Kamphaeng Phet, Thailand – Ein Unbekannter drang laut Polizei am Abend des 17. Mai 2026 in die Zelle des 65-jährigen Abtes von Wat Krachom Thong ein und schoss mit einer Schrotflinte auf ihn. Der Abt wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht; sein Zustand ist nicht lebensgefährlich. Die Ermittler prüfen vor Ort Spuren und funktionierende Überwachungskameras und befragen die Mönche des Tempels.
Angreifer soll in Zelle eingedrungen sein
Laut Polizeibericht wurde gegen 21.00 Uhr ein Unbekannter in die Mönchszelle von Phra Athikan Bunlert Atthabunyo hineingelassen oder drang dort ein und gab einen Schuss mit einer Schrotflinte ab. Der Abt sagte den Beamten, er habe dem Eingang den Rücken zugewandt und den Täter vor dem Schuss nicht gesehen.
Nach Angaben der Polizei flüchtete der Angreifer die Treppe hinunter, nachdem er geschossen hatte; der Abt konnte das Gesicht des Täters nicht identifizieren. Die Ortsgruppe der Polizei wurde von Polizeihauptkommissar Apayan Keeta alarmiert.
Angriff mit Schrotmunition
Die Ermittler stellten am Krankenhaus fest, dass der Abt von Schrotmunition getroffen worden war. Sein Zustand ist nicht lebensgefährlich; er ist bei Bewusstsein und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus Kamphaeng Phet gebracht.
Der Abt erklärte gegenüber der Polizei, er habe keine Feinde und könne sich nicht erklären, warum jemand ihn gezielt angegriffen habe. Er schilderte den Ablauf des Angriffs, konnte den Schützen aber nicht sehen.
Mönch hörte Schuss und Hilferufe
Phra Aphichot Khumsut, ein 64-jähriger Mönch des Tempels, berichtete, er habe einen Schuss gehört und anschließend den Abt rufen gehört, woraufhin er nach draußen gegangen sei. Er fand den Abt blutend auf der Treppe vor der Zelle und half, ihn gemeinsam mit anderen Mönchen ins Krankenhaus zu bringen.
Nach Angaben der Mönche waren zum Zeitpunkt des Geschehens alle sieben Mönche des Tempels in ihren Zellen; die Zelle des Zeugen liegt etwa zehn Meter hinter der des Abtes. Der sonst laute Pitbull des Abtes, Chao Laem, habe in der Nacht nicht gebellt.
Keine Kampfspuren, Kameras ohne Aufnahmen
Im Inneren der Zelle fanden die Ermittler Blutspuren und Bluttropfen, die die Treppe hinunterführten, aber keine Anzeichen eines Kampfes und es fehlten keine Wertgegenstände. Das Fehlen von Kampfspuren spricht nach Angaben der Polizei gegen einen längeren Kampf in der Zelle.
Die beiden Überwachungskameras vor der Zelle waren nicht an das Stromnetz angeschlossen und enthielten keine Speicherkarten, sodass keine Aufnahmen zur Klärung des Täters vorlagen.
Polizei vernimmt die Mönche und fahndet nach Täter
Polizeihauptkommissarin Hemrat Rattha und Polizeimajor Nixon Saentepin fuhren mit einem Ermittlungsteam zum Tempel; die Beamten luden alle Mönche zunächst vor Ort und dann zu einer detaillierteren Befragung auf die Polizeistation in Mueang Kamphaeng Phet ein. Die Polizei untersucht die Tat, sichert Spuren und sucht nach dem unbekannten Täter.
Die Ermittler stehen vor der Herausforderung, dass das Motiv für die Tat unbekannt ist und der Täter bislang nicht identifiziert werden konnte. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, um den Fall aufzuklären.



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