Bangkok, Thailand – Nach einem Livestream mit Vorwürfen der Beleidigung des Islam ist die Transgender-Frau Madam Lor in Bangkok von einer wütenden Menge umringt worden. Die Polizei brachte sie schließlich aus dem Gebiet und leitete rechtliche Schritte ein. Der Streit hat weit über Thailand hinaus Reaktionen ausgelöst.
Livestream löst heftige Reaktionen aus
Ausgelöst wurde die Kontroverse durch einen Livestream von Madam Lor, der Vorwürfe nach sich zog, sie habe Koranverse verspottet und beleidigende Bemerkungen über den Islam gemacht. Der Konflikt hing mit einer Debatte über das Tragen des Hijab durch Transgender-Muslime zusammen.
Die Videoclips verbreiteten sich schnell in sozialen Medien und sorgten für Reaktionen in Thailand sowie in Malaysia, Indonesien, Brunei und Teilen der arabischen Welt.
Menschenmenge vor dem Restaurant in Ramkhamhaeng
Am 10. Mai trafen sich Gemeindeführer in einem Restaurant in Ramkhamhaeng 53, um die Spannungen zu entschärfen. Doch vor dem Ort versammelten sich Tausende Protestierende.
Madam Lor stammt aus Narathiwat. Als die Lage vor dem Restaurant immer angespannter wurde, griff die Polizei ein.
Polizei bringt Madam Lor in Sicherheit
Nach Angaben der Polizei wurde Madam Lor aus Angst vor Gewalt aus dem Restaurant gebracht und zu einer Polizeistation eskortiert. Mehr als 10 Beamte begleiteten den Einsatz.
Damit leitete die Polizei auch rechtliche Schritte gegen sie ein.
Entschuldigung und öffentlicher Druck
Im Restaurant entschuldigte sich Madam Lor bei ihrer Familie und der Gesellschaft. Sie erklärte, die Bemerkungen seien in einem Moment der Wut gefallen.
Protestierende forderten, dass sie sich selbst schlägt und den Kopf rasiert. Gleichzeitig entbrannte online eine Debatte über die angebliche Beleidigung der Religion und über öffentliche Demütigung sowie Einschüchterung.
Debatte reicht weit über Bangkok hinaus
Der Streit hat nicht nur in Thailand Wellen geschlagen, sondern auch in mehreren Ländern der Region und in Teilen der arabischen Welt. Im Netz stößt die Reaktion auf den Vorwurf teils auf scharfe Kritik.
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