BANGKOK, THAILAND – Ein Güterzug prallte am Abend des 16. Mai an einem Bahnübergang in Makkasan unterhalb der Airport Rail Link gegen einen Linienbus. Jirawat Jangwat, stellvertretender Sprecher der Demokratischen Partei, machte am 17. Mai 2026 Sicherheitslücken für die Tragödie verantwortlich und forderte dringend drei Sofortmaßnahmen, weil das Problem seit rund 20 Jahren bekannt sei.
Unfall in Makkasan: Beileid für Opfer und Verletzte
Jirawat Jangwat erklärte die Kollision eines Güterzugs mit einem Linienbus am Bahnübergang in Makkasan und drückte den Familien der Verstorbenen sein tiefstes Beileid aus. Er wünschte den Verletzten schnelle Genesung und betonte, die Gesellschaft dürfe das Ereignis nicht nur als individuelles Fehlverhalten abtun.
Der Vorfall ereignete sich am Abend des 16. Mai; Jirawat gab die Informationen am 17. Mai 2026 bekannt. Er warnte davor, dass solche Tragödien durch aufeinanderfallende Sicherheitslücken entstehen und deshalb systematisch angegangen werden müssen.
„Schweizer Käse“: Fünf Schutzschichten fehlen oder versagen
Der Politiker beschrieb das Problem mit dem internationalen „Swiss Cheese Model“: Unfälle entstünden, wenn mehrere Schutzschichten gleichzeitig Lücken zeigten. Ein sicheres Verkehrssystem müsse nach seiner Darstellung aus fünf Schutzschichten bestehen.
Diese fünf Schichten nennt er: klare Verkehrsregeln und Halteverbote auf den Gleisen, funktionierende Schranken und Warnsignale, ein Eisenbahnsignalsystem, das Züge nur bei freier Strecke passieren lässt, Verkehrsüberwachung an Engstellen wie Makkasan sowie schließlich strukturelle Trennungen von Bahn und Straße durch Über- oder Unterführungen.
Missing Link stockt wegen Verknüpfung mit Mega-Projekt
Jirawat nannte das Missing-Link-Projekt der Roten Linie (Abschnitt Hua Mak–Makkasan–Phaya Thai–Bang Sue) als strukturelle Lösung, die viele ebenerdige Übergänge in der Innenstadt beseitigen würde. Dieses Projekt verzögere sich jedoch stark.
Grund dafür sei laut Jirawat die Verknüpfung mit dem Hochgeschwindigkeitszug-Projekt zur Verbindung der drei Flughäfen; dadurch werde die Sicherheit der Stadtbewohner an Verzögerungen eines milliardenschweren Megaprojekts gekettet. Er kritisierte, dass man seit etwa 20 Jahren über das Problem spreche, aber nicht entschlossen handle.
Eisenbahnring unvollständig, Güterzüge fahren weiter durch die Stadt
Ein weiterer Kritikpunkt ist der unvollständige Eisenbahnring um Bangkok: Abschnitte wie Suphan Buri–Ban Phachi seien noch Lücken, die eine Umleitung von Güterzügen ermöglichen würden. Solange der Ring nicht fertig ist, müssten Güterzüge weiterhin durch das Stadtzentrum fahren.
Das zwinge Züge in den Kern der Stadt und erhöhe das Risiko an Bahnübergängen wie dem in Makkasan, weil die strukturelle Umleitung fehlt. Jirawat sieht darin einen klaren Grund, warum Fahrten von Güterzügen nicht einfach wegfallen.
Drei Sofortmaßnahmen, die Jirawat fordert
Er schlug drei konkrete Schritte vor: Erstens die Kopplung der Ampelsysteme mit dem Bahnsystem (Interlocking), damit Fahrzeuge vor der Ankunft eines Zuges vollständig von den Gleisen geräumt werden. Zweitens die Priorisierung und Beschleunigung des Missing-Link-Abschnitts der Roten Linie, unabhängig vom Hochgeschwindigkeitsprojekt.
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Drittens fordert er den schnelleren Ausbau des Eisenbahnrings um Bangkok, um Güterzüge aus der Stadt zu verlagern. Jirawat betonte, diese Maßnahmen müssten sofort und entschlossen umgesetzt werden, damit die Gefahr an Bahnübergängen verringert wird.
Klare Warnung: Nicht handeln heißt, weitere Opfer riskieren
Jirawat machte deutlich, dass dies nicht das letzte Mal sein werde, dass Menschen ihr Leben verlieren, wenn die staatlichen Strukturen nicht verlässlich funktionieren und nicht entschieden gehandelt werde. Er forderte ein Ende des Abwartens und eine Priorisierung der Sicherheitsarbeiten.
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Was haben Sicherheitsmängel mit Schweizer Käse zu tun ???????