihn deshalb an seinem Schlafplatz in einem Pavillon, der etwa 200 Meter vom Wachposten entfernt liegt.

Dort lagen Sakrins Telefon und persönliche Gegenstände. Die Suchmannschaft fand außerdem ein Moskitonetz sowie Spuren eines Zwischenfalls. Später entdeckten die Helfer den Leichnam in der Mitte des Huai Thap Salao Bachs.

Frische Tigerpfoten neben dem Körper

Der Körper wies Spuren eines Wildtierangriffs auf. In unmittelbarer Nähe fanden die Einsatzkräfte frische Spuren eines Tigers.

Eine direkte Beobachtung des Angriffs gab es nicht. Generaldirektor Athapol Charoenshunsa von der Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz stufte einen Tiger daher als wahrscheinlichen Angreifer ein. Warum sich das Tier dem Schlafplatz näherte, ist bislang nicht bekannt.

Kollege suchte nach dem Vermissten

Der Ablauf begann, nachdem Sakrin am frühen Morgen nicht wie vereinbart aufgebrochen war. Wildhüter Sangworn Muenchamnan, Stufe S3, wurde gebeten, nach ihm zu sehen.

Sangworn fand den Schlafplatz verlassen vor und verständigte weitere Mitarbeiter sowie seine Vorgesetzten. Permsak Kanittachat, der Leiter des Huai Kha Khaeng Wildschutzgebietes, meldete den Vorfall an die zuständigen Stellen.

Behörden warnen vor erneutem Verhalten

Im Gebiet arbeiten und erholen sich regelmäßig Mitarbeiter des Schutzgebietes. Athapol ordnete deshalb für alle Beschäftigten erhöhte Wachsamkeit an.

Tigerforscher der Khao Nang Ram Wildtierforschungsstation haben mehrere Tiger in der Region markiert. Noch ist jedoch nicht bekannt, welches Tier für den Angriff verantwortlich sein könnte. Die Behörden wollen das Verhalten der Tiger auf mögliche Wiederholungen überwachen.

Zweiter Angriff innerhalb von 28 Jahren

Im Huai Kha Khaeng Wildschutzgebiet leben nach Schätzungen etwa 100 bis 120 Tiger. Der Tod Sakrins gilt als der zweite bekannte Fall eines Tigerangriffs auf einen Menschen in dem Gebiet innerhalb von 28 Jahren. Das Wildschutzgebiet informierte die Polizeistation Lan Sak, damit die rechtlichen Schritte eingeleitet werden können. Die Angehörigen des Verstorbenen sollen benachrichtigt werden.

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Quelle: Matichon
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