Koh Phangan, Thailand – Auf Koh Phangan haben Behörden vier Resorts im Gebiet Sri Thanu durchsucht und drei Unternehmen wegen mutmaßlichen Hotelbetriebs ohne Lizenz angezeigt. Im Fokus stehen nicht nur fehlende Genehmigungen, sondern auch mögliche Strohmann-Konstruktionen mit ausländischer Beteiligung. Die Ermittler nehmen dabei auch Verbindungen zu israelischen Gruppen unter die Lupe.
Razzien in Sri Thanu
Die Einsätze liefen am 9. Mai im Gebiet Ban Ao Sri Thanu, Moo 8, auf Koh Phangan. Beteiligt waren Beamte der Provinzverwaltung, der Einwanderungspolizei und der Polizei von Koh Phangan.
Nach Angaben der Behörden stützten sich die Kontrollen auf Hinweise aus dem Geheimdienst, wonach einige Betriebe ohne die nach thailändischem Recht nötigen Genehmigungen arbeiten könnten.
Vier Resorts im Visier
Erstes Ziel war das Zama Resort in 81/5 Moo 8, betrieben von der Honos Management Co Ltd. Dort stellten die Ermittler 23 Zimmer sowie thailändische und ausländische Anteilseigner fest.
Auch das Sritanu Residences Resort in 66/1 Moo 8, geführt von der Mudita Koh Phangan Co Ltd, geriet ins Visier. Beim Eintreffen der Beamten war der Betrieb geschlossen, niemand war vor Ort.
Festnahmen und Anklagen
Beim Haad Chao Phao Resort in 48/3 Moo 8 wurden acht Gästezimmer festgestellt. Einige mit dem Unternehmen verbundene Personen wurden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Hotelgesetz festgenommen, zugleich liefen Überprüfungen ausländischer Arbeitskräfte.
Im Samma Karuna Beach and Wellness Resort in 84/13 Moo 8 fanden die Beamten 12 Gästezimmer. Dort durchsuchten sie Unterlagen und Personen im Umfeld des Betriebs, bevor vorläufige Anklagen wegen mutmaßlicher unlizenzierter Hotelaktivitäten erhoben wurden.
Unterlagen beschlagnahmt, Ermittlungen ausgeweitet
Die Behörden erklärten, dass bei drei der vier Unternehmen Verstöße gegen das Hotel Act BE 2547 festgestellt wurden. Buchhaltungsunterlagen, Aktionärsregister und Finanzinformationen wurden für die weitere Prüfung sichergestellt.
Die Ermittlungen richten sich auch auf mögliche Strohmann-Vereinbarungen, bei denen thailändische Staatsbürger genutzt worden sein könnten, um ausländisches Eigentum oder Kontrolle über Land und Tourismusgeschäfte zu verschleiern. Die Behörden kündigten an, Landbesitz, Geschäftsabläufe und finanzielle Verbindungen auf der ganzen Insel weiter zu prüfen.
Israelische Gruppen im Blick der Ermittler
Nach Angaben der Beamten stehen die Kontrollen im Zusammenhang mit einer größeren Aktion gegen illegale Hotelbetriebe. Dabei sehen die Ermittler auch Verbindungen zu israelischen Gruppen, die in der Gegend Villen und Geschäftsstrukturen nutzen. Die Untersuchung soll weiterlaufen, während die Behörden die Strukturen auf Koh Phangan noch genauer unter die Lupe nehmen.
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