Thailand plant Tourismusgebühr für ausländische Besucher

Thailand plant eine Gebühr für ausländische Besucher. Die Einnahmen sollen Attraktionen, Sicherheit und Umweltschutz finanzieren. Höhe und Start sind offen. Ein Zuschussprogramm soll zudem den Inlandstourismus stärken.

Thailand halbiert Flughafengebühren
Photo by Rach Teo on Unsplash

BANGKOK – Thailand schlägt eine neue Tourismusgebühr für ausländische Besucher vor. Die Einnahmen sollen in die Entwicklung von Attraktionen, mehr Sicherheit und die Wiederherstellung geschädigter Umwelt fließen. Höhe, Erhebungsmethode und Starttermin stehen noch nicht fest.

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Neue Gebühr für ausländische Besucher geplant

Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul stellte den Vorschlag am 10. August vor. Das Geld soll in einen neuen Fonds zur Förderung des Thailand-Tourismus fließen.

Nach Angaben des Ministers sollen auch kleinere Tourismusbetriebe breit von den Einnahmen profitieren. Wie viel ausländische Reisende zahlen müssen, ist noch offen.

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Fonds soll Attraktionen und Sicherheit finanzieren

Der geplante Fonds soll bestehende und eigens entwickelte Sehenswürdigkeiten fördern. Vorgesehen sind auch Mittel für eine Versicherung von Besuchern und weitere Sicherheitsmaßnahmen.

Ein weiterer Teil der Einnahmen soll für die Wiederherstellung von durch den Tourismus belasteten Umweltgebieten verwendet werden.

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Staat will Inlandsreisen mit 1,75 Milliarden Baht fördern

Parallel zur Gebühr schlug das Ministerium das Programm „Thai Travel Thai Plus“ vor. Der Staat soll dabei 50 Prozent der förderfähigen Reisekosten übernehmen, höchstens 3000 Baht pro Anspruch.

Geplant sind rund 500.000 Ansprüche. Jede Person könnte bis zu fünfmal davon profitieren, und das Programm soll für alle 77 Provinzen gelten.

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Gutscheine und Buchungen über Pao Tang

Zusätzlich ist ein Gutschein über 1000 Baht vorgesehen. Er soll für Mahlzeiten, Sehenswürdigkeiten, Tourismusprodukte, Waren aus Gemeinden, geführte Touren und Mietwagen genutzt werden können.

Buchungen und Zahlungen sollen über die Anwendung Pao Tang der Krungthai Bank laufen. Dafür brauchen Nutzer ein thailändisches Bankkonto und eine nationale Identifikationsnummer.

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Inlandstourismus verliert an Einnahmen

Das Ministerium erwartet, dass das viermonatige Inlandsprogramm mehr als 26 Milliarden Baht an wirtschaftlicher Aktivität auslöst. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 gingen die Einnahmen aus dem Inlandstourismus jedoch um vier Prozent zurück.

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ZUM ANGEBOT

Der Rückgang wurde durch den Konflikt im Nahen Osten, höhere Treibstoffkosten und schwache Ausgaben in der Nebensaison zwischen Mai und Oktober verursacht. Das Kabinett soll das Zuschussprogramm bis zum 31. August prüfen; falls es zu Verzögerungen kommt, ist ein Start bis Ende 2026 vorgesehen.Die Vorschläge wurden bei einer von Suphajee Suthumpun geleiteten Sitzung vorgestellt; Suthumpun bekleidet das Amt des stellvertretenden Premierministers und des Handelsministers. Auch Sabeeda Thaised vom Kulturministerium und Natthriya Thaweevong, ständige Sekretärin des Ministeriums für Tourismus und Sport, nahmen teil.

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Quelle: Thaiger

9 Kommentare zu „Thailand plant Tourismusgebühr für ausländische Besucher

    1. Vielleicht sollte Thailand den ausländischen Touristen eine Eintrittsgebühr bezahlen? Wie lockt man Besucher an? Indem man von ihnen Eintrittsgeld verlangt oder indem man ihnen ein Willkommensgeschenk z.B. eine kostenlose Flasche Champus anbietet?

  1. Na ja, die Planung dauert eh schon mehr als 10 Jahre! Wird so sein wie bei der ominösen Land Brücke!
    Mai pen rai 😄😜😊

  2. Hat sich der Finanzminister die Dossiers von seinen Vorgänger nicht angeschaut?
    Dann hätten es bemerkt :
    Alter Wein in neuen Schläuchen…oder so…

  3. Die 300 Baht kommen seit Jahren immer wieder mal ins Gespräch. Ich plädiere für 3000 Baht, dann werden die Nicht Qualitätstouristen abgeschreckt.

    1. Warum nicht gleich 30k Baht ? Dann kann Thailand hoffen, dass nur noch High-Society Qualitätstouristen kommen, die natürlich auch noch große Investitionen machen. Die Glaskugel der TAT verrät schon mal wie viele Billionen Baht generiert werden.

  4. Es gibt doch seit mindestens 25 Jahren die Ausreisegebührc,

    und wenn ich mich nicht täusche eigentlich auch eine Einreisegebühr.

    Beide werden nur seit ca. 15 (?) Jahren automatisch mit den Gebühren im Flugticket im Voraus bezahlt.

    Was nicht davon abhält es halt noch mal zusätzlich zu versuchen, um dann nach 3-4 Jahren sich über den unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand zu beschweren und als Innovation, diese dann wieder automatisch zusätzlich über die internationalen Flugsteuern einzutreiben (welche ja auch gerade generell ordentlich erhöht wurden – national wie international).

    1. Das mit der Ausreisegebühr ist eine ganz andere Baustelle, da es hier um Gebühren geht die jeder, also auch die Thailänder zahlen müssen. Im Prinzip hätte ich ja auch gar nichts gegen eine Tourismussteuer die jeder Einreisende „Tourist“ zahlen muss. Das verlangen andere auch, muss ja nicht gleich so happig sein wie in Butan, aber selbst die EU erhebt ja eine Eintrittsgebühr. Dass man die Subventionierung der thailändischen Touristen gerne damit gegenfinanzieren würde, kann ich sogar irgendwie nachvollziehen.
      Mein Verständnis hört aber da auf, wenn wie bisher Ausländer an jeder Sehenswürdigkeit mit dem Double-Pricing-System weiterhin abgezockt werden. Geradezu unverschämt empfinde ich, dass man EK-Steuer zahlende Residenten damit ein drittes Mal abkassieren will. Und dann stellt sich so ein stellvertretender Minister hin und meint „das wäre sein Zuhause“ und da könne er machen was er wolle. Und da hat wohl auch recht! Tut er ja auch mit der Neuinterpretation bestehender Gesetze und Vorschriften um Ausländer indirekt zu enteignen und damit eingebrachte Milliardenwerte in Euro, Dollar oder Fränkli vernichtet.
      Naja, irgendwann wird das in den internationalen Medien in ihrer Breite wahrnehmen was diese heimatverbundenen Patrioten glauben dem Rest dieser Welt einfach so alles abnehmen zu können. Aber so kann es eben laufen wenn eine Ideologie über der Ökonomie steht.

Kommentare sind geschlossen.

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