BANGKOK, THAILAND – Massive Korruptionsvorwürfe erschüttern das Bangkok Remand Prison und führen zu sofortigen Entlassungen in der Führungsebene. Ein Gefängniskommandant und sein Sekretär mussten ihren Dienst quittieren, nachdem Vorwürfe über eine illegale VIP‑Behandlung chinesischer Häftlinge laut wurden.
Harte Strafen gegen Gefängnisleitung
Das Justizministerium griff hart durch und ordnete die sofortige Entlassung des Gefängniskommandanten und seines Privatsekretärs an. Die Anordnung erfolgte per Order No. 240/2025 vom 24. Mai 2025; zusätzlich wurde Order No. 1562/256 vom 28. Mai 2025 erlassen, die weitere disziplinarische Maßnahmen vorsieht. Ein spezieller Untersuchungsausschuss prüft nun die schwerwiegenden disziplinarischen Verstöße der beiden Beamten im Staatsdienst.
Die Behörden reagierten damit auf Berichte über massive Bevorzugungen innerhalb der Mauern der bekannten Haftanstalt. Ziel der Maßnahmen ist es, das Vertrauen der Öffentlichkeit in das thailändische Justizsystem wiederherzustellen.
VIP‑Behandlung für chinesische Häftlinge
Die Nationale Menschenrechtskommission leitete Ermittlungen ein, nachdem Beschwerden über eine Vorzugsbehandlung chinesischer Gefangener eingegangen waren. Diese Form der Diskriminierung verletze laut der Kommission grundlegende Menschenrechte und den Grundsatz der Gleichbehandlung.
Interne Prüfungen ergaben, dass eine Gruppe von Beamten gezielt Vorteile von Häftlingen forderte. Im Gegenzug sahen die Aufseher von Strafen ab, wenn Gefangene beispielsweise verbotene Mobiltelefone besaßen.
Illegale Besuche gegen Bezahlung
Die Ermittlungen deckten zudem auf, dass Beamte Anwälten illegale Besuche bei Gefangenen ermöglichten. Für diese Sonderrechte flossen offenbar Schmiergelder an das beteiligte Personal der Justizvollzugsanstalt.
Gegen die beteiligte Beamtengruppe wurde nun ebenfalls ein Verfahren wegen schwerwiegender Disziplinarverstöße eingeleitet. Auch diese Mitarbeiter mussten den Staatsdienst mit sofortiger Wirkung verlassen, um die Untersuchung nicht zu gefährden.
Strafverfolgung durch Sonderermittler
Die Justizvollzugsbehörde arbeitet eng mit der Sonderermittlungsbehörde zusammen, um strafrechtliche Schritte einzuleiten. Relevante Beweismittel wurden bereits an die Sonderermittler übergeben, um die Korruption lückenlos aufzuklären.
Der Fall liegt mittlerweile der Nationalen Antikorruptionskommission zur weiteren Prüfung vor. Die Behörden betonen, dass alle Beteiligten mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen müssen.
Gleichbehandlung hinter Gittern
Alle Gefängnisse im Land sind nun aufgerufen, das Strafvollzugsgesetz von 2017 strikt und ohne Ausnahmen umzusetzen. Die Menschenwürde und eine transparente Behandlung aller Insassen müssen laut Behördenvorgabe jederzeit gewahrt bleiben.
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