Banken-Hammer in Thailand: Gebühren werden gesenkt

Wucher-Gebühren in Thailand vor dem Aus? Die Zentralbank plant massive Senkungen für Privatkunden und Firmen. Doch trotz neuer Kredit-Hilfen bleibt die Frage: Kann das die angeschlagene Wirtschaft wirklich retten?

Banken-Hammer in Thailand: Gebühren werden gesenkt
Nutthawat Wichieanbut / Bangkok Post

Thailand – Die Bank of Thailand greift bei Bankgebühren durch: Schon ab Juli 2026 sollen für Privatkunden und kleine Firmen standardisierte und niedrigere Entgelte kommen. Betroffen sind unter anderem Kontoführungsgebühren, Überweisungen, Geldkartengebühren und Abhebungen mit Kreditkarte. Für viele Kunden und KMU soll das spürbar Geld sparen.

Bis zu 15 Gebühren im Visier

Die Zentralbank will 10 bis 15 wichtige Bankgebühren für Privatpersonen und kleine und mittlere Unternehmen vereinheitlichen und senken. Genannt werden unter anderem Gebühren für Bargeldabhebungen mit Kreditkarte, Kontoführung, überregionale Überweisungen, Geldkartengebühren und Kontoauszüge.

Die Gebühren für Kreditkarten-Bargeldabhebungen liegen derzeit zwischen 2 Prozent und 2,5 Prozent. Für neue Kreditlinien bei KMU mit Darlehen bis 250.000 Baht soll die Front-End-Gebühr auf 2,5 Prozent begrenzt werden.

Konsultation endet am 10. Mai

Gouverneur Vitai Ratanakorn sagte, die einmonatige öffentliche Konsultation zu den Reformen ende am 10. Mai, danach folge die offizielle Ankündigung. Der Start könne bereits im Juli beginnen oder schrittweise je nach Fall umgesetzt werden.

Die Bank of Thailand begründet den Schritt mit niedrigeren Betriebskosten im digitalen Bankwesen. Zugleich soll die finanzielle Belastung für Kunden und Unternehmen sinken.

Schwaches Kreditwachstum setzt Banken unter Druck

Vitai verwies auf das schwache Kreditwachstum im thailändischen Bankensektor. Als Gründe nannte er wirtschaftliche Unsicherheit und Konflikte im Nahen Osten.

Steigende globale Energiepreise durch den Konflikt haben die Produktionskosten von Unternehmen erhöht und die Kaufkraft der Haushalte geschwächt. Höhere Lebenshaltungskosten und sinkende Einkommen drücken zusätzlich auf die Nachfrage.

Neue Programme sollen Kredite leichter machen

Regierung und Zentralbank haben zugleich Maßnahmen gestartet, um die Liquidität von Kreditnehmern zu stützen und die Kreditvergabe anzuschieben. Dazu gehören zinsgünstige Darlehen über die Government Savings Bank sowie die Programme SME Credit Boost und SME Secured Plus.

Wipawin Promboon sagte, SME Credit Boost senke die Kreditrisiken für Finanzinstitute, die Unternehmen und besonders KMU neue Kredite geben. SME Secured Plus soll Banken mehr Flexibilität bei der Bewertung von Sicherheiten geben.

Banken können die Zentralbank ansprechen

Die Bank of Thailand teilte außerdem mit, Banken könnten sich an die Zentralbank wenden, wenn sie bei zusätzlicher finanzieller Unterstützung auf regulatorische oder operative Hürden stoßen. Dann sollen passende Hilfen entwickelt werden. Nach Angaben der Bank soll jede Unterstützung ein Gleichgewicht zwischen Hilfe für Schuldner und der Stabilität des Finanzsystems halten.

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Quelle: AseanNow Thailand

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