RATCHABURI, Thailand – Ein Drogenverdächtiger hat in Ratchaburi einen Hilfspolizisten niedergeschossen und lieferte sich danach ein einstündiges Nervenduell mit der Polizei. Beamte riegelten das Fahrzeug ab und versuchten den 38-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen – vergeblich. Am Ende fanden Einsatzkräfte den Mann tot in seinem Wagen.
Schüsse auf Hilfspolizisten
Am 22. Juni 2026 ging gegen 16:30 Uhr der Notruf bei der Polizei ein: Ein Hilfspolizist aus Ban Pong war angeschossen worden. Der 45-jährige Thanakorn Phaengphon wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus von Photharam gebracht, sein Zustand war anfangs kritisch.
Der Schütze, Kittiphum Yaemklad, auch als Phum Chamrae bekannt, hatte sofort das Feuer eröffnet, als Ermittler der Polizeistation Ban Pong das Haus seiner Mutter in Chamrae, Bezirk Photharam, durchsuchen wollten.
Eine Stunde Belagerung ohne Kontakt
Der 38-Jährige verschanzte sich in seinem weißen Honda Jazz und weigerte sich, die Türen zu öffnen. Polizisten blockierten die Zufahrt mit einem Pickup und versuchten über eine Stunde lang, ihn zur Aufgabe zu bewegen.
Selbst Angehörige, die zum Anruf gebeten wurden, erreichten den Verdächtigen nicht. Eine Drohne konnte keine Signale aus dem Fahrzeug empfangen.
Spezialeinheit schlägt Scheibe ein
Nachdem alle Verhandlungen scheiterten, rückten Spezialkräfte der Region 7 an. Beamte mit Stahlschilden und einem Hammer näherten sich dem Wagen und zertrümmerten die Fensterscheibe.
Drinnen fanden sie Kittiphum leblos auf dem Fahrersitz vor. Eine Waffe wurde in unmittelbarer Nähe sichergestellt.
Schusswunden und eine Spielzeugwaffe
Am Körper des Toten stellten die Ermittler Verletzungen fest. Auf dem Beifahrersitz wurden zudem mehrere Magazine sowie eine Spielzeugpistole gefunden.
Das Fahrzeug wies deutliche Beschädigungen auf. Ob die Schüsse von der Polizei stammten oder der Mann sich selbst richtete, ließ der Bericht zunächst offen.
Drogen und Bargeld sichergestellt
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten eine größere Menge Bargeld, Yaba und Crystal Meth. Alle Fundstücke wurden als Beweismittel beschlagnahmt.
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Phum Chamrae galt der Polizei seit längerem als Zielperson in Drogenermittlungen. Angehörige hatten seine Frau in Ban Pong informiert und wollten, dass er mit den Geschäften aufhört.
Erst zwei Jahre aus dem Knast
Der 38-Jährige war mehrfach wegen Drogendelikten vorbestraft. Erst vor zwei Jahren hatte ihn die Justiz aus einer Haftstrafe wegen Rauschgifthandels entlassen.
Die Ermittler suchten ihn zunächst an seiner Meldeadresse in Ban Pong. Als sie ihn dort nicht antrafen, folgten sie ihm zum Haus seiner Mutter und entdeckten den geparkten Wagen.
Tödliche Gewalt durch Beamte: Verfahren eingeleitet
Weil der Mann durch Polizeischüsse starb, schalteten die Behörden routinemäßig die Spurensicherung, Ärzte und die Staatsanwaltschaft ein. Zusätzlich rückten Vertreter der Verwaltungsbehörden an den Tatort aus.
Der gesamte Einsatz wird nun als amtliches Tötungsdelikt durch Beamte im Dienst rechtlich überprüft.



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