Skandal bei Thailands Wahlkommission: Luxus-Verschwendung entlarvt

Acht top Mercedes-Benz-Limousinen sollen für den neuen Vorstand verschrottet werden – während das Inventar massenhaft auf dem Müll landet. General wettert gegen die Steuerverschwendung. Wer stoppt diesen Luxus-Wahnsinn?

Skandal bei Thailands Wahlkommission: Luxus-Verschwendung entlarvt
ThaiRath

BANGKOK – Scharfe Kritik an Thailands Wahlkommission: Polizeigeneral Sereepisuth Temeeyaves prangert eine beispiellose Verschwendung von Steuergeldern an. Völlig intakte Luxus-Dienstwagen und Büromöbel sollen laut seinen Informationen entsorgt werden, nur um einem neuen Vorstand teure Neuanschaffungen zu finanzieren.

Stapelweise neuwertige Möbel vor der Tür

Der Vorsitzende der Seri Ruam Thai Partei und Abgeordnete Pol. Gen. Sereepisuth Temeeyaves war eigentlich zur Zeugenaussage bei der Ermittlungsabteilung der Wahlkommission (สำนักงานคณะกรรมการการเลือกตั้ง, กกต.) erschienen. Beim Betreten des Gebäudes stolperte er jedoch förmlich über Berge von Schreibtischen und Stühlen, die dort gestapelt waren.

Der Zustand der Einrichtung war so gut, dass Sereepisuth dachte, es handele sich um eine Neu-Lieferung. Auf seine Nachfrage hin erklärten ihm Mitarbeiter der Behörde jedoch, dass diese Gegenstände als alte Ware zum Abtransport und zur Versteigerung bereitstünden.

Acht Mercedes-Benz sollen versteigert werden

Doch es bleibt nicht bei Tischen und Stühlen. Nach weiteren Informationen, die der Politiker von den Beamten erhielt, geht es auch um insgesamt acht Mercedes-Benz-Dienstwagen. Auch diese Fahrzeuge befänden sich in einem exzellenten Zustand und sähen aus wie neu.

Trotzdem sollen sie aussortiert und versteigert werden. Der Grund: Man wolle das Budget für den Kauf brandneuer Mercedes-Benz-Limousinen vorbereiten, um die bald neu antretende Spitze der Wahlkommission standesgemäß zu empfangen.

Polizeigeneral kritisiert Verschwendung von Steuergeldern

Polizeigeneral Sereepisuth machte aus seinem Ärger keinen Hehl. In einem Interview mit aggressivem Tonfall direkt vor Ort rechnete er mit der Behörde ab. Er könne nicht fassen, dass man das Budget der Nation derart verschleudere. Er sagte: „ผมฟังแล้วรู้สึกเสียดายเงินภาษีของพี่น้องประชาชนเป็นที่สุด ถลุงงบประมาณของประเทศชาติกันแบบนี้หรือ กกต. ไม่มีจิตสำนึกเลยหรือว่า โต๊ะ เก้าอี้ และรถยนต์หรูๆ เหล่านี้ มันล้วนมาจากเงินภาษีหยาดเหงื่อของประชาชนทั้งสิ้น“ („Ich empfinde es als große Verschwendung der Steuergelder der Bürger. Hat die Wahlkommission kein Bewusstsein dafür, dass Tische, Stühle und diese Luxusautos alle aus dem Schweiß der Bevölkerung bezahlt sind?“).

Er kritisierte eine Organisationskultur, in der bei Amtswechseln alles erneuert werde, ohne auf die Wirtschaftlichkeit oder die Finanzlage des Landes zu achten.

Büros neu streichen für den Neuanfang

Das vermeintliche Geldausgeben hört bei den Möbeln und Autos nicht auf. Neben der Ausmusterung aller Bestände sei sogar angeordnet worden, die gesamten Büroräumlichkeiten der Kommission neu streichen zu lassen.

Der neue Anstrich der Büroräume soll den bevorstehenden Amtsantritt der neuen Führung zelebrieren. Für den Vorsitzenden der Seri Ruam Thai Partei ist das ein Paradebeispiel für mangelndes wirtschaftliches Bewusstsein inmitten der angespannten Finanzlage des Landes.

Warnung an alle Führungskräfte der Behörde

Der Politiker sieht in dem Verhalten eine falsche Organisationskultur. Offenbar herrsche die Ansicht, dass für neue Führungskräfte alles um sie herum komplett ausgetauscht werden müsse, anstatt auf Kosteneffizienz zu achten. „ไม่ใช่ว่าเป็น กกต. เข้ามาใหม่ แล้วจะต้องเอารถเบนซ์คันใหม่เอี่ยม สีห้องทำงานก็ต้องสั่งทาทับเปลี่ยนใหม่หมดแบบนี้มันใช้ไม่ได้ ผมขอฝากเตือนสติไปยังผู้บริหารและผู้เกี่ยวข้องใน กกต. ทุกคนด้วย ให้หันกลับมาดูความเดือดร้อนของประชาชนบ้าง ไม่ใช่คอยแต่จะละเลงงบประมาณแผ่นดินเล่นตามใจชอบ“ („Es ist nicht so, dass, wenn eine neue Wahlkommission kommt, man brandneue Mercedes-Benz-Autos haben muss und die Büroräume komplett neu streichen lassen muss. Ich möchte alle Führungskräfte und Beteiligten der Wahlkommission daran erinnern, sich wieder den Nöten der Bevölkerung zuzuwenden und nicht nach Belieben das Staatsbudget zu verschwenden.“) Er appellierte eindringlich an die Verantwortlichen, endlich wieder die Nöte der leidenden Bevölkerung zu sehen und nicht nach Belieben das Staatsbudget zu verschwenden.

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Quelle: Thairath

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