BANGKOK, Thailand – Die internationale Fahndungsnotiz gegen Vorayuth „Boss“ Yoovidhya ist weiterhin gültig, auch wenn sie öffentlich nicht mehr abrufbar ist. Polizeibehörden in Interpol-Mitgliedstaaten können seine Daten weiterhin einsehen und bei der Suche nach ihm nutzen.
Interpol führt Yoovidhyas Daten weiter
Der stellvertretende Generalinspekteur und Polizeisprecher Trairong Piwpan bestätigte am 1. September im Hauptquartier der thailändischen Polizei, dass Yoovidhyas Eintrag in der Interpol-Datenbank erhalten bleibt.
Die fehlende öffentliche Sichtbarkeit bedeutet laut Trairong nicht, dass die sogenannte Red Notice zurückgezogen wurde. Zugriff haben weiterhin Polizeibeamte der Interpol-Mitgliedstaaten, nicht jedoch die Allgemeinheit.
Zwei Formen der Fahndungsnotiz
Trairong erklärte, dass Interpol internationale Fahndungsnotizen in zwei Formen führt. Eine kann öffentlich veröffentlicht werden, die andere bleibt zum Schutz vertraulicher Informationen intern in der Datenbank.
Die interne Form soll den Polizeibehörden der Mitgliedstaaten dabei helfen, gesuchte Personen ausfindig zu machen. Yoovidhyas Status bleibt deshalb für internationale Ermittler und die Mitgliedstaaten abrufbar.
Keine Rückkehr nach Thailand registriert
Die Polizei überprüfte nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Einwanderungsamt, ob Yoovidhya nach Thailand zurückgekehrt ist.
Dabei wurde kein Eintrag über eine Wiedereinreise gefunden.
Disziplinarverfahren gegen beteiligte Beamte abgeschlossen
Unabhängig davon sind die Disziplinaruntersuchungen gegen Mitglieder des ursprünglichen Polizeiteams abgeschlossen. Die Beamten waren an der Erstellung der Fallakte beteiligt und sollen bei der Veränderung von Beweismitteln geholfen haben.
Lesen Sie auch: Der Drogensumpf auf der Sukhumvit
Die Polizeiinspektion und die Königliche Thailändische Polizei leiteten den Vorgang an die Nationale Antikorruptionskommission sowie an die zuständigen Vorgesetzten weiter. Gegen alle beteiligten Beamten wurden laut Trairong bereits je nach Schwere ihrer Verstöße Disziplinarmaßnahmen verhängt, darunter Verwarnungen, Gehaltskürzungen und Arrest.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Lesen Sie auch: Nur noch ein Jahr bis zur Verjährung des Red-Bull-Falls

In einem Rechtstaat sind alle Menschen gleich. Thailand sollte endlich öffentlich zeigen, dass die Gesetze für alle durchgesetzt werden. Auch für thailändische Milliardäre sollten die Gesetze gelten.
Thailand als Rechtsstaat im westlichen Sinne zu beschreiben, ist doch sehr blauäugig und optimistisch….
genau, weil es doch diverse optionen gibt, mit welchen man einiges anpassen, beschönigen und als nicht relevant unter tisch kehren kann, vorausgesetzt, man hat das geld aus der portokasse
Von wem stammt gleich wieder der Satz „Thailand ist zu beneiden“??? 🤔
Ich denke der junge Mann wartet die Verjährung ab, Geld hat er ja genug und genießt die Welt