Sorge vor Eskalation an der Grenze zu Kambodscha

Mindestens 70 Artilleriegeschosse trafen die Gegend im Juli. Die dreitägige UN-gestützte Sitzung in Singapur ist für Thailand rechtlich nicht bindend.

Sorge vor Eskalation an der Grenze zu Kambodscha
Surachai Piraksa / Bangkok Post

BAN KRUAT, THAILAND – Während Thailand und Kambodscha erstmals unter Vermittlung der Vereinten Nationen über ihre umstrittene Seegrenze beraten, wächst in einem thailändischen Grenzbezirk die Sorge vor neuen Kämpfen. Ban Kruat war im vergangenen Jahr von kambodschanischem Artilleriebeschuss betroffen. Der Bewohner Phadet Pholchim hofft, dass beide Länder den Konflikt friedlich beenden.

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Ban Kruat erinnert sich an den Beschuss

Auf dem Höhepunkt der bewaffneten Auseinandersetzungen im Juli schlugen mindestens 70 Artilleriegeschosse in der Gegend ein. Die Bewohner mussten sich zu ihrer eigenen Sicherheit vorübergehend ins Landesinnere zurückziehen.

Nun befürchten sie, dass die Spannungen erneut eskalieren könnten. Der Ort ist über den Grenzübergang Chong Saitaku mit der kambodschanischen Provinz Oddar Meanchey verbunden.

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UN-Verfahren zur Seegrenze beginnt in Singapur

Die Schlichtungskommission nach dem UN-Seerechtsübereinkommen nahm am Montag ihre dreitägige Sitzung am Ständigen Schiedsgericht in Singapur auf. Es ist das erste Treffen Thailands und Kambodschas unter diesem von den Vereinten Nationen unterstützten Verfahren.

Der Bewohner Phadet Pholchim sagte, er sorge sich wegen der Gespräche um eine Rückkehr der Grenzspannungen. Auch seine Nachbarn äußerten ähnliche Befürchtungen.

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Fünfköpfige Kommission soll Streit schlichten

Das Gremium besteht aus fünf Mitgliedern. Thailand und Kambodscha bestimmten jeweils zwei Vertreter, Vorsitzende wurde die vom Schiedsgericht ernannte Katrina Cooper.

Kambodscha hatte die internationale Vermittlung nach dem UN-Seerechtsübereinkommen angestoßen. Zuvor hatte die thailändische Regierung eine Vereinbarung aus dem Jahr 2001 über gemeinsame Entwicklung und die Festlegung der Seegrenze einseitig beendet, weil sie keine Fortschritte sah.

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Thailand pocht auf Souveränität

Das thailändische Außenministerium erklärte nach der Ankunft von Vizepremierminister und Außenminister Sihasak Phuangketkeow in Singapur, Thailand werde seine Souveränität und nationalen Interessen nach dem Völkerrecht verteidigen.

Die Regierung in Bangkok hat mehrfach klargestellt, dass das Ergebnis des Treffens rechtlich nicht bindend sein werde.

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Eröffnungsreden sind für Dienstag geplant

Am Dienstag sollen Prak Sokhonn für Kambodscha und Sihasak Phuangketkeow für Thailand getrennte Erklärungen abgeben. Prak Sokhonn ist Vizepremierminister sowie Außenminister sowie Minister für internationale Zusammenarbeit Kambodschas.

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Kambodscha will die Erklärungen nach Angaben von Fresh News live auf Khmer, Thai und Englisch übertragen. Ob auch die Rede des thailändischen Außenministers ausgestrahlt wird, war zunächst nicht klar.

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Phnom Penh setzt auf Rohstoffförderung

Das kambodschanische Ministerium für Außenpolitik und internationale Zusammenarbeit erklärte, dass Phnom Penh am Mittwoch auf eine Lösung des Streits über die Seegrenze hoffe.

Lesen Sie auch: Thailand am Limit – wenn Gäste aus dem Nahen Osten Probleme machen

Eine Lösung soll nach kambodschanischer Vorstellung auch neue Möglichkeiten für die Förderung von Gas und Öl im Golf von Thailand eröffnen.

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Quelle: Bangkok Post

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