Thailand – Die Abteilung für Katastrophenprävention und -minderung (DDPM) warnt landesweit für den Zeitraum 19. bis 21. Mai 2026 vor Waldabfluss, Sturzfluten, Staunässe sowie starken Winden und hohen Wellen. Grund sind ein starker Südwestmonsun über Andamanensee und Golf von Thailand und ein Tiefdruckgebiet über der oberen Küste Vietnams; Provinzen wurden angewiesen, Notunterkünfte vorzubereiten und Warnungen zu verbreiten.
Thailand: Landesweite Alarmstufe und Ursache
Die DDPM hat formell vor erhöhtem Risiko durch Starkregen, Wasserstau und Schlammlawinen gewarnt. Der Thailändische Meteorologische Dienst (TMD) sagt für die Tage verstärkten bis stellenweise sehr starken Regen voraus.
Auslöser sind ein kräftiger Südwestmonsun über der Andamanensee und dem Golf von Thailand sowie ein Tief über der oberen Küste Vietnams. Betroffen sind Regionen im Norden, Nordosten, der Zentralregion und die Westküste des Südens.
Norden: Aufzählung der gefährdeten Provinzen
Als gefährdet listet die DDPM im Norden die Provinzen Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Lamphun, Lampang, Phayao, Phrae, Nan, Uttaradit, Tak, Sukhothai, Kamphaeng Phet, Phitsanulok, Phichit, Phetchabun, Nakhon Sawan und Uthai Thani. Dort drohen vor allem Waldabfluss und Sturzfluten.
Die Behörden in diesen Provinzen wurden angewiesen, Risikogebiete zu überwachen und Bewohner in Gefahrenzonen zu alarmieren. Notunterkünfte und Vorräte sollen vorbereitet werden.
Nordost: Regionen mit erhöhter Flutgefahr
Im Nordosten nannte die DDPM Loei, Nong Khai, Bueng Kan, Nong Bua Lamphu, Udon Thani, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom, Chaiyaphum, Khon Kaen, Maha Sarakham, Kalasin, Mukdahan, Roi Et, Yasothon, Amnat Charoen, Nakhon Ratchasima, Buri Ram, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani. Auch hier gilt erhöhte Wachsamkeit.
Die Warnungen richten sich an örtliche Katastrophenschutzzentren, Bezirksbehörden und lokale Verwaltungsorganisationen, damit sie sofort informieren und Schutzmaßnahmen treffen können. Behörden sollen die Ergebnisse der Warnungen zentral melden.
Zentralregion: Zahlreiche Provinzen unter Beobachtung
Die DDPM nennt in der Zentralregion Kanchanaburi, Ratchaburi, Suphan Buri, Chai Nat, Sing Buri, Ang Thong, Phra Nakhon Si Ayutthaya, Lop Buri, Saraburi, Nakhon Nayok, Prachin Buri, Sa Kaeo, Chachoengsao, Chon Buri, Rayong, Chanthaburi, Trat, Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan, Pathum Thani, Nonthaburi, Nakhon Pathom, Samut Sakhon, Samut Songkhram und Samut Prakan.
Für diese Provinzen gilt besondere Aufmerksamkeit auf Gebiete mit anhaltendem Niederschlag oder bereits angesammeltem Wasser, weil sich dort Überschwemmungen und Staunässe bilden können. Die DDPM forderte tägliche Lagebeobachtung.
Süden (Westküste, Andamanensee): Bezirke mit starkem Wind und hohen Wellen
Für die Westküste an der Andamanensee nennt die DDPM betroffene Bezirke in Ranong (Mueang Ranong, Suk Samran, Kapoe), Phang Nga (Ko Yao, Takua Thung, Thai Mueang, Takua Pa, Khura Buri), Krabi (Mueang Krabi, Khlong Thom, Ko Lanta, Nuea Khlong, Ao Luek), Trang (Kantang, Sikao, Palian, Hat Samran) und Satun (Mueang Satun, La-ngu, Thung Wa, Tha Phae).
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In diesen Distrikten wurden wegen starker Winde und hoher Wellen Badeverbote angeordnet und Bootsführer zur Vorsicht gemahnt. Zuständige Behörden sollen Warnsignale an der Küste installieren und Touristen informieren.
Konkrete Messwerte: Kapoe (Ranong) und Takua Pa (Phang Nga)
Die DDPM meldete eine Cell-Broadcast-Nachricht für den Bezirk Kapoe in Ranong, nachdem sich dort akkumulierte Niederschlagsmengen von über 120 mm angesammelt hatten. Der Regen setzte weiter an.
Zuvor überschritt im Bezirk Takua Pa in Phang Nga die akkumulierte Niederschlagsmenge 150 mm. Die DDPM warnte in beiden Fällen vor Überschwemmungen, überlaufenden Ufern und Schlammlawinen entlang von Kanälen, in tiefliegenden Gebieten und an Vorgebirgshängen.
Anweisungen an Behörden: Unterkünfte, Vorräte und Kommunikation
Die DDPM forderte Gouverneure und Direktoren aller Provinzen auf, temporäre Unterkünfte bereitzustellen, ausreichend Nahrung, Trinkwasser und andere lebenswichtige Güter vorzuhalten sowie gefährdete Gebiete rund um die Uhr zu überwachen. Natürliche Touristenattraktionen wie Höhlen und Wasserfälle sollen bei Gefahr geschlossen werden.
Für die Schifffahrt wurden das Marine Department, die Royal Thai Navy und die Marinepolizei angewiesen, Warnungen auszugeben und Bootsführer zu informieren; bei Verschlechterung der Lage können Provinzen das Auslaufen von Schiffen streng verbieten.



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