Tourismus-Offensive Thailand: 7 Flughäfen starten neue Reisepakete

Ansturm auf Thailands Nebenregionen: Sieben Regionalflughäfen führen pauschale Reiseangebote ein, um Touristenströme massiv umzuleiten. Doch reicht das Konzept aus, um den Massentourismus nachhaltig in die Provinzen zu lenken?

Tourismus-Offensive Thailand: 7 Flughäfen starten neue Reisepakete
ThaiRath

Das Verkehrsministerium plant, den Tourismus in sogenannten Sekundärstädten mit Pilotprojekten an sieben Flughäfen anzukurbeln und drei regionale Luftfahrtdrehkreuze einzurichten. Geplant sind komplette „Fly‑Stay‑Eat“-Pakete, neue Verbindungen und die Reaktivierung des Flughafens Hua Hin für internationale Wellness‑ und Medizin‑Touristen.

Ministerium lotet Flughäfen als Motor für regionale Entwicklung

Stellvertretender Verkehrsminister Phattharaphong Phattharaprasit leitete eine Sitzung, in der Department of Airports, die Tourism Authority of Thailand sowie Vertreter von M‑Landarch (EZY AIRLINES) und Nok Air teilnahmen. Ziel ist, Flughäfen als Instrument zur regionalen Entwicklung zu nutzen und Reisen in Sekundärstädte zu fördern.

Das Programm soll Reisen anregen, Einkommen in Regionen verteilen und mehrere Sektoren wie Flughafenbetreiber, Airlines und Tourismusakteure enger vernetzen. Das Ministerium nennt das Vorhaben „Airport for Regional Development“.

Sieben Flughäfen im Pilotprogramm "Fly‑Stay‑Eat"

Als Pilotstandorte wurden die Flughäfen Nakhon Si Thammarat, Lampang, Mae Hong Son, Hua Hin, Roi Et, Nan Nakhon und Phrae benannt. An diesen Standorten sollen die Maßnahmen zunächst getestet werden.

Geplant sind kombinierte Reisepakete, die Flug, Unterkunft und Verpflegung bündeln, um Reisen zu erleichtern und zusätzlichen Anreiz zu schaffen. Laut Plan folgen vertiefte Gespräche und Einladungen an weitere Fluggesellschaften zur Teilnahme.

Drei regionale Drehkreuze als Verbindungspunkte vorgesehen

Zusätzlich zur Kampagne sollen in jeder Region je ein Luftfahrtdrehkreuz etabliert werden: Chiang Mai für den Norden, Udon Thani für den Nordosten und Surat Thani für den Süden. Diese Drehkreuze sollen Verbindungen zu den Sekundärstädten herstellen.

Die Idee ist, über zentrale Knotenpunkte den Zugang zu kleineren Flughäfen zu vereinfachen und so touristische Routen zu stärken. Konkrete Umsetzungsfristen wurden bislang nicht genannt.

Hua Hin soll internationales Ziel für Wellness und Medizin werden

Der stellvertretende Verkehrsminister will den Flughafen Hua Hin wieder für internationale Flüge öffnen, um wohlhabendere Langzeitgäste und medizinische Touristen anzuziehen. Hua Hin soll als Kombination aus Behandlung und Erholung positioniert werden.

Die Verbindung von Gesundheitsangeboten und Urlaubsaufenthalten soll als Verkaufsargument dienen, um Gäste mit hohem Ausgabepotenzial nach Hua Hin zu locken. Details zu Routen oder Partnerkliniken wurden nicht veröffentlicht.

Wer macht mit: Ministerium, Behörden und Airlines

An den Diskussionen beteiligten sich das Ministry of Transport, das Department of Airports, die Tourism Authority of Thailand sowie Vertreter von M‑Landarch Company Limited (EZY AIRLINES) und Nok Air. Die Zusammenarbeit soll sektorübergreifend erfolgen.

Vertreter der beteiligten Unternehmen wurden zu weiteren Gesprächen eingeladen, um konkrete Angebote und Routen zu erarbeiten. Ziel ist eine enge Abstimmung zwischen Behörden und Privatwirtschaft.

Offene Fragen, Zeitplan und nächste Schritte

Begrifflichkeiten wie „sekundäre Flughäfen/Sekundärstädte“ bleiben unpräzise, und es gibt keinen veröffentlichten Zeitplan für Umsetzungsschritte. Als nächster Schritt sind vertiefte Diskussionen geplant; weitere Fluggesellschaften sollen zur Teilnahme eingeladen werden.

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Quelle: Thairath

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