Abschied vom Deutschen Botschafter: Thailand pusht EU-Freihandel

Thailands Regierungschef Anutin drängt beim scheidenden deutschen Top-Diplomaten auf den EU-Freihandel. Ob der geplante Vorstoß zur OECD-Mitgliedschaft die deutsche Unterstützung sichert, bleibt vorerst offen.

Abschied vom Deutschen Botschafter: Thailand pusht EU-Freihandel
ThaiRath

BANGKOK – Ein Abschiedsbesuch mit wirtschaftspolitischem Schub: Am 12. Juni 2026 empfing Premierminister Anutin Charnvirakul den scheidenden deutschen Botschafter Ernst Wolfgang Reichel im Regierungsviertel. Der Regierungschef dankte dem Diplomaten für seinen Einsatz – und nutzte die Gelegenheit, um Thailands große Ziele klarzumachen.

164 Jahre und kein bisschen leise

Premierminister Anutin Charnvirakul hieß den Botschafter bei dem Treffen im Thai Khu Fah Gebäude herzlich willkommen. Er würdigte Reichels Rolle beim Ausbau der deutsch-thailändischen Beziehungen während dessen Amtszeit.

Beide Seiten betonten die 164-jährige Geschichte der diplomatischen Verbindungen. Das Verhältnis sei geprägt von Freundschaft, Vertrauen und engem Austausch auf Regierungs- und Geschäftsebene.

Freihandelsabkommen soll neuen Schwung bringen

Der Premierminister verwies auf seinen Besuch in Frankreich Ende Mai, bei dem er mit europäischen Investoren gesprochen hatte. Die thailändische Regierung wolle die Verhandlungen über das Thailand-EU-Freihandelsabkommen jetzt zügig vorantreiben.

Beide Seiten sind sich einig: Das Abkommen sei ein entscheidender Motor für Handel, Investitionen und tiefere wirtschaftliche Vernetzung. Es eröffne neue Geschäftschancen – gerade auch für deutsche Unternehmen.

Anutin drängt auf Thailands OECD-Beitritt

Der Regierungschef bekräftigte Thailands festes Ziel, Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu werden. Er sieht darin einen Schritt, um Standards, Regierungsführung und globale Anbindung zu verbessern.

Der Premier zeigte sich überzeugt, dass der Beitritt das Vertrauen von Investoren stärken und die langfristige Entwicklung des Landes fördern wird.

Abschied mit guten Wünschen für die Zukunft

Zum Ende des Gesprächs dankte der Premierminister dem scheidenden Botschafter für die Freundschaft und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das starke Fundament der Beziehungen künftige Kooperationen tragen werde.

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Quelle: Thairath

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