BANGKOK, Thailand – Eine undichte Treibstoffleitung an der Chuea-Phloeng-Straße gilt als Quelle des ölverschmutzten Abwassers im Bezirk Khlong Toey. Thitipat Chotidechachainan, Sekretärin des Energieministers, bestätigte den Zusammenhang. Für die Betreiber stehen Reparaturen, eine Prüfung der gesamten Leitung und die Haftung für alle Schäden an.
Ölspur an der Leitung entdeckt
Am Mittwochabend legten Arbeiter rund zehn Meter von einer zuvor untersuchten Stelle entfernt einen weiteren Abschnitt der Straße frei. In zwei bis drei Metern Tiefe stießen sie nahe einem Brückenpfeiler auf eine Ölspur an der Leitung.
Eine Metallplatte liegt dort neben der Leitung, um Vibrationen zu verringern. Sie muss versetzt werden, damit der Zustand des Rohres genauer geprüft werden kann.
Weitere Grabungen in Bangkok geplant
Am Donnerstag sollten weitere Teile der Straße geöffnet werden. Nach Angaben von Thitipat Chotidechachainan, Sekretärin des Energieministers, ist inzwischen bestätigt, dass das Leck die Verschmutzung des Entwässerungssystems der Hauptstadt verursacht hat.
Die Suche nach der undichten Stelle dauerte mehr als eine Woche. Auslöser waren Beschwerden über starken Ölgeruch unter der Rama-III-Hochstraße an der Grenze zwischen Khlong Toey und Yannawa.

Erste Tests fanden kein Leck
Bangchak hatte am Samstag erklärt, eigene Untersuchungen mit mehreren technischen Verfahren hätten keine undichte Stelle ergeben. Weitere Tests waren damals bereits angekündigt worden.
Thitipat erklärte, der Austritt könne so gering gewesen sein, dass die ersten Prüfungen ihn nicht erfassten. Deshalb seien genauere Kontrollen nötig.
Tausende Liter Abwasser abgepumpt
Im Laufe der vergangenen Woche wurden Tausende Liter ölverschmutzten Abwassers aus dem Untergrund abgepumpt. Die Untersuchung der undichten Stelle wurde von mehreren Behörden koordiniert.
Bangchak ist Eigentümer von Bangkok Fuel Pipeline and Logistics Co. Das Unternehmen betreibt die Leitung, die BAFS Pipeline Transportation Co. gehört.

Leitung verbindet Raffinerie mit Flughäfen
BAFS Pipeline Transportation Co. ist eine Tochtergesellschaft von Bangkok Aviation Fuel Services Plc. Bangchak hält 9,4 Prozent an dem börsennotierten Unternehmen.
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Die Leitung verbindet die Bangchak-Raffinerie mit Depots und großen Flughäfen, darunter Don Mueang und Suvarnabhumi.
Betreiber müssen Schäden übernehmen
Nach Angaben von Thitipat müssen Bangkok Fuel Pipeline and Logistics Co. und Bangkok Aviation Fuel Services Pipeline Transportation Co. für alle Schäden durch das Leck aufkommen.
Der Betreiber muss beschädigte Bereiche, Mängel und Fehler entlang der Leitung schnell ermitteln und reparieren. Der Eigentümer muss dem Department of Energy Business außerdem Wartungs- und Reparaturprotokolle für das gesamte System vorlegen.Diese Unterlagen sollen die Untersuchung der Ursache und eine umfassende Risikobewertung unterstützen.

32 Kilometer werden geprüft
Nach Abschluss der Reparaturen muss die Leitung auf einer Strecke von 32 Kilometern mit einem sogenannten Molch geprüft werden. Dieses Prüfgerät wird durch das Rohr geschickt, um es zu reinigen und seinen inneren Zustand zu messen, ohne den Durchfluss zu stoppen.
Die Untersuchung soll Stellen aufspüren, an denen Auffälligkeiten auftreten könnten. Werden solche Unregelmäßigkeiten gefunden, muss der Betrieb sofort unterbrochen werden, bis die betroffene Stelle geprüft und repariert ist.
Neue Leitungsabschnitte und mögliche Umleitung
Beschädigte Teile der Treibstoffleitung sollen durch neue Abschnitte ersetzt werden. Als langfristige Maßnahme wird auch eine Verlegung der Leitung geprüft. Das gilt vor allem für Bereiche unter Brückenpfeilern oder anderen möglicherweise gefährlichen Bauwerken.
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