Koh Phangan, Thailand – Auf Koh Phangan hat die thailändische Polizei in einer groß angelegten Aktion Dutzende Nominee-Firmen durchsucht, Ausländer festgenommen und Land im Wert von Hunderten Millionen Baht beschlagnahmt. Die Operation gegen ausländische Strohmänner soll illegale Geschäftsstrukturen und unerlaubten Landbesitz eindämmen und wird laut Polizei landesweit ausgeweitet.
Großeinsatz am Morgen gestartet
Polizeivertreter ordneten den Einsatz an und setzten ein Team von mehr als 300 Kräften ein, das von Pol. Lt. Gen. Noppasin Poolsawat geleitet wurde.
Die Razzia wurde im Rahmen der Operation „Zerschlagung der ausländischen Nominee-Strukturen auf Koh Phangan, Phase 2“ durchgeführt und richtete sich gezielt gegen Firmen, die thailändische Strohmänner für ausländische Eigentümer nutzen sollen.
Durchsuchungen, Festnahmen und Beschlagnahmungen
Laut Polizei wurden 32 Nominee-Firmen durchsucht; 22 Ausländer wurden festgenommen und über 40 Rai Land sichergestellt.
Der Gesamtwert der beschlagnahmten Flächen wird mit mehr als 200 Millionen Baht angegeben.
Konkreter Fund: FB Properties (Yoga House)
Als wichtiger Durchsuchungsort nannte die Polizei die Firma FB Properties Co., Ltd. (Yoga House), bei der ein israelischer Staatsbürger als tatsächlicher Eigentümer identifiziert wurde.
Dort fanden Ermittler nach Angaben der Behörden sieben Grundstücke plus ein weiteres für insgesamt 7,5 Rai Land im Wert von mehr als 60 Millionen Baht und Hinweise auf einen heimlich betriebenen Hotelbetrieb ohne Genehmigung.
Widerspruch gegen Gesetze, zahlreiche Haftbefehle
Die Ermittler verfolgten laut Polizei über 39 Strafverfahren und beantragten beim Provinzgericht Koh Samui Durchsuchungsbeschlüsse für 36 Ziele sowie 45 Haftbefehle gegen Ausländer.
Die Vorwürfe betreffen unter anderem unerlaubte Ausübung ausländischer Geschäftstätigkeiten und Landbesitzverstöße nach den einschlägigen Bestimmungen des Ausländer- und Landrechts.
Phase 1 und die Vorgeschichte
Die Polizei verweist auf eine erste Phase der Aktion Mitte Mai, in der vor allem Anwalts- und Buchhaltungsfirmen ins Visier genommen wurden; damals liefen 37 Verfahren, es gab drei Haftbefehle und 27 Durchsuchungen.
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Seit 2567 wurden demnach bereits 29 Fälle gegen verdächtige Unternehmen eingeleitet; zwei wurden verurteilt, insgesamt standen 62 Beschuldigte unter Verdacht, davon 32 Thailänder und 30 Ausländer.
Behördenkooperation, Finanzspuren und Aufruf an die Bevölkerung
Die Polizei kündigte an, nach Abschluss von Phase 2 eng mit dem Ministerium für Geschäftsentwicklung, dem Handelsamt der Provinz und dem Grundbuchamt zusammenzukommen, um Finanzströme zu verfolgen, die Tarnstrukturen „von Grund auf“ aufzudecken und zu prüfen, ob Staatsbeamte involviert sind.
Die Behörden wollen das Vorgehen landesweit ausweiten und bitten Bürger, Hinweise bei der örtlichen Polizeistation oder über die 24-Stunden-Hotline zu melden.



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