BANGKOK – 87 internationale Fluggesellschaften haben in Bangkok neue Flugverbindungen nach Thailand verhandelt. Die Gespräche auf der IATA Slot Conference zeigen massives globales Interesse am Standort. Für Reisende bedeutet das ab dem Winter 2026/2027 deutlich mehr Direktverbindungen von europäischen und asiatischen Drehkreuzen.
Zukunftsträchtige Gespräche im Herzen Bangkoks
Vom 9. bis 11. Juni machten Vertreter von 87 Airlines bei der 158. IATA Slot Conference in Bangkok ihre Ansprüche geltend. Insgesamt nahmen 146 Fluggesellschaften an der Veranstaltung der International Air Transport Association teil.
Die Civil Aviation Authority of Thailand bestätigte das rege Interesse großer Player aus Europa, dem Nahen Osten, Amerika und Asien. Namen wie Air France, Emirates, Qatar Airways, Cathay Pacific und Korean Air standen auf der Teilnehmerliste.
Suvarnabhumi wird zum globalen Sprungbrett
Für den Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi zeichnen sich gleich mehrere neue Langstrecken ab. Finnair-ähnliche Verbindungen sollen künftig Helsinki mit Suvarnabhumi und direkt weiter nach Melbourne verknüpfen.
Auch weniger alltägliche Städte wie Taichung, Minsk und Kuching erhalten eine direkte Anbindung an Bangkok. Die thailändische Hauptstadt festigt damit ihren Ruf als zentrales Luftfahrtdrehkreuz der Region.
Phuket und Chiang Mai rücken näher an Europa
Urlauber und Auswanderer dürfen sich auf direkte Wege in den Süden und Norden freuen. Die neuen Slots für den Winter 2026/2027 umfassen Routen von London Gatwick und London Heathrow direkt nach Phuket.
Auch Kopenhagen bekommt eine Nonstop-Verbindung zur Trauminsel. Der Norden profitiert mit neuen Direktflügen von Hangzhou und Shanghai ins thailändische Chiang Mai.
Neue Airline-Namen bereichern den Markt
Neben etablierten Riesen erhalten auch vier neue Gesellschaften erstmals Slots für Thailand. Saudi-Arabiens neuer Carrier Riyadh Air, Virgin Atlantic, SkyUp Nistru aus Moldawien und AirBorneo aus Malaysia stoßen zum Kreis der Thailand-Anflieger.
Die thailändische Luftfahrtbehörde wertet diese Entwicklung als starkes Langzeitsignal für Tourismus, Handel und ausländische Investitionen. Zugleich werde der Zugang für internationale Besucher und thailändische Reisende erheblich verbessert.
Thai Airways kehrt nach Amsterdam zurück
Die nationale Fluggesellschaft Thai Airways International bringt pünktlich zum 1. Juli eine wichtige Europastrecke zurück. Dann startet nach einer Pause endlich wieder der Direktflug zwischen Bangkok und Amsterdam. Die Wiederaufnahme ist Teil einer größeren Strategie, die Verbindungen zwischen Thailand und Europa Schritt für Schritt zu verdichten. Amsterdam war lange ein wichtiger Knotenpunkt im Netzwerk der Airline.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.



Wisst Ihr von der Redaktion eigentlich schon, was Ihr für widersprüchlichen Unfug verzapft? Gestern hieß es noch: „Spritpreise explodieren: Thai-Airlines streichen massenhaft Flüge“. Wer versorgt Euch eigentlich grundsätzlich mit Informationen? Wird bei Euch nicht geprüft, was rausgeht?
Aber wahrscheinlich wird dieser Kommentar von Euch eh‘ nicht veröffentlicht…
Vielen Dank für Ihren Kommentar, Herr Bachner — und natürlich wird dieser veröffentlicht, denn auch kritische Stimmen sind bei uns willkommen.
Wir verstehen, dass die beiden Schlagzeilen auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirken können. Beim genauen Lesen zeigt sich jedoch: Die Artikel behandeln völlig unterschiedliche Themen.
Der gestrige Bericht beschäftigt sich mit den kurzfristigen Flugstreichungen der thailändischen Airlines Thai Airways, Thai Lion Air und Thai AirAsia. Grund sind die dramatisch gestiegenen Kerosinpreise — über 240 US-Dollar pro Barrel durch den Nahost-Konflikt — die diese Gesellschaften zum Streichen von Inlands- und Auslandsrouten zwingen. Das betrifft Reisende, die jetzt oder in den nächsten Wochen fliegen wollen.
Der heutige Bericht hingegen handelt von der IATA Slot Conference, die vom 9. bis 11. Juni in Bangkok stattfand. Dabei verhandelten 87 internationale Fluggesellschaften aus aller Welt neue Strecken und Slots für den Winterflugplan 2026/2027 — also Verbindungen, die erst in einem halben bis anderthalb Jahr an den Start gehen. Betroffen sind Carrier wie Emirates, Air France, Virgin Atlantic oder Riyadh Air — keine thailändischen Inlandsanbieter.
Es handelt sich also um zwei parallele Entwicklungen, die gleichzeitig stattfinden und die sich gegenseitig keineswegs ausschließen: Kurzfristig kämpfen lokale Airlines mit einer Kostenkrise. Langfristig wächst das internationale Interesse an Thailand als Luftfahrtstandort. Beides ist real, beides ist relevant für unsere Leser.
Wir prüfen selbstverständlich, was wir veröffentlichen — und freuen uns, wenn unsere Leser so aufmerksam mitlesen wie Sie.
Nach dem gestrigen Bericht „Thai-Airlines streichen massenhaft Flüge“ sollten ja dann jetzt genügend Slots für diesen gewaltigen Ansturm vorhanden sein, oder?