Thailand plant Super-Register

Die Anti-Korruptionsbehörde schlägt vor, Einwanderungs-, Melderegister-, Krankenhaus- und Bankdaten zu verknüpfen. Dadurch sollen Behörden widersprüchliche oder besonders riskante Datensätze markieren können.

Thailand plant Super-Register
Hua Hin Today

BANGKOK – Thailands Anti-Korruptionsbehörde schlägt eine zentrale Identitätsdatenbank vor. Sie soll Einwanderungs-, Melderegister-, Krankenhaus- und Bankdaten verknüpfen, damit Behörden mutmaßlichen Identitätsbetrug früher erkennen können.

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Vier Wege zum Identitätsmissbrauch

Die Behörde für die Bekämpfung der Korruption im öffentlichen Dienst (PACC) spricht von Identitätswäsche. Dabei sollen echte staatliche Dokumente mit falschen oder manipulierten Angaben erlangt werden.

Nach Angaben der PACC sollen ausländische kriminelle Netzwerke dafür die Identitäten verstorbener oder inaktiver Personen übernehmen, rosafarbene Identitätskarten für Nicht-Thailänder unrechtmäßig erlangen, Geburtsinformationen zur Sicherung der thailändischen Staatsangehörigkeit fälschen oder mehrere sich überschneidende Identitäten für eine Person anlegen.

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Behörden sollen Daten zusammenführen

Polizeileutnant Siripong Sritula, stellvertretender Generalsekretär der PACC, erklärte am Dienstag, dem 18. August, dass die Behörden ihre Daten derzeit getrennt verwalten. Dadurch sei es schwer, die vollständige Identitätsgeschichte einer Person zu überblicken.

Verbunden werden sollen Angaben der Provinzverwaltung, des Einwanderungsbüros, von Krankenhäusern und Finanzinstituten. Das System könnte widersprüchliche oder besonders riskante Datensätze automatisch markieren.

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Dokumente für Konten und Firmen

Nach Einschätzung der PACC können missbrauchte Identitätsdokumente genutzt werden, um Bankkonten zu eröffnen, Finanzgeschäfte abzuwickeln, Unternehmen zu registrieren oder Vermögenswerte zu erwerben.

Siripong sagte, einzelne Fälle zu verfolgen reiche nicht aus. Die Schwachstellen im System, die Identitätsbetrug ermöglichten, müssten ebenfalls angegangen werden.

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Fall Mingchen Sun als Beispiel

Die PACC verwies auf den Fall des chinesischen Staatsangehörigen Mingchen Sun, gegen den Anklagen im Zusammenhang mit Waffen militärischer Qualität und explosiven Materialien erhoben wurden. Nach Angaben Siripongs besaß Sun mehrere Staatsangehörigkeiten und Reisedokumente sowie eine rosafarbene thailändische Identitätskarte.

Diese Karte soll er erhalten haben, nachdem falsche Angaben in Melderegisterdaten eingetragen worden waren. Ein Bezirksbeamter und ein Mitarbeiter wurden im Zusammenhang mit den mutmaßlich gefälschten Einträgen festgenommen; die Vorwürfe sind Gegenstand laufender Gerichtsverfahren.

Die PACC legte den Vorschlag für eine zentrale Identitätsdatenbank vor. Die PACC erklärte, Identitätswäsche könne über Finanzkriminalität hinaus das Vertrauen in Thailands Meldesystem beeinträchtigen.

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Quelle: Hua Hin Today

14 Kommentare zu „Thailand plant Super-Register

  1. Mein erster Gedanke: „Big Brother is watching you“ ist ein Witz dagegen. Mein zweiter Gedanke: Was für ein Glück in Thailand zu leben – nur ein Plan, wieder mal.
    🤔😯😊

    1. Genau das war auch mein erster Gedanke: 1984 steht bevor, wenn das tatsächlich umgesetzt wird. Gläserner Bürger: Nein, Danke. Die Daten werden mit Sicherheit mißbraucht werden; und zwar vom Leviathan (Thomas Hobbes).

      1. Süß. „1984 steht bevor“? Welcher Höhle entspringt man denn 2026 mit so einer Erkenntnis? Der Zug ist vor Jahren abgefahren, wir stecken längst in der Fortsetzung. Willkommen in der Wirklichkeit!

  2. Der feuchte Traum des totalitären Überwachungsstaates…. dann noch KI Echtzeitüberwachung mit stationären Kameras und Drohnen… und der Gulag ist fertig!
    Was für eine Dreistigkeit, wegen einer minimalen Anzahl von Fällen ALLE Einwohner unter Generalverdacht zu stellen und überwachen zu wollen.

  3. Fernab der Heimat und der Realität das ab 2027 die sogenannte Digitalisierung eintritt meckert der Michel im Dschungel.

    1. Ach, das ist noch gar nichts. Bald sollte man, wenn man nach Syrien oder Afghanistan reisen möchte, einfach nach Deutschland.

        1. Ich denke der Kasperlkopf ist da sehr flexibel. Vielleicht fühlt er sich seiner Vorsitzenden irgendwie ähnlich.😂

    2. Lieber ein Lächeln in der Sonne als ein ehrliches, angstverzerrtes Gesicht vor dem Kim-Porträt. Aber du hast recht: Die Parteipropaganda und Mangelwirtschaft hat sicher mehr Charme als ein thailändischer Nachtmarkt.
      Das „falsche Lächeln“ habe ich bewusst ignoriert.

Kommentare sind geschlossen.

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