Kokain-Ring in Bangkok zerschlagen: Drahtzieher festgenommen

Über 1 Million Baht soll im Bad über der Decke versteckt gewesen sein – und der Verdächtige brach in Tränen aus. Wie flog das Versteck auf?

Kokain-Ring in Bangkok zerschlagen: Drahtzieher festgenommen
KhaoSod English

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Polizei hat ein Kokain-Schmuggelnetzwerk zerschlagen und vier Verdächtige festgenommen, darunter einen mutmaßlichen nigerianischen Drahtzieher. Bei der Aktion wurden Kokain sowie Bargeld und Vermögenswerte im Millionen-Baht-Bereich sichergestellt.

Großeinsatz in Bangkok: Netzwerk im Visier

Am 19. April 2026 teilten thailändische Behörden mit, dass ein Kokain-Handelsring zerschlagen worden sei. An dem Einsatz waren ranghohe Beamte des Metropolitan Police Bureau und des Narcotics Suppression Bureau beteiligt.

Im Zentrum der Ermittlungen stand ein Netzwerk, das mit einem Verdächtigen namens Patrick (47) in Verbindung gebracht wird. Er wurde nahe Silom Soi 1 in Bangkok festgenommen.

Mutmaßlicher Drahtzieher: Vorwürfe und Aufenthaltsstatus

Patrick, ein nigerianischer Staatsangehöriger, muss sich laut Polizei wegen mehrerer Anklagepunkte verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Kokain (Narkotikum der Kategorie 2) ohne Genehmigung zum kommerziellen Vertrieb verkauft zu haben.

Die Behörden erklärten, der Mann habe seit mehr als 17 Jahren in Thailand gelebt, angeblich mit einem Familienvisum über eine thailändische Ehefrau. Ermittler vermuten, dass es sich dabei um eine Scheinehe gehandelt haben könnte.

Drei weitere Festnahmen: Schweiz und Thailand

Zusätzlich nahmen die Beamten einen 60-jährigen Schweizer namens Thomas in der Provinz Nonthaburi fest. Bei ihm wurden nach Angaben der Polizei 0,87 Gramm Kokain gefunden.

Außerdem wurden zwei thailändische Männer im Alter von 35 und 34 Jahren in Bangkok festgenommen. Ihnen wird gemeinsamer Besitz von Kokain ohne Erlaubnis vorgeworfen.

Sicherstellungen: Drogen, Bargeld und Vermögenswerte

Insgesamt beschlagnahmten die Behörden rund 30 Gramm Kokain sowie ein Auto. Hinzu kamen etwa 1,5 Millionen Baht in bar, Fremdwährung und weitere Vermögenswerte.

Darüber hinaus prüfen Ermittler weiteres Eigentum im Wert von mehr als 400.000 Baht. Die Polizei machte dazu zunächst keine weiteren Details öffentlich.

Vier Monate Ermittlungen: Spur führt zurück bis 2025

Den Festnahmen ging eine viermonatige Untersuchung voraus, die sich auf mutmaßliche Drogenaktivitäten seit 2025 bezog. Die Ermittler verfolgten dabei insbesondere die Bewegungen des Hauptverdächtigen.

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ZUM ANGEBOT

Die Festnahme erfolgte laut Polizei gegen 23:00 Uhr am 18. April, nachdem Patrick angeblich Drogen an Komplizen geliefert hatte. Anschließend durchsuchten Beamte seinen Wohnsitz.

Durchsuchung: Geldversteck über der Badezimmerdecke

Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben mehr als 1 Million Baht, die oberhalb einer Decke im Badezimmer versteckt gewesen sein sollen. Der Fund gilt als Teil der sichergestellten Vermögenswerte.

Die Polizei berichtete, der Verdächtige habe bei der Festnahme angespannt gewirkt und die Vorwürfe eingeräumt. Er habe angegeben, schockiert zu sein, nach jahrelanger Tätigkeit gefasst worden zu sein.

Weitere Spuren und laufende Ermittlungen

Im Zuge der weiteren Ermittlungen führten Hinweise die Beamten zu mehreren zusätzlichen mutmaßlichen Orten. Dabei soll der Hauptverdächtige nach seiner Festnahme in Tränen ausgebrochen sein und darum gebeten haben, nach Hause geschickt zu werden.

Alle Verdächtigen wurden an Ermittler verschiedener Polizeistationen übergeben, während die sichergestellten Vermögenswerte an das Office of the Narcotics Control Board weitergeleitet wurden. Die Behörden erklärten, man ermittle weiter, um zusätzliche Beteiligte zu identifizieren.

Deine Meinung

Wie bewertest du das Vorgehen der thailändischen Behörden gegen internationale Drogen-Netzwerke, die in Bangkok und Umgebung operieren? Reichen solche Einsätze aus, um den Handel nachhaltig zu stören?

Welche Rolle sollten aus deiner Sicht strengere Kontrollen bei Visa, Aufenthaltsstatus und Vermögensprüfungen spielen, wenn der Verdacht auf Scheinehen oder kriminelle Strukturen besteht? Diskutiere mit in den Kommentaren.

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Quelle: Khaosod English

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