Abzocke bei Mietwohnungen: Thailand startet Razzien gegen Vermieter

Über 1655 Hilferufe wegen einbehaltener Kautionen und Wucherpreisen: Behörden stürmen nun Mietshäuser in Bangkok. Drohen Vermietern nach diesen massiven Kontrollen jetzt tatsächlich Gefängnisstrafen?

Abzocke bei Mietwohnungen: Thailand startet Razzien gegen Vermieter
Gemini KI

BANGKOK, Thailand – Thailändische Verbraucherschutzbehörden haben nach 1.655 Beschwerden eine landesweite Razzia gegen unfaire Mietpraktiken gestartet und in Bangkok Inspektionen an Wohnobjekten durchgeführt. Die Aktion folgt einer Anweisung von Premierminister Anutin Charnvirakul, Behörden zum Schutz der Öffentlichkeit gegen unseriöse Geschäftspraktiken zu aktivieren. Mieter werden aufgefordert, Verträge und Belege zu prüfen und Verstöße zu melden.

Razzia nach 1.655 Beschwerden

Das Office of the Consumer Protection Board (OCPB) meldete insgesamt 1.655 Anzeigen von Mietern, die über einbehaltene Kautionen, überhöhte Nebenkosten und ausbeuterische Mietverträge klagten.

Als Auftakt der Maßnahmen besuchte Supamas Isarabhakdi gemeinsam mit OCPB-Beamten, der Polizei, Bezirksvertretern und Verbraucherschützern Wohnobjekte in der Ramkhamhaeng Soi 53 im Bezirk Wang Thonglang.

Worum es bei den Beschwerden geht

Nach Angaben des OCPB verlangen viele Vermieter Kautionen und behalten diese ohne klare Schäden ein.

Außerdem berichteten Mieter von Wasser- und Stromabrechnungen, die über den offiziellen staatlichen Versorgungsraten lagen.

Klare Regeln für Vermieter

Supamas Isarabhakdi erinnerte daran, dass Versorgungsleistungen nur zu den staatlichen Tarifen abgerechnet werden dürfen und Vermieter nicht daraus Profit schlagen dürfen.

Sie nannte außerdem drei Schutzregeln für Mieter: die Abrechnung zu staatlichen Sätzen, die fristgerechte Rückzahlung von Kautionen und eine Vorauszahlung (Miete plus Kaution) von maximal drei Monatsmieten.

Strafen und Regierungsauftrag

Die Behörden warnen, dass Vermieter bei Verstößen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, darunter Geldstrafen und Freiheitsstrafen.

Die Operation steht im Einklang mit einer Politik von Premierminister Anutin Charnvirakul, Behörden anzuweisen, die Öffentlichkeit proaktiv vor unfairen Geschäftspraktiken zu schützen.

Was Mieter jetzt tun sollen

Die OCPB ruft Mieter, vor allem Studenten und Geringverdiener, dazu auf, Mietverträge genau zu prüfen, Quittungen aufzubewahren und Verstöße über die OCPB-Hotline oder offizielle Beschwerdekanäle zu melden.

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Die Studentenorganisation der Ramkhamhaeng-Universität dankte der Regierung für den gestärkten Mieterschutz.

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Quelle: Pattaya Mail

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