Missbrauch in Kanchanaburi: Elf Mädchen beschuldigen Schulleiter

Schulleiter unter Missbrauchsverdacht: In Kanchanaburi soll ein Rektor jahrelang mindestens elf Schülerinnen sexuell belästigt haben. Nach Einschalten der Paveena-Stiftung droht Anzeige; das Ministerium suspendierte ihn.

Missbrauch in Kanchanaburi: Elf Mädchen beschuldigen Schulleiter
ThaiRath

KANCHANABURI – Ein Schulleiter aus der Provinz Kanchanaburi steht unter dem Verdacht, über mehrere Jahre hinweg mindestens elf Schülerinnen seiner Schule sexuell belästigt zu haben. Die betroffenen Familien schalteten die Paveena-Stiftung für Kinder und Frauen ein und bereiten Strafanzeige bei der Polizei vor. Das Bildungsministerium reagierte mit einer Untersuchungskommission und einem vorläufigen Dienstentzug.

Vorwürfe gegen Schulleiter über mehrere Schuljahre

Der betroffene Schulleiter steht unter Verdacht, Schülerinnen im Alter von 11 bis 15 Jahren sexuell belästigt zu haben.

Um die Schülerinnen zum Schweigen zu bringen, soll er gedroht haben, ihnen Stipendien zu streichen. Der Beschuldigte bestreitet alle Vorwürfe und behauptet laut Medienberichten, die Mädchen seien durch soziale Medien beeinflusst worden.

Elf Familien treten an die Öffentlichkeit

Elf Schülerinnen aus den Klassen 5 bis 9 wandten sich gemeinsam mit ihren Familien an die Öffentlichkeit. Ein Vater berichtet, dass möglicherweise weitere Mädchen betroffen sein könnten.

Die Familien reisten eigens nach Pathum Thani, um sich an die Paveena-Stiftung zu wenden, die auf den Schutz von Kindern und Frauen spezialisiert ist. Gemeinsam mit den Stiftungsanwälten bereiten sie nun eine offizielle Anzeige vor.

Schule soll Vorfälle intern vertuscht haben

Als sich betroffene Schülerinnen an Lehrkräfte wandten, sollen diese ihnen geraten haben, den Schulleiter zu meiden und über die Vorfälle zu schweigen, um den Ruf der Schule nicht zu gefährden.

Für die Anwälte der Paveena-Stiftung ist das ein Hinweis darauf, dass Teile des Schulpersonals von den Vorwürfen wussten, ohne einzugreifen. Der Schulleiter reichte kurz nach Bekanntwerden der Vorfälle seine Kündigung ein.

Verdacht auf Zweckentfremdung staatlicher Schülerbeihilfen

Neben den Vorwürfen sexueller Belästigung wird der Schulleiter verdächtigt, staatliche Beihilfen für Schülerinnen zweckentfremdet zu haben. Eine Mutter berichtete, er habe regelmäßig Unterhemden auf Kosten der vorgesehenen Lernmaterialbeihilfe beschafft.

Statt der vollen Beihilfe von 400 Baht seien den Kindern oft nur 350 bis 360 Baht ausgezahlt worden. Anschließend soll er die alten Kleidungsstücke der Kinder zurückverlangt haben.

Bildungsministerium setzt Untersuchungskommission ein

Das Bildungsministerium reagierte umgehend und setzte eine Untersuchungskommission ein. Der Stellvertretende Bildungsminister Akaranan Kankittinan stellte klar: Bei Bestätigung der Vorwürfe drohen Entlassung aus dem Dienst ohne Pensionsansprüche sowie strafrechtliche Konsequenzen.

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ZUM ANGEBOT

Disziplinarrechtlich wurde der Schulleiter bereits vom Schuldienst abgezogen und vorläufig an das Bezirksamt versetzt. Eine vollständige Suspendierung vom öffentlichen Dienst wurde bislang jedoch nicht angeordnet.

Strafanzeige und psychologische Betreuung geplant

Die Familien der elf Mädchen wollen bei der Polizeistation Si Sawat in Kanchanaburi offiziell Strafanzeige erstatten. Erst danach kann die Polizei eigene Ermittlungen aufnehmen.

Die Behörden haben psychologische Betreuung für die betroffenen Kinder zugesagt. Das Gesundheitsministerium sowie das Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit sollen die Unterstützung zeitnah bereitstellen.

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Quelle: Thairath

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